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Informationen

Schulstadt Erlangen

Schulen gehören zu den wichtigen Einrichtungen einer Stadt. Die Stadt Erlangen als Universitätsstadt und Medizinstandort, sowie als bedeutungsvoller High-Tech-Standort verfügt über 33 öffentliche Schulen (davon drei städtische Schulen) mit unterschiedlichem Bildungsangebot.

Sie kann sich deshalb zu Recht als Schulstadt bezeichnen. Dieser Begriff hat zwar keine offizielle Wirkung, sagt aber aus, dass in einer Stadt auch alle Schularten des bayerischen Schulsystems vorhanden sind.

Schularten in Erlangen

Volksschulen:

  • 15 Grundschulen
  • 3 Mittelschulen (Hauptschulen)
  • 1 Sonderpädagogisches Förderzentrum
  • 1 Schule für Kranke

Weiterführende Schulen:

  • 6 Gymnasien, davon 1 städtisches mit dem Status „offenes Gymnasium“; eines von ca. 28 in ganz Bayern und 1 „Musisches Gymnasium“, was eine Besonderheit ist
  • 2 Realschulen
  • 1 Wirtschaftsschule (städtisch)
  • 1 Berufsschule
  • 1 Fachoberschule
  • 1 Berufsoberschule einschl. Virtuelle Berufsoberschule
  • 1 Fachschule für Techniker (städtisch)

Daneben gibt es noch diverse Fachschulen und "besondere Schulen"

Für alle diese öffentlichen Schulen mit ca. 18.000 Schülerinnen und Schülern muss die Stadt Erlangen nach dem Bayerischen Schulfinanzierungsgesetz (BaySchFG) den gesamten Sachaufwand, der für den Unterrichtsbetrieb in diesen Schulen notwendig ist, bereit stellen und finanzieren. Sie ist somit „Sachaufwandsträgerin für diese Schulen“, was in der Öffentlichkeit nicht unbedingt bekannt ist. Diese Aufgabe wird für die Stadt Erlangen durch das Schulverwaltungsamt wahrgenommen und umgesetzt

Was ist unter Sachaufwand zu verstehen?

Unter Sachaufwand ist zu verstehen, dass neben den Schulgebäuden mit Sportanlagen und Turnhallen, die gesamten Möbel mit Fachausstattungen wie Chemie u. Biologie, Computer, Turn- und Sportgeräte, Lehr- und Lernmittel, Bewirtschaftungskosten wie Strom, Reinigung usw., Bauunterhalt und die Schaffung zusätzlicher Schulräume und sonstige alltäglichen Bedarfe wie Telefon, Porto, Papier und sonstige Verbrauchsmaterialien etc. etc. von der Stadt Erlangen finanziert werden müssen. Bei den drei städtischen Schulen kommen noch die Personalkosten hinzu.

Dieser verpflichtende Sachaufwand bedeutet für die Stadt Erlangen jährlich einen Kostenaufwand rd. 23 Mio. € oder ca. 10 % des städtischen Gesamthaushaltes.

Weitere Aufgaben des Schulverwaltungsamtes:

  • Festlegung von Schulsprengeln für die Volksschulen
  • Erarbeitung und Fortschreibung eines Schulentwicklungsplanes mit Schülerprognosen
  • Raumbedarfsplanung für Schulen
  • Bauherren-Funktion für Schulneubauten (Einholen schulaufsichtlicher Genehmigungen, Antragstellung für Zuschüsse seitens des Freistaates Bayern oder des Bundes wie IZBB etc.)
  • Organisatorische und finanzielle Abwicklung der kostenfreien Schülerbeförderung (Allgemeine Schülerbeförderung, wie auch zu Sportstätten)
  • Umsetzung von Gastschulangelegenheiten bei Volksschulen, Förderschulen und Beruflichen Schulen
  • Abrechnung der Gastschulbeiträge für auswärtige Schülerinnen und Schüler
  • Organisatorische Abwicklung der Heimunterbringung von Berufsschülern
  • Unterstützung sowie Bezuschussung der Mittagsbetreuungen im Rahmen der kind- und familiengerechten Halbtagsgrundschule
  • Unterstützung sowie Bezuschussung der Ganztagsbetreuungen für die Jahrgänge 5 bis 10
  • Organisation der Mittagsversorgung der Ganztagsklassen in der Ernst-Penzoldt-Hauptschule
  • Förderung des Schüleraustausches innerhalb der Städtepartnerschaften mit Organisation der Fahrten sowie Rahmenprogramm bei Besuchen
  • Schulwegsicherheit (jährliche Anbringung von Transparenten an verkehrsintensiven Straßen zu Beginn eines neuen Schuljahres zur Bewusstseinsstärkung in der Öffentlichkeit, Organisation der jährlich stattfindenden Veranstaltungen „Sicher zur Schule – sicher nach Hause“, Unterstützung der Schulweghelfer usw.)
  • Organisation und Durchführung einer Ferienbetreuung in Zusammenarbeit mit der Fa. Siemens in den jeweiligen Sommerferien
  • Organisatorische Vorbereitung der Elternbeiratswahlen in den jeweiligen Schulen und des Gesamtelternbeirates)
  • Schulsozialarbeit an zwei Hauptschulen, insbesondere für Praxisklassen
  • Abwicklung des Zuschusswesens nach dem Finanzausgleichsgesetzes und des Europäischen Sozialfonds
  • PC-Werkstatt
  • Abrechnung der Lehrkostenpersonalzuschüsse mit dem Freistaat Bayern für die 3 städt. Schulen
  • Abschluss von öffentlich-rechtlichen Verträgen mit Randgemeinden wegen Aufnahme von Schülerinnen und Schüler in Erlanger Schulen
  • Stadtbildstelle (Beratung von Mediengeräten und einer Vielzahl von Dokumentationen für Schulen
  • Computer – Systembetreuung an weiterführenden Schulen
  • u.v.a.m. 

In die Organisation des Schulverwaltungsamtes ist auch eine “PC-Werkstatt” eingebunden. Diese PC-Werkstatt wird ehrenamtlich von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft „Know-how-Transfer e.V. (die Mitglieder sind überwiegend ehemalige Ingenieure der Firma Siemens AG) betrieben. Sie ist primär für die Erlanger Grundschulen tätig, in dem sie von der Firma Siemens gesponserte Gebraucht-Computer überprüft, repariert und technisch aufrüstet. Werkstatträume, Werkzeug und Ersatzteile stellt das Schulverwaltungsamt zur Verfügung. Diese Arbeit der PC-Werkstatt bedeutet für die Stadt Erlangen ein erhebliches Einsparungspotential und hat auch einen Modellcharakter auf Landes-, wenn nicht sogar auf Bundesebene.

Zusammenfassend wird festgestellt, dass das Schulverwaltungsamt mit der Sachaufwandsträgerschaft einen wesentlichen Beitrag zur qualitativen Entwicklung des allgemein zugänglichen und umfassenden Schulangebotes in Erlangen leistet. Durch eine dezentrale Ressourcenverantwortung werden den Erlanger Schulen mehr Entscheidungsbefugnisse und Selbständigkeit, wie auch individuelle Gestaltungsspielräume eingeräumt. 22.10.2010
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