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Aktuelles

Brottüten werben für Gewaltlosigkeit

„Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ ist eine mittelfrankenweite Kampagne anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Viele Bäckereien und Ausgabestellen der Essenstafeln verteilen an diesem Tag Brottüten mit dem Aufdruck der Telefonnummern des Frauennotrufes, des Autonomen Frauenhauses sowie weiteren Beratungsstellen mit dem deutlichen Appell: „STOP VIOLENCE. NEIN zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen!“

In ganz Mittelfranken werden 300.000 Tüten – mehr als eine viertel Million ausgegeben. In Erlangen und Erlangen-Höchstadt werden insgesamt 50.000 Tüten an die Kundschaft verteilt. Ziel ist, auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen, verbunden mit der Aufforderung, hinzuschauen, die Täter zu benennen und verantwortlich zu machen sowie Frauen und Mädchen zur Seite zu stehen, wenn sie sich aus einem Leben mit Gewalt befreien wollen.

Die Aktion in Erlangen und Erlangen-Höchstadt wird organisiert von den Gleichstellungsstellen von Stadt und Landkreis, der Bäckerinnung Erlangen-Hersbruck, den ZONTA Clubs Erlangen & Herzogenaurach, dem Autonomen Frauenhaus und der Beratungsstelle Frauennotruf Erlangen. Die Aktionspartnerinnen und die Bäckereien setzen gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen jede Form von Gewalt an Frauen und Mädchen.

Viele Frauen erfahren Gewalt, unabhängig davon, wo sie leben, wie alt sie sind oder welchen Bildungsgrad und sozialen Status sie haben. Körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen und Mädchen, häufiger als Verkehrsunfälle und Krebs zusammen. Mit der erlebten Gewalt müssen sich Frauen oft ein Leben lang auseinandersetzen.In Mittelfranken wird die Kampagne von der Arbeitsgemeinschaft der Mittelfränkischen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Zusammenarbeit mit lokalen Bäckereien, dem örtlichen Frauenunterstützungssystem sowie weiteren Kooperationspartner*innen organisiert.Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen wird weltweit am 25. November begangen. Durch die Vereinten Nationen wurde er 1999 zum internationalen Aktions- und Gedenktag erklärt. 

24.11.2021
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