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Informationen

Das Erlanger Modell für mehr Beschäftigung

Die Stadt Erlangen hat Ende 2004 – gemeinsam mit weiteren 68 Kommunen - den mutigen Schritt gewagt, die Option zu beantragen und die Grundsicherung für Arbeitsuchende in eigener Verantwortung umzusetzen.

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende umfasst

  • Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und
  • Leistungen zur Beendigung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit, insbesondere durch Eingliederung in Arbeit.

Entsprechend dieser Aufgabenteilung wurde in Erlangen das Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) implementiert.

Die Leistungen zum Lebensunterhalt – oder vereinfacht das Arbeitslosengeld II – werden vom Sozialamt der Stadt Erlangen, die Leistungen zur Eingliederung von der GGFA (Gesellschaft zur Förderung der Arbeit Erlangen) AöR erbracht.

Die Sachbearbeiter des Sozialamtes

  • beraten die Bürger über ihre Ansprüche auf Arbeitslosengeld sowie auf andere Sozialleistungen,
  • berechnen die Ansprüche auf das Arbeitslosengeld II und bringen dieses zur Auszahlung
  • entscheiden über Ansprüche auf einmalige Leistungen (z.B. Schulbeihilfe)
  • arbeiten – im Interesse derLeistungsempfänger – eng mit den zuständigen Fallmanagern oder Arbeitsvermittlern bei der GGFA zusammen.

Durch den Aufbau dieser neuen Organisationseinheit, die Entwicklung und Optimierung der Prozessabläufe sowie die gute Vernetzung mit den Mitarbeitern der GGFA war es möglich, die Ziele des SGB II, nämlich die Verminderung bzw. die Beseitigung der Hilfebedürftigkeit in den Fokus der Arbeit zu rücken.

Die GGFA AöR – eine Tochtergesellschaft der Stadt Erlangen - ist der Träger für die SGB II-Integrationsleistungen. Ihr Auftrag ist die Aktivierung und Integration der Langzeitarbeitslosen in Erlangen. Die GGFA versteht sich dabei als Dienstleister für die Alg II-Kunden und für die regionale Wirtschaft und entwickelt passgenaue Angebote in Partnerschaft mit den Unternehmen zur Integration ihrer Kunden in den Arbeitsmarkt. Sie kümmert sich dabei besonders auch um Menschen, für die teilweise individuell zugeschnittene Qualifizierungs- und Aktivierungsprozesse angeboten oder teils ganz spezielle Beschäftigungsangebote auf dem Arbeitsmarkt gesucht werden müssen.

In den über zwanzig Jahren ihres Bestehens hat sich die GGFA zu einem zentralen Akteur der Erlanger Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik entwickelt, der durch die gewachsene gute Kooperation mit der Erlanger Wirtschaft maßgeblich zum Erfolg des Erlanger SGB II-Optionsmodells beiträgt. Seit Jahren besetzt Erlangen unter den 84 deutschen Großstädten einen Spitzenplatz bei der Integration von Langzeitarbeitslosen.

Eine Besonderheit, die zu diesem Erfolg beiträgt, ist ein eigener Betriebsbereich mit bedarfsorientierten und wirtschaftsnah organisierten Beschäftigungsbereichen und Qualifizierungsprojekten, in denen Vermittlungshemmnisse abgebaut und eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt angebahnt werden. Bereits 1988 wurde die Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Arbeit mbH (GGFA) als städtische Tochter gegründet, die seit dieser Zeit einen entscheidenden Beitrag bei der Integration von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt leistet. In den Werkstätten und Schulungsprojekten der GGFA bereiten sich seit über 20 Jahren Menschen in unterschiedlichen Arbeits-, Qualifizierungs- und Betreuungsangeboten auf den Wiedereinstieg in den handwerklich-praktisch orientierten Arbeitsmarkt vor. Zusätzlich bietet die GGFA seit langem Jugendlichen die Möglichkeit zum Erwerb weitergehender fachlicher und sozialer Kompetenzen.

 

23.04.2012
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