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Lesetipp April 2016

 

Eve Harris: Die Hochzeit der Chani Kaufmann

Eve Harris: Die Hochzeit der Chani Kaufmann

Chani Kaufmann lebt in London und ist die mittlere von 8 Töchtern einer orthodoxen jüdischen Familie. Die Mädchen wachsen streng auf und werden früh verheiratet. Nun ist die lebensfrohe und oft auch aufsässige Chani mit der Hochzeit an der Reihe, nach etlichen Zurückweisungen von möglichen Ehepartnern willigt sie schließlich in eine Eheschließung mit dem jungen Baruch Levy ein. Dieser hat sich aus der Ferne in Chani verliebt und setzt die Heirat mit Chani gegen massive Widerstände seitens seiner Mutter durch. Doch die zukünftigen Eheleute kennen sich kaum und haben aufgrund der Regeln ihrer Gemeinschaft kaum Chancen, sich vor der Heirat näherzukommen. Wir begleiten sie während ihres Alltags, der Hochzeitsvorbereitungen und der Hochzeit selbst, erleben ihre Freude, aber auch ihre Ängste und Grenzen, die ihnen ihr orthodoxer Alltag setzt.

Parallel dazu wird in Rückblicken die Geschichte der Rebbetzin Rivka erzählt, der Frau des Rabbiners Chaim Zilbermann. Diese unterstützt Chani bei den Hochzeitsvorbereitungen und soll sie in den Pflichten einer Ehefrau unterrichten.

Rivka wuchs in einer freizügigen säkularen jüdischen Familie auf und lernte ihren zukünftigen Mann Chaim in den 80er Jahren an der Hebräischen Universität in Jerusalem kennen. Als Chaim, der ebenfalls in einer säkularen Familie aufgewachsen ist, sich immer mehr dem orthodoxen Judentum zuwendet, folgt sie ihm in diese ihr unbekannte Welt, lernt hier Zusammenhalt und Geborgenheit kennen und fügt sich aus Liebe den Regeln. Sie bekommen drei Kinder und ziehen nach London.
Doch als Chaim sich als Rabbiner stetig konservativer entwickelt und Rivka mit immer starreren Regeln einschnürt, wächst die Fremdheit zwischen ihnen und Rivka wird zunehmend unzufriedener. Eine späte Schwangerschaft scheint für sie zunächst ein Ausweg zu sein.

Einfühlsam und humorvoll schildert die Autorin ihre Figuren und gespannt folgt man als Leser deren Entwicklung. Am Ende steht für Chani und Baruch die Hoffnung, dass sie ihren eigenen Weg in der Ehe und im Alltag gehen und zueinander finden werden.

Claudia Nägel

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