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Lesetipp Oktober 2016

Bernd Schroeder: Wir sind doch alle daBernd Schroeder: Wir sind doch alle da

Der 16-jährige Benny wird bewusstlos in der Waldhütte der Familie Maus aufgefunden. Er hatte geduscht und die Tür war zu, obwohl bekannt war, dass wegen des Durchlauferhitzers die Tür während des Duschens offen stehen muss.

Seit dem Unfall liegt er im Koma und an seinem Bett treffen sich seine Familienangehörigen, allen voran Großvater Ferdinand, der sich immer noch in der Rolle des Patriarchen des Familienunternehmen Maus sieht, aber schon lange nicht mehr ernst genommen wird. Seine Frau Else leidet an MS, mehr aber noch an der Lieblosigkeit ihres Ehemanns.

Der älteste Sohn Michael, Bennys Vater, ist ein unsteter Luftikus, der zweite Sohn, der immer zuverlässige Andreas, hat das Familienunternehmen übernommen, hinterfragt aber sein Leben, seit ihn seine Frau verlassen hat. Tochter Sabine sucht den Grund, warum ihr Freund kurz vor der Geburt der gemeinsamen Tochter einfach spurlos verschwunden ist.
Die Schwiegertöchter gehen auf Distanz zum Maus-Clan und der eher feindselige Umgang der Großeltern mütterlicherseits samt Onkels ändert sich auch durch den Unfall nicht.

In wechselnden Perspektiven erzählt der Roman, wie sich alte Bindungen lösen, neue Lebensentwürfe entstehen, die Besuche an Bennys Klinikbett immer seltener werden und Benny immer unwichtiger wird.

Der gut geschriebene Roman weist leider einige Rechtschreibfehler auf, und wenn anlässlich eines bevorstehenden 50-jährigen Abiturtreffens im Erinnern an das vergangene 30-jährige Treffen sinniert wird "Damals waren sie alle um die vierzig - jetzt sind sie siebzig", hätte ein aufmerksamer Lektor nicht geschadet.

Claudia Nägel

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