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Ökologische Abfallwirtschaft

Abfallvermeidung

Ein weitreichendes, präventives Handeln sollte das Ziel verfolgen, Abfall überhaupt nicht entstehen zu lassen. Entspre­chende Maßnahmen werden unter dem Begriff „Abfallvermeidung“ zusammengefasst. Beispiele:

UNverpackt einkaufen:

  • Beim Einkauf von losen Lebensmitteln z. B. auf dem Markt oder beim Bäcker, sind viele dünne Plastiktütchen überflüssig. Frisches Obst und Gemüse brauchen keine zusätzliche Verpackung, die Schalen sind Verpackung genug.
  • Kaufen Sie frisches Brot (anstatt in Plastik verschweißtem)
  • Bringen Sie eigene Einkaufstaschen, Korb oder Rucksack mit
  • Lehnen Sie das automatische Einpacken an der Kasse ab (Sie haben ja Ihre Tasche dabei)
  • Kaufen Sie regionales, frisches und unverpacktes Obst und Gemüse
  • Bevorzugen Sie die Bedientheke/Frischetheke (vor Eingeschweißtem aus dem Regal)
  • Verzichten Sie beim Einkauf auf dem Markt auf die dünnen Plastiktütchen, packen Sie es in den Korb/ die Leinentasche

        Geben Sie der Plastiktüte einen Korb!

       Mehrweg statt Einweg: auch beim Kaffee zum mitnehmen. Wiederbefüllen ist IN.
       Lassen Sie unterwegs den eigenen Mehrwegbecher wieder befüllen.           
       Viele Geschäfte in vielen Kommunen machen schon mit.     
       In Deutschland werden 2,8 Milliarden Coffee-to-go Becher weggeworfen.

Eigenkompostierung: Organische Abfälle entstehen zwar immer noch, werden jedoch auf dem eigenen Grund­stück in den Kreislauf zurückgeführt, was Transportwege vermeidet (und im übrigen zu einer hervorragenden Trennung führt, denn der Kompost soll ja im eigenen Garten eingesetzt werden).

Kauf und Verwendung langlebiger,  reparaturfreundlicher und solider Produkte. Beispiele finden Sie hier.

Repair-cafe´s gibt es schon in vielen Kommunen, auch in Erlangen. Hier können Sie sich Anleitungen holen wie man das ein oder andere Gerät wieder zum Laufen bringt. Das Repair-cafe Erlangen hat seinen Sitz im E-Werk Kulturzentrum und findet jeden dritten Samstag im Monat statt. Genaue Termine unter www.repaircafe-erlangen.de.

Wiederverwendung von Produkten: Brauchbare Einrichtungsgegenstände, Kleidung u.ä. können weitergege­ben oder weiterverkauft werden (privat, Second-Hand, Sozialkaufhaus).

Windeldienste: Ist ein Säugling im Haus, so wird die Restmülltonne oft vorwiegend von Einwegwindeln gefüllt.
Spezielle Dienstleister bieten die Lieferung, Abholung und das Waschen von Baumwollwindeln an.

Mehrwegsysteme: Ein zu Recht besonders intensiv diskutiertes Abfallproblem ist die Verwendung von Einweg­verpackungen. Häufig können sie vermieden werden, z.B. dadurch, dass Mehrwegverpackungen bevorzugt wer­den.
Für Getränkeverpackungen existieren Ökobilanzen des Umweltbundesamtes. Nach verschiedenen Umweltbe­einträchtigungen differenziert, ergibt sich ein deutlicher Vorteil für Mehrwegsysteme. In dramatischer Weise negativ stellt sich die Ökobilanz für Getränkedosen dar.

Interessante Informationen rund um das Thema Mehrweg finden sich übrigens unter www.mehrweg.org.  Da es manchmal nicht leicht ist, Getränke-Einwegverpackungen von echten Mehrwegsystemen zu unterscheiden, wurde vom Arbeitskreis Mehrweg GbR ein Zeichen entwickelt, dass es jedem Konsumenten ermöglicht, eine Getränkeverpackung sofort als echtes Mehrwegsystem zu erkennen.

Feste ohne Reste: Sie planen ein größeres Fest und haben nicht genügend Geschirr, außerdem wollen Sie nicht so viel spülen? Wir haben die Lösung: Leihgeschirr und Spülmobil. Für wenig Geld viel erreicht.

Papier sparen: Auch wenn Papier zu den Wertstoffen gehört, die recycelt werden, ist es sinnvoll, sparsam damit umzugehen. Denn Papier kann nicht beliebig oft recycelt werden, da bei jedem Recyclingprozess die Fasern kürzer werden. Holz, der Rohstoff für die Papierherstellung, besteht knapp zur Hälfte aus Zellulosefasern. Weitere Bestandteile sind Lignin und Hemizellulose, die wie ein Kitt zwischen den Zellulosefasern liegen. Das Herauslösen der einzelnen Fasern aus dem Holz ist der aufwendigste, energie- und wasserintensivste Schritt der Papierherstellung. Liegen die Fasern einmal vor, können sie bis zu 6 mal wiederverwendet werden. Deshalb besteht neben der Papiereinsparung im konsequenten Recycling von Altpapier der wichtigste Beitrag, um den Holzverbrauch zu senken und den Druck von den Wäldern zu nehmen.

Also: erst denken, dann ausdrucken. Auch der Aufkleber "keine Werbung" auf dem Briefkasten setzt ein Signal. Einen solchen Aufkleber erhalten Sie kostenlos in der Abfallberatung, Schuhstraße 40, Zimmer 420, 421 oder 425

Weitere interessante Informationen zum Thema Papier und Wald finden Sie hinter folgenden Links:

www.foep.info - Forum Ökologie und Papier

www.beschaffung-info.de - Daten, Fakten und Publikationen zur umweltfreundlichen Beschaffung

www.blauer-engel.de - das wichtigste Umweltzeichen für Recyclingpapier

Weitere Tipps mit konkreten Ideen zum Papier sparen in Büro und Haushalt finden Sie hier

 

 

08.11.2017
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Weiterführende Informationen

Einwegverbot

Abfallvermeidung beim Einkaufen

Zur Vermeidung von Abfällen gilt in der Stadt Erlangen bei Veranstaltungen auf öffentlichem Grund das Einwegverbot

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