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Erlanger Schüler für Zivilcourage gewürdigt

Eine Schülerzeitung, die nicht nur die lustigsten Lehrer-Witze präsentiert, sondern sich gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit einsetzt: Das ist der "Tintenklecks", der seit 13 Jahren an der Hermann-Hedenus-Hauptschule in Erlangen erscheint.

Für ihr Engagement wurden die Nachwuchs-Reporter jetzt von der SPD bei der Verleihung der Karl-Heinz-Hiersemann-Preise geehrt. Die Laudatio kam aus berufenem Munde – vom großen alten Mann der Sozialdemokratie und ehemaligen Parteivorsitzenden Hans-Jochen Vogel: "Es muss uns vor Problemen nicht bange sein, wenn solche jungen Leute sie in die Hand nehmen!"

Vor über 200 Gästen überreichte Alexandra Hiersemann, Gattin des 1998 verstorbenen SPD-Landtags-Fraktionschefs, im Erlanger Redoutensaal den mit 1000 Euro dotierten 1. Preis an 18 Schüler der Hauptschule Hummelsteiner Weg in Nürnberg, die mit einem 200-seitigen Tatsachenroman ("Schüsse am Aufsessplatz") das Leben des Nürnbergers Franz Tanzberger nachzeichneten, dessen Spur sich kurz vor Kriegsende im KZ Mittelbau-Dora verlor. Die Arbeit an dem Buch schweißte die aus sechs Ländern stammenden Schüler dieser "Brennpunktschule" zusammen und brachte ihnen laut Lehrerin Gerda Reuß das dunkle Kapitel Nationalsozialismus näher.

Den mit jeweils 250 Euro dotierten 2. Preis teilen sich der Ethikkurs der Staatlichen Berufsoberschule Nürnberg, der mit einem "Aktionstag gegen Rechts" an der Hauptschule Gräfenberg auf die Gefahren durch Intoleranz aufmerksam machte sowie die Jugendgruppe "Culture Revolution" des Arbeiter-Samariter-Bundes Bad Windsheim. Sie stellte eine interkulturelle Reportage auf die Beine. (Quelle: Fränkischer Tag - Horst Buchmann)

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