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Informationen

Arbeitslosengeld II - Mietobergrenzen - Kosten für Unterkunft und Heizung

Bei Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II besteht neben den Regelbedarfen auch Anspruch auf Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizung. Dabei werden Bedarfe für Unterkunft und Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.

Bis zu welcher Höhe gelten Mieten in Erlangen als angemessen?

In Erlangen wurden zum 01.12.2018 vom Stadtrat folgende Mietobergrenzen beschlossen.

Wichtig hierbei: Die Höchstmietbeträge setzen sich zusammen aus Grundmiete zuzüglich Nebenkosten, aber ohne Heizkosten. Kosten für KfZ-Stellplätze und Garagen können nicht übernommen werden.

Abhängig von der Personenzahl im Haushalt ergeben sich folgende Höchstmietbeträge:

Haushaltsgröße Personen

Angemessener Wohnraum

Höchstmiete
1 50 qm 443,00 €
2 65 qm 528,00 €
3 75 qm 593,00 €
4 90 qm 698,00 €
5 105 qm 818,00 €
6 120 qm 934,00 €
jede weitere Person 15 qm 116,00 €

Für energiesanierte Wohnungen mit Vollwärmeschutz gelten um 5 v.H. erhöhte Obergrenzen. Ob es sich bei einer Wohnung um eine energiesanierte Wohnung handelt, ergibt sich aus dem Energieausweis des Hauses. Auskunft kann hierzu der Vermieter (z.B. die GeWoBau) geben.

Unabhängig von diesen festgesetzten Grenzen sind zur Beurteilung der Frage der Angemessenheit immer auch die Umstände des Einzelfalls mit zu bewerten. In begründeten Einzelfällen können auch höhere Mietbeträge anerkannt werden.

Wenn Sie in einer Eigentumswohnung oder Ihrem eigenen Haus wohnen, gehören zu den Kosten der Unterkunft die damit verbundenen Belastungen (Schuldzinsen, Steuern, Nebenkosten), jedoch nicht die Tilgungsraten für Kredite. Auch unabweisbare Aufwendungen für die Instandhaltung und Reparatur können als Bedarf anerkannt werden, soweit diese unter Berücksichtigung der anfallenden Aufwendungen insgesamt, angemessen sind.

 

Sie erhalten Arbeitslosengeld II und planen einen Umzug.

Bitte setzen Sie sich rechtzeitig mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter im Jobcenter in Verbindung und teilen Sie mit, aus welchen Gründen Sie umziehen möchten. Das Wohnungsamt hilft Ihnen bei der Vermittlung einer Sozialwohnung.

Vor Abschluss eines Mietvertrages sollte im Jobcenter ein schriftliches Mietangebot vorgelegt werden. Ihr Sachbearbeiter teilt Ihnen dann mit, ob die Wohnungsmiete angemessen ist und in dieser Höhe vom Jobcenter berücksichtigt werden kann.

Unter 25 - jährige, die bei Ihren Eltern ausziehen wollen, müssen vor einem Umzug in eine eigene Wohnung die Zustimmung des Jobcenters einholen. Kosten für Unterkunft und Heizung werden nur dann anerkannt, wenn das Jobcenter dies vor Abschluss des Mietvertrages zugesichert hat. Die Zustimmung wird erteilt, wenn

  • die Betroffenen aus "schwerwiegenden sozialen Grunden" nicht bei den Eltern wohnen können,
  • der Umzug zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt nötig ist oder
  • ein sonstiger schwerwiegender Grund vorliegt.

Wenn ein Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Wohnung angemessen sind, können auch nach vorheriger Zusicherung Wohnungsbeschaffungs- und Umzugskosten übernommen werden, sowie Darlehen für Mietkautionen gewährt werden.

 

Ihre Wohnungsmiete liegt über der Höchstmiete.

Zunächst wird vom Jobcenter geprüft, ob Ihre Miete trotzdem noch als angemessen erachtet werden kann (z.B. nur geringfügige Überschreitung oder besondere Umstände, die im Einzelfall eine höhere Miete rechtfertigen).

Sind Ihre Kosten für Unterkunft und Heizung nicht angemessen, erhalten Sie eine Aufforderung zur Senkung der Unterkunftskosten. Die Miete wird für einen Zeitraum von in der Regel 6 Monaten in voller Höhe weiter übernommen. Sie müssen versuchen, in dieser Zeit Ihre Unterkunftskosten zu senken (z.B. Umzug in eine günstigere Wohnung oder evtl. auch Aufnahme eines Untermieters). Nach Ablauf dieses Zeitraums besteht nur noch Anspruch auf Übernahme von Unterkunftskosten in Höhe der jeweiligen Höchstmiete.

 

Sie haben eine Nebenkostenabrechnung erhalten.

Bezieher von Arbeitslosengeld II sind verpflichtet, Ihre jährlichen Heizkosten- und Nebenkostenabrechnungen im Jobcenter vorzulegen. Rückzahlungen und Guthaben mindern die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung im Monat nach der Rückzahlung oder Gutschrift.  Nachzahlungen können in angemessener Höhe übernommen werden.

Bitte denken Sie auch daran, jede Mietänderung unverzüglich Ihrem zuständigen Sachbearbeiter mitzuteilen.

Für weitere Auskünfte und Rückfragen stehen Ihnen die SachbearbeiterInnen des Jobcenters gerne zur Verfügung. Die aktuelle Sachbearbeiter-Liste können Sie unter Downloads & Formulare herunterladen.

14.12.2018
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