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Lesetipp August 2014

 

Graeme Simsion: Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion: Das Rosie-Projekt

Don Tillman ist Ende 30 und Professor für Genetik an einer Universität in Australien. Sein Tagesablauf ist genau strukturiert und minutiös durchgeplant. Er fühlt sich wohl, wenn alles nach klaren Regeln abläuft, selbst kleine Abweichungen bringen ihn durcheinander. Er ist zufrieden mit seinem Leben, auch wenn er genau weiß, dass er irgendwie anders ist als andere Menschen, denn er tut sich schwer im menschlichen Miteinander. Obwohl er äußerst intelligent ist und vieles genauestens analysieren kann, sind ihm diese offensichtlich autistischen Züge in seinem Verhalten selbst nicht bewußt. Er würde gerne die Frau fürs Leben finden, aber viele Versuche, jemanden kennenzulernen sind bereits kläglich gescheitert. Deshalb ruft er das „Ehefrau-Projekt“ ins Leben. Er erstellt mit Hilfe seiner einzigen Freunde, einem Psychologen-Ehepaar, einen 16-seitigen Fragebogen, der ihm die perfekte Partnerin liefern soll ( intelligent, gebildet, pünktlich, nicht übergewichtig, Nichtraucherin, Nicht-Veganerin...), was natürlich nicht so einfach funktioniert.

Plötzlich taucht Rosie in seinem Büro auf. Sie braucht einen Fachmann, der ihr bei der Suche nach ihrem biologischen Vater hilft und entspricht in keinster Weise seinen Kriterien für eine mögliche Partnerin, denn sie arbeitet in einer Bar, raucht und ist ziemlich chaotisch. Trotzdem macht sie irgendwie Eindruck auf ihn und er beschließt, ihr zu helfen. Das „Rosie-Projekt“ ist geboren. Das hat zur Folge, dass sein bisher so geordnetes Leben ziemlich durcheinandergewirbelt wird, und er lernt, dass sich nicht alles mit Logik erklären lässt.

Der Debütroman des Australiers Graeme Simsion, der bei einem Schreibprojekt entstand und ursprünglich als Drehbuch geplant war, ist eine etwas schräge Liebesgeschichte mit sehr außergewöhnlichen Charakteren und viel Situationskomik. Er weckt auf vergnügliche Weise Verständnis für Menschen, die „ein bisschen anders“ sind, ohne sie der Lächerlichkeit preiszugeben.

Ein Buch zum Schmunzeln, das trotz des relativ vorhersehbaren Endes wirklich Spaß macht.

Sabine Köstler

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