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Rußrindenkrankheit an einem Ahornbaum festgestellt

An einem städtischen Baum ist erstmals in Erlangen die sogenannte Rußrindenkrankheit festgestellt worden. Darüber informierte jetzt der Betrieb für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung der Stadt Erlangen. Der Baum, der bis vor kurzem am Theaterplatz stand, musste wegen mangelnder Standsicherheit entnommen werden. Im Nachgang zu den Fällarbeiten wurden die typischen Symptome an dem Spitzahorn festgestellt. Eine über das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF; Freistaat Bayern) veranlasste Untersuchung hat den Verdacht bestätigt, dass es sich um die Rußrindenkrankheit handelt. Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde 1945 erstmals in Europa beschrieben. Im Sommer 2018 wurde die Krankheit erstmals in Bayern bestätigt. Ursache ist ein Pilz, der als Parasit in erster Linie an bereits geschwächten einheimischen Ahornbäumen auftritt. Im fortgeschrittenen Stadium werden unter abfallender Rinde dicke Lagen an schwarzen Pilzsporen sichtbar. Die betroffenen Baumstämme sehen dann aus, als wären sie mit Ruß überzogen, woher auch der deutsche Name der Krankheit rührt.

Wie der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamts in Erlangen, Frank Neumann, informiert, können die schwarzen Sporen des Pilzes bei Menschen – bei geöffneter Rinde und bei intensivem Kontakt – akute allergische Reaktionen wie Reizhusten, Fieber, Schüttelfrost oder Atemnot auslösen. Bei diesen Beschwerden sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

Da der Rindenpilz von langen, heißen Sommern mit Trockenstress und Wassermangel für die Bäume profitiert, ist nach den Trockensommern der letzten Jahre mit einer Zunahme dieser Ahornkrankheit zu rechnen. Die städtische Baumpflege wird deshalb bei den Routinekontrollen zukünftig ein verstärktes Augenmerk auf die Anzeichen der Krankheit legen. Der betroffene Erlanger Spitzahorn ist fachgerecht entsorgt worden. Befallene Bäume können aufgrund der gesundheitsgefährdenden Wirkung nicht als Brennholz verwendet worden.

15.05.2019
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