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Lesetipp Juni 2015

Charlotte Roth: Als wir unsterblich waren

Charlotte Roth: Als wir unsterblich waren

Diese bewegende Familiengeschichte liest sich so spannend wie ein Krimi. Alles beginnt damit, dass in Berlin die Mauer fällt und sich die Ostberliner Studentin Alexandra unsterblich in einen Westberliner verliebt. Ihre Oma aber kollabiert beim Anblick des jungen Mannes.

Rückblende: Es ist 1912. Paula, die sich bereits als junges Mädchen in ihrer politisch aktiven Clique für Arbeiterrechte einsetzt, verliebt sich in den charismatischen Anführer Clemens. Eine folgenschwere Entscheidung und der Schlüssel zu den Geschehnissen 1989. Doch die Auflösung gibt es erst am Ende des Romans.

Bis dahin folgt der Leser gebannt dem Leben von Paula und ihren Freunden durch eine politisch extrem aufgeheizte Zeit: der Ausbruch des ersten Weltkrieges, die furchtbaren Kriegsjahre, die Weimarer Republik, die Diskriminierung der Juden und die Auflösung der labilen Demokratie. Der Autorin gelingt es auf großartige Weise, Geschichte zum Greifen nah zu vermitteln. Der Leser fiebert mit und wünscht Paula und ihren Freunden, dass ihr Einsatz für die Sozialdemokratie belohnt wird. Doch die Träume erfüllen sich nicht, die linke Bewegung scheitert, Hitler ergreift die Macht und zerstört das Leben vieler Menschen, auch jenes von Alexandras Oma.

Die Autorin Charlotte Roth hat mit diesem Roman auch Teile ihrer eigenen Familiengeschichte aufgearbeitet. Im April erschien ihr zweiter Roman "Als der Himmel uns gehörte". Er steht bereits auf meiner Leseliste.

Marlene Neumann

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