Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Angebotene Ausbildungsberufe

Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin/zum staatlich anerkannten Erzieher im Rahmen des bayernweiten Modellversuchs OptiPrax

Neue Wege der Erzieherausbildung
OptiPrax – Modellversuch zur Erzieherausbildung mit optimierten Praxisphasen
für Bewerberinnen/ Bewerber mit fachfremder Berufsausbildung

Die Jugendämter tragen die öffentliche Verantwortung für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Das Stadtjugendamt Erlangen ist zudem ein bedeutsamer Träger von Kindertageseinrichtungen. Hierzu gehören 16 städtische Einrichtungen mit Krippen, Kindergärten, Kinderhäusern und Horten sowie 12 Spiel- und Lernstuben (für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf).

Die Stadt Erlangen beteiligt sich in Kooperation mit der Fachakademie für Sozialpädagogik, Nürnberg, Am Fernmeldeturm 3, am Modellversuch OptiPrax des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBW). Hier wird seit September 2016 ein neuer Weg der Erzieherausbildung erprobt.


Zugangsvoraussetzung:

  • ein guter mittlerer Schulabschluss oder ein höherwertiger Abschluss
  • den Abschluss einer mindestens zweijährigen fachfremden Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz, Fachschulausbildung oder sonstige gleichwertige berufliche Qualifikation
  • gute Deutschkenntnisse = mindestens Sprachniveau C 1 GER (bei ausländischer Schul- bzw. Berufsbildung)
  • gesundheitliche Eignung
  • ein erweitertes Führungszeugnis ohne einschlägige Einträge
  • Nachweis eines einschlägigen sechswöchigen Praktikums in einem der genannten Tätigkeitsfelder der sozialpädagogischen Praxis (s.u.)

Dauer: 3 Jahre


Abschluss

„Staatlich anerkannte Erzieherin/ Staatlich anerkannter Erzieher“ durch schulische und praktische Abschlussprüfung im 3. Jahr.
Die Ergänzungsprüfung in Englisch verleiht die fachgebundene bzw. mit dem Zusatzfach Mathematik die allgemeine Fachhochschulreife.
Ein Notendurchschnitt von jeweils 1,5 oder besser in der Abschlussprüfung und in der Ergänzungsprüfung verleiht die fachgebundene Hochschulreife.


Ausbildungsvergütung: (nach TVAöD – BT– BBiG, Stand 01.01.2018)

  • 1. Studienjahr 918,26 Euro brutto
  • 2. Studienjahr 968,20 Euro brutto
  • 3. Studienjahr 1014,02 Euro brutto

zuzüglich vermögenswirksamer Leistungen und einer Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld).


Probezeit

Die Studierenden in Ausbildung unterliegen einer schulischen und betrieblichen Probezeit von sechs Monaten.


Schul- und Praxiszeiten

Der Unterricht an der Fachakademie erfolgt in der Regel an drei Tagen pro Woche. An den verbleibenden Tagen findet der Praxiseinsatz in der jeweiligen Einrichtung der sozialpädagogischen Praxis statt.


Urlaub

Die Studierenden haben einen Urlaubsanspruch von 29 Werktagen pro Kalenderjahr. Der Urlaub muss in den Schulferien eingebracht werden.


Inhalte der Ausbildung


an der Fachakademie für Sozialpädagogik

  • Pädagogik/Psychologie/Heilpädagogik
  • Sozialkunde/Soziologie
  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Erziehung
  • Ökologie/Gesundheitserziehung
  • Recht und Organisation
  • Literatur- und Medienpädagogik
  • Englisch
  • Deutsch
  • Theologie/Religionspädagogik (nach Konfession bzw. Ethik)
  • Praxis- und Methodenlehre mit Gesprächsführung
  • Kunst- und Werkerziehung
  • Musik- und Bewegungserziehung
  • Übungen
  • Zusatzfach Mathematik

in der sozialpädagogischen Praxis
mind. 2.400 Stunden in drei verschiedenen Tätigkeitsfeldern (jeweils mind. 320 Stunden), z. B. in

  • einer Kinderkrippe
  • einem Kindergarten
  • einem Hort
  • einem Haus für Kinder
  • einer stationären Jugendhilfeeinrichtung
  • im Kinder- und Jugendnotdienst
  • einer Ganztagsschule
  • einer Schulvorbereitenden Einrichtung
  • einer Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit
  • einer heilpädagogischen Einrichtung

Im 1. und 2. Studienjahr finden weitere Schnupperpraktika sowie ein mindestens 40-stündiges Grundschulpraktikum statt; statt in einer Grundschule können bis zu 20 Stunden auch in einer Haupt- oder Mittelschule durchgeführt werden.


Die Studierenden in Ausbildung gelten als Ergänzungskräfte.


Fachliche Betreuung

Die Ausbildung in der sozialpädagogischen Einrichtung erfolgt durch eine dafür qualifizierte pädagogische Fachkraft. In Kooperation zwischen der Fachakademie und der Praxisstelle wird ein Ausbildungsplan erstellt. Die Fachakademie führt des Weiteren mind. zwei Praxisbesuche pro Jahr durch.

Die Bewerberauswahl erfolgt durch die öffentlichen bzw. den freien Träger der Jugendhilfe; die Schule prüft die Zulassungsvoraussetzungen und die Inhalte des Ausbildungsvertrages.


Perspektiven

Durch den Ausbau der Kindertagesbetreuung, zunehmende Ganztagsbeschulung und auch durch die Arbeit mit Flüchtlingen werden in der Metropolregion dauerhaft Fachkräfte gesucht. Die Bezahlung richtet sich nach TVöD-SuE und beträgt aktuell ca. 2600,- Euro brutto für Berufsanfänger.

23.03.2018
» zurück zur Übersicht