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Aktuelle Meldungen

Überwachung und Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet Erlangen

Fragen und Antworten zum Eichenprozessionsspinner

Im vergangenen Jahr waren auf Grund der warmen Witterung Eichen im Stadtgebiet verstärkt vom sogenannten Eichenprozessionsspinner befallen. Was soll man tun, wenn man befallene Bäume entdeckt? Und wo und wie wird der Eichenprozessionsspinner bekämpft? Die Stadt beantwortet wichtige Fragen zum Thema.

Was ist zu beachten, wenn man den Eichenprozessionsspinner entdeckt?

Die Raupen bilden während ihres Wachstums feine Brennhaare aus, die leicht brechen und bei günstiger Witterung durch Luftströmungen weitergetragen werden. Bei Kontakt mit Raupenhaaren können Schleimhautreizungen aber auch allergische Reaktionen in unterschiedlicher Ausprägung, z.B. in Form von lokalen Hautausschlägen, auftreten. Bei Kontakt mit Raupenhaaren sollten die Kleider gewechselt und der Körper gründlich gereinigt werden. Bei Auftreten von allergischen Symptomen empfiehlt es sich, ärztlichen Rat einzuholen.

Bei welchen Bäumen veranlasst die Stadt eine Bekämpfung?

Die Stadt Erlangen veranlasst bei allen bekannt gewordenen Fällen auf öffentlichem Grund Bekämpfungsmaßnahmen. Aufgrund von Kapazitätsengpässen der Fachfirmen kann die Bekämpfung allerdings nicht in jedem Fall sofort erfolgen. Die Nester werden ohne Einsatz von Gift entfernt. In der Regel werden sie mit einem biologisch abbaubaren Schaum eingesprüht, um die Raupenhaare zu binden. Anschließend werden sie abgenommen und entsorgt. Bereiche, in denen das Tier noch nicht bekämpft wurde, werden deutlich sichtbar mit Warnbändern markiert bzw. abgesperrt und sollten gemieden werden. Insbesondere sollen Raupen und Gespinste nicht berührt werden, da es zu allergischen Reaktionen kommen kann. Bekämpfungsmaßnahmen an den Bäumen können nur von Fachleuten durchgeführt werden.

Was wird von der Stadt vorbeugend getan?

In ausgewählten Bereichen werden die Raupen vorbeugend bekämpft, erstmals im Jahr 2019. Unter Anwendung eines strengen Maßstabs wird die vorbeugende Bekämpfung nur in stark betroffenen, kritischen Gebieten durchgeführt (bisher Bergkirchweihgelände, Jordanweg, Burgbergstraße, Ebrardstraße und im Schlossgarten). Dabei kommt ein biologisches Insektizid zum Einsatz, das nur für freifressende Schmetterlingsraupen toxisch wirkt. Für Menschen ist das Toxin unschädlich, dies gilt ebenso für andere Insekten, Weichtiere und Wirbeltiere. Das Insektizid wird zudem durch die UV-Strahlung rasch abgebaut und belastet so den Naturhaushalt nicht. Während der Arbeiten, deren Beginn im Frühjahr jeweils gesondert angekündigt wird, sind in unmittelbarer Nähe Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mittelfristig sollen die Lebensbedingungen für die natürlichen Feinde des Eichenprozessionsspinners wie Fledermäuse, Kuckucke und Hornissen verbessert werden, um so die natürliche Bekämpfung zu fördern.

Wie kann der Befall auf Privatgrund bekämpft werden?

Bekämpfungsmaßnahmen an den Bäumen können nur von Fachleuten durchgeführt werden. Deshalb ist eine Fachfirma zu beauftragen.

12.08.2019
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