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Lesetipp September 2016

Martin Walker: Germany 2064Martin Walker: Germany 2064

Der schottische Autor, der bisher vor allem durch seine Périgord-Krimis mit Bruno, Chef de Police bekannt ist, hat hier einen Zukunfts-Thriller entworfen. Verpackt in eine Krimi-Handlung zeichnet er ein Bild, wie das Leben bei uns in 50 Jahren aussehen könnte.

Deutschland im Jahre 2064 ist demnach zweigeteilt. Die meisten Menschen leben in hochtechnologisierten Städten und Ballungsräumen, sind dank ihrer Chip-Implantate ständig überwacht und werden bei ihrer Arbeit von immer menschenähnlicheren Robotern unterstützt. Ein anderer Teil der Bevölkerung lebt in den sogenannten „Freien Gebieten“, betreibt Öko-Landwirtschaft und lehnt alle technischen Neuerungen ab, die nach 1980 entwickelt wurden. Da es in diesen Landesteilen keinerlei staatliche Kontrolle gibt, wird die zunehmende Kriminalität immer mehr zum Problem.

Auf einem als Gasthaus bekannten Bauernhof verschwindet mitten im Konzert eine Sängerin. Der Polizist Bernd Aguilar und sein „automatisierter Partner“ Roberto ermitteln und kommen dabei einem weit größeren Fall auf die Spur, bei dem es um den Schmuggel von Waffen und Medikamenten sowie um Industriespionage geht.

Die Geschichte ist spannend erzählt, faszinierender sind jedoch die Schilderungen des zukünftigen Alltagslebens und die prognostizierten gesellschaftlichen, politischen und technologischen Entwicklungen der kommenden Jahre.

Die Ideen, die diesem Roman zugrunde liegen, stammen aus dem  Zukunfts-Workshop einer Managementberatungsfirma mit führenden deutschen Politikern, Unternehmern und Wissenschaftlern aus dem Jahr 2014, in dem die Entwicklung des Landes in den nächsten 50 Jahren diskutiert wurde. Mit „Germany 2064“ versucht der Autor, diese Gedanken einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der Roman, der sich bisweilen an der Grenze zum Sachbuch bewegt, wurde 2015 für den Wirtschaftsbuchpreis nominiert.

Sabine Köstler

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