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Porträts der Partnerstädte und internationalen Kooperationspartner

San Carlos - Nicaragua

Die Partnerschaft zwischen Erlangen und San Carlos in Nicaragua wurde 1989 vom Erlanger Stadtrat beschlossen und 1990 durch die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde besiegelt. In den Beziehungen zu San Carlos arbeitet Erlangen mit der Stadt Nürnberg zusammen, die bereits seit 1985 eine Partnerschaft mit der mittelamerikanischen Gemeinde unterhält.

San Carlos liegt im Südosten der Republik Nicaragua, am Nicaraguasee und an der Grenze zu Costa Rica. Die Entfernung zur Hauptstadt Managua beträgt gut 200 km, Erlangen liegt ca. 12.000 km entfernt.

Die Gemeinde ist Hauptort des Regierungsbezirks Río San Juan, Handelszentrum und Umschlagplatz für die die regionalen Produkte aus Ackerbau und Viehzucht sowie Sitz staatlicher Behörden. Auch zahlreiche internationale Nicht-Regierungsorganisationen, die sich in der Projektarbeit engagieren, operieren von San Carlos aus.

San Carlos wurde 1550 von den Spaniern als Handelsstützpunkt gegründet. Zum eigentlichen städtischen Bereich von San Carlos kommen noch zahlreiche Dörfer und kleine Ansiedlungen in der Umgebung, die oft nur auf langen, beschwerlichen Land- oder Wasserwegen erreichbar sind. In diesen zu San Carlos gehörenden Teilgemeinden leben fast 70% der Bevölkerung von insgesamt rund 42.000 Einwohnern.

Mit zwei Krankenhäusern und einem Gesundheitszentrum versorgt San Carlos die Menschen in der Region mit medizinischen Dienstleistungen. Grund- und weiterführende Schulen gewährleisten die Ausbildung der Kinder, sofern deren Familien sich den Schulbesuch überhaupt leisten können. Darüber hinaus bildet eine kleine, vom nicaraguanischen Staat aber voll anerkannte Universität den regional benötigten Nachwuchs an Ärzten, Landwirtschaftsingenieuren und Lehrern aus.

In der ländlichen Umgebung des Hauptortes werden, vielfach auf genossenschaftlicher Basis, Produkte wie Kaffee, Reis, aber auch Ingwer und Heilpflanzen angebaut und vermarktet.

Eine Reihe dieser Projekte wird von Frauen betrieben und eröffnet den häufig alleinerziehenden Müttern eine Möglichkeit, ihre Familien eigenständig zu ernähren.

Trotz aller Bemühungen und auch der solidarischen Kooperation der Sancarleños untereinander ist es aufgrund der wirtschaftlich und sozial angespannten Situation im Lande selbst für die Kommune schwierig, den bisher mit internationaler Hilfe erreichten Fortschritt zu wahren und die dringend notwendigen Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Infrastruktur fortzusetzen.

Die partnerschaftlichen Beziehungen mit San Carlos manifestieren sich daher vor allem in der Unterstützung von lebenswichtigen Projekten, an der sich auch die Erlanger Bevölkerung beteiligt.

Darüber wird jedoch die Begegnung zwischen Menschen der beiden Länder mit ihren so unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten nicht vergessen. Vor allem regelmäßige freiwllige Einsätze junger ErlangerInnen in sozialen Projekten in San Carlos tragen zum gegenseitigen Verständnis und zur Förderung der Freundschaft, gerade unter der jungen Generation, bei. Durch das neue Schulpartnerschaftsprojekt BanDeNa werden seit 2008 verstärkt die Erlanger Schulen in die Städtepartnerschaft mit eingebunden.

20.01.2015
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