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Abwasser

Das Klärwerk Erlangen

Klärwerk Erlangen 2009

Im Klärwerk werden die über den Hauptsammler zugeführten Abwässer aus der Stadt Erlangen und den Abwasserpartnern im Umland gereinigt. Dabei wird versucht, die in Fließgewässern oder Seen bei der Selbstreinigung des Wassers von selbst ablaufenden biochemischen Vorgänge in künstlichen Reaktionsräumen und gesteuerten Verfahrensschritten so gut wie möglich nachzubilden.

Das Klärwerk ist entsprechend den Auflagen des wasserrechtlichen Genehmigungsbescheids seit 2008 als einstufig-biologische Anlage ausgebaut; davor wurde das Abwasser in einem 2-stufig biologischen Reinigungsverfahren behandelt.

Zur weiteren Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit wurde in den Folgejahren die mechanische Reinigungsstufe vollständig neu gebaut und die Faulstufe erneuert, und mit der Inbetriebnahme neuer Gasmotoren im Dezember 2016 ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zu einem energieneutralen Klärwerk erreicht worden, der mit dem noch andauernden Neubau der Energiezentrale abgerundet wird.

Seit 2013 werden zudem geeignete Dachflächen von Gebäuden im Klärwerk Zug um Zug mit Solarzellen bestückt, die ergänzend zur energetischen Klärgasnutzung den elektrischen Energiebedarf der Abwasserreinigung decken und die Energieeffizienz der Anlage weiter erhöhen.

Die Bauwerke des Klärwerks umfassen:

  • Becken unterschiedlicher Tiefe, Grundrisse und Materialien,
  • Hochbauten für die Hebe- und Rechenanlage, für die Gasanlage mit Blockheizkraftwerk (Energiezentrale), zur Schlammentwässerung und Brauchwasseraufbereitung sowie als Faultürme und als Dienst- und Laborgebäude mit Garagen,
  • Pumpwerke zur Aufrechterhaltung der Schlammströme in den Leitungen zwischen den unterschiedlichen Reinigungsstufen sowie zur Sicherung des Anlagenbetriebs bei Hochwasser. 

Die Funktionsfähigkeit der gesamten Abwasseranlage setzt das reibungslose Zusammenwirken der einzelnen Anlagenbereiche voraus. Sie erfordert deshalb sowohl beim Bau als auch im Betrieb einen hohen Einsatz an Personal und Finanzen.

 

Prozessleitsystem für das Klärwerk und die Außenstationen im Kanalnetz

Das Zusammenwirken der technischen Einrichtungen erfolgt automatisiert mit Hilfe einer Prozesssteueranlage. Diese erfasst und verarbeitet die Daten und Meldungen der aktuellen Betriebszustände in den verschiedenen Teilen der Gesamtanlage, nimmt Rechner- oder manuelle Befehle entgegen, überträgt diese an die technischen Einrichtungen und protokolliert und archiviert den Zustand der Abwasseranlage für die Nachweisdokumentation.

Parallel dazu besteht ein EDV-gestütztes technisches Dokumentenmanagementsystem für Klärwerk und Kanalnetz-Außenstationen.

 

Beständige Weiterentwicklung

Eingebettet in Rahmenrichtlinien der EU werden sich die Anforderungen an den Gewässerschutz und damit an die Abwasserbehandlung in Erlangen weiter verschärfen. Damit wachsen in den kommenden Jahren auch die Anforderungen an den Entwässerungsbetrieb – im Dienste einer möglichst intakten Umwelt und zum Wohl der Menschen in der Region.

Stand: Juni 2019

13.06.2019
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