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Weiterführende Informationen

Preisträger der Umweltprojekte

Umweltpreis ERlangen 2019 für sieben Projekte

Im Jahr 2019 sind die Hauptpreisträger die Michael-Poeschke-Schule, das Albert-Schweitzer-Gymnasium und die Franconian International School.

Die Michael-Poeschke-Schule hat einen Wald- und Naturgarten angelegt. Das ehemals im Stil der 70er Jahre versiegelte Schulhofgelände wurde von der Schule und vom dortigen Hort HoList mit Unterstützung des Arche-Bauernhofs und der BayWa-Stiftung völlig verändert. Zu Beginn wurden vier Hochbeete, ein Kartoffelacker und eine Beerenhecke angelegt. Drei Gartengruppen richten Schritt für Schritt den Schulgarten ein und werden sich besonders um einen vielfältigen Anbau von Nutzpflanzen kümmern, wobei auch die Eltern einbezogen werden. Weitere Teile des Projektes sind ein Riechgarten in Form einer mit Kräutern bepflanzten Trockenmauer-Schnecke, Schulhühner, ein Insektenhotel und einige Totholzhaufen. All dies wird in Form eines „grünen Klassenzimmers“ auch in den Unterricht integriert.

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium hilft mit dem Projektseminar HEFTig sowohl gestressten Eltern wie der Umwelt. Allen Fünftklässlern wird zu Schuljahresbeginnein Startpaket angeboten, das alle benötigten Hefte, Ringordner, Schnellhefter und Umschläge enthält, die sie zum Schulstart benötigen. Es wird nachhaltig eingekauft, ausschließlich Recyclingpapier, und so weit wie möglich stammen die Artikel aus der Region.

Nach innen und außen wirkt das originelle Kunstprojekt „radically minimal“ der Franconian International School. Es widmet sich den Themen Postwachstumsgesellschaft, Zukunftsfähigkeit und Wiederverwertung. Das Projekt sollte sensibilisieren für die Folgen unseres Lebensstils und für die Unmöglichkeit, ihn dauerhaft fortzuführen. „Zeitreisende“ als Warner wurden im öffentlichen Raum positioniert, zusammen mit einem QR-Code, der auf eine von den SchülerInnen gestaltete Website leitete. Es wurde Slogans entworfen, die sich kritisch mit unserem Konsumverhalten und den daraus entstehenden Umweltproblemen auseinandersetzten, und die dann nachts in der Erlanger Innenstadt mit Hilfe eines mobilen Videoprojektors gezeigt wurden. Schließlich wurde ein mobiler Präsentationsraum für Upcycling-Objekte eingerichtet, die die SchülerInnen aus Wegwerf-Materialien angefertigt hatten.

Vier weitere Projekte wurden ausgezeichnet:

Einen direkten Zugang zur Naturerfahrung schuf die Werner-von-Siemens-Realschule mit ihrem Forscherparcours rund ums Brucker Seela. Erklärvideos, Experimente, Infotafeln, Versuchsdokumente und ein Quiz können Besuchern in Form eines Rundgangs Interesse und Erkenntnisse vermitteln.

Die Grundschule An der Brucker Lache zeigte mit ihrer Projektwoche Nachhaltigkeit, dass jede einzelne Person einen sinnvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Die Aktivitäten umfassten das Bemalen von Stofftaschen, praktisches Upcycling (Musikinstrumente, Geldbeutel und Schalen), die Herstellung ökologischer Pflegeprodukte, die Anlage eines artenreichen Schulgartens, die Herstellung von Insektenhotels aus Konservendosen, das Schöpfen von Papier, die Anfertigung von Samenbomben sowie die Sensibilisierung für den Schutz von Bienen und Fledermäusen.

Die Wirtschaftsschule im Röthelheimpark schuf ein eigenes Fach „Zukunft“.
Externe Moderatorinnen kommen in den Unterricht und schulen die Kinder und Jugendlichen zu Themen wie Plastikmüll, Vermüllung der Ozeane, Luftverschmutzung, Braunkohleausstieg, Rohstoffe für Handys, virtuelles Wasser und der „ökologische Fußabdrucks“.

Der Stamm Asgard des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder zieht in seiner „Baumschule“junge heimische Bäume heran und pflanzt sie dann wieder ein. Speziell im Herbst sollen dazu auf dem Burgberggelände viele Eicheln gesammelt werden, die dann in Töpfen kultiviert werden und schließlich möglichst standortgerecht ihrem Beitrag zur „grünen Stadt“ und zum Klimaschutz leisten.

 

Umweltpreis ERlangen 2018 für drei Projekte

Mobilität ist einer der Bereiche, in denen wir aus ökologischer Sicht noch sehr viel verändern sollten. Gerade im städtischen Bereich gewinnt dabei die Lebensqualität erheblich. Dieses Thema hat die Klasse 3 c der Friedrich-Rückert-Schule (1. Preis) aufgegriffen und vorbildlich durchleuchtet – ausgehend vom „ökologischen Fußabdruck“ und der Frage, was nachhaltiges Handeln im Alltag bedeutet. Umweltfreundliche Verkehrsmittel – Fahrrad und Bus - wurden praxisnah untersucht, bis hin zum Lesen von Busfahrplänen. Die Ergebnisse des Projektes wurden in Faltbüchern festgehalten und auf einem Infostand auf dem Sommerfest präsentiert.

Bereits zum dritten Mal unter den Preisträgern ist die Eichendorff-Mittelschule (2. Preis). Sie gestaltet Zug um Zug ihre Außenanlagen um, mit großem Aufwand und im Rahmen eines pädagogischen Konzeptes, bei dem eine große Linie erkennbar ist. Nach der Schulimkerei und der „essbaren Schule“ wird nun die Umgestaltung eines versiegelten Innenhofes zu einem naturnahen „Bienenhof“ ausgezeichnet.

Der Stamm Asgard des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (3. Preis) macht vieles selbst – vom eigenen Blockhaus bis hin zu einem Baumhaus, Tischen und Gartenmöbeln. Der wichtigste Werkstoff dabei ist Holz, und die Pfadfinder haben einen Weg gefunden, Bäume aus Erlangen auch hier vor Ort zu verarbeiten. Mit einem mobilen Sägewerk aus der näheren Umgebung werden aus den Stämmen Balken, Dielen und Bretter gesägt. Holz ist ein nachhaltiger Rohstoff, der viel zu schade ist zum Verbrennen oder zur Papierherstellung. Die Nutzung von regionalem Holz ist natürlich besonders umweltfreundlich.

Die Bienen-AG der Waldorfschule stellte 2017 zwei Bienenvölker vor. Die Schülerinnen und Schüler lernen eine Menge über die Biologie und die achtsame Haltung von Bienen, aber auch über ihre Bestäubungsleistung und über ihre überragende Bedeutung für alle Blütenpflanzen. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit dem Nahrungsangebot für Bienen und damit mit der Vielfalt der Blütenpflanzen. Dies wird gezielt gefördert durch Pflanzaktionen, die in Zukunft noch weiter ausgebaut werden sollen. Die Bienen-AG wirkt auch durch Führungen und Vorträge.

Das P-Seminar „Ökologischer Garten“ des Albert-Schweitzer-Gymnasiums hat den Innenhof seiner Schule nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltet und dabei großen Wert auf die „richtigen“ (d.h. standortgerechten) Pflanzen gelegt. Das Projekt umfasst auch ein Insektenhotel, eine eigene Kompostierung der Gartenabfälle und die Schaffung einer Zone mit nährstoffarmen Böden, um woanders längst verdrängten Pflanzen Raum zu geben. Der rapide Rückgang der Arten in Mitteleuropa hat eine Hauptursache in der konventionellen Landwirtschaft. Deshalb zählen heute Städte, besonders sog. Gartenstadtgebiete, zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt, und die Schaffung weiterer naturnaher Flächen in der Stadt ist wünschenswert. Das Projekt wird mit einem Preisgeld von 1000 € gewürdigt.

Bei dem Projekt „Essbare Schule“ der Eichendorff-Mittelschule haben 30 Schülerinnen und Schüler der Ganztagsklassen gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma Omicron und dem Arche Bauernhof Erlangen das Schulgelände in Teilen in eine „essbare Schule“ verwandelt. Dabei wurden stachelige, zum Teil exotische Pflanzen durch einheimische Obstbäume und Beerensträucher ersetzt. Die Blüten geben den Schulbienen Nahrung, die Früchte den Schulkindern. Die Schülerinnen und Schüler werden in Form von Arbeitsgemeinschaften in die nachhaltige Pflege der Pflanzen eingeführt und nehmen dabei Verantwortung wahr. Im Laufe der Aktion entstanden auch Bienenkästen, Palettenmöbel, ein neues Gartenhäuschen, zwei mobile Hühnerställe und drei große Spielgeräte.
Der Jury gefielen bei diesem Projekt besonders der Vorbildcharakter und die Einbettung in das Gesamtkonzept der Ganztagsschule, das auch die Imkerei und den Schulgarten umfasst und in Zukunft noch ausgestaltet und erweitert wird. Das Projekt wird mit einem Preisgeld von 1500 € gewürdigt.

Die Klasse 9 d des Marie-Therese-Gymnasiums hat beim Projekt „Energiesparhaus“ zwei wetterfeste Modelle gebaut: Ein klassisches Einfamilienhaus im Stil der 70er Jahre und ein modernes Haus mit Pultdach, Vollwärmeschutz und Fotovoltaikanlage. Als Energieverbraucher werden Glühlampen bzw. LEDs eingesetzt. Die Häuser haben die gleiche Grundfläche und den gleichen umbauten Raum. Die Häuser wurden auf die Dachterrasse des Schulhauses gestellt. Gemessen werden der Verlauf der Temperatur, die Spannung und die Stromstärke, womit der Effekt der Dämmung und der Energieverbrauch sichtbar werden. Die Messungen begannen im Juni, und es wird sicherlich über das Winterhalbjahr besonders interessant.
Das „Energiesparhaus“ des Marie-Therese-Gymnasiums überzeugte die Jury, weil es eine wichtige Thematik beispielhaft darstellt und dadurch für die Akteure wie auch für die gesamte Schule einen beachtlichen Erkenntnisgewinn darstellt. Es wird deshalb mit einem Preisgeld von 1500 € bedacht.

Modell zum Thema Erneuerbare Energie. Stadtwerke.Wasserkraft ist eine tragende Säule der regenerativen Energienutzung. Sie bewährt sich bereits seit einem Jahrhundert und ist nahezu unabhängig von Schwankungen. In Erlangen versorgt sie 2500 Haushalte. Am Wasserkraftwerk Werker wird eine Ausstellungsfläche zum Thema regenerative Energie entstehen, die ein Modell der dort eingebauten Turbinen zeigt. Dieses Modell im Maßstab  1 : 8  wird von den Auszubildenden der Erlanger Stadtwerke selbst angefertigt. Der Jury hat an diesem Projekt gefallen, dass es mit der umweltfreundlichen Nutzung der Wasserkraft ein Zukunftsthema in den Vordergrund rückt, das normalerweise in Erlangen weniger intensiv wahrgenommen wird. Zudem wird ein Ausstellungsort geschaffen, der das Thema der regenativen Energie vor Ort und anschaulich darstellt. Die Erlanger Stadtwerke verzichten auf ein Preisgeld für dieses beispielgebende Projekt.

 

2016 konnten fünf Preisträger eine Auszeichnung entgegennehmen 

Projekt „Stitch up“

Der diesjährige Mädchen-Aktionstag im April stand unter dem Motto „Umwelt und Nachhaltigkeit“, und hierbei ist die Idee entstanden, aus einem Nähworkshop ein (zunächst zweijähriges) Projekt zu entwickeln. „Stitch up“ heißt es, und es bietet Jugendlichen die Möglichkeit, aus abgelegten Kleidungsstücken und Stoffresten neue Dinge herzustellen, wobei der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Entstehen sollen neben Kleidungsstücken auch Taschen, Kissen und was immer den kreativen Jugendlichen vorschwebt. Das Jugendhaus „Black Box“ rückt – gemeinsam mit der Jugendsozialarbeit am Anger – einen Bereich in den Vordergrund, dessen globale Verflechtungen zwar zunehmend diskutiert werden, der aber im täglichen Konsumverhalten immer noch weitgehend unreflektiert wahrgenommen wird. Kleidung ist (auch) ein Umweltthema. Das Projekt „Stitch up“ wurde mit einem Preisgeld von 500 € ausgezeichnet.

Hortus Fridericianus

Wenn das Lernen selbst zu sichtbaren Ergebnissen führt, ist der Bildungsauftrag perfekt erfüllt. Dies zeigen die Schülerinnen und Schüler des Projektseminars „Hortus Fridericianus“ in vorbildlicher Weise. Sie planten und realisierten einen durchdachten Schulgarten, der

  • sowohl eine Ruheoase für die Schülerinnen und Schüler als auch ein Rückzugsort für verschiedene Lebewesen sein soll,
  • eine kleine Anknüpfung an die Sandachse Franken darstellen soll,
  • für den Unterricht genutzt werden soll und
  • zusätzlich auch für den Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden kann.

Das Projektseminar „Hortus Fridericianus“ wird mit einem Preisgeld von 500 € gewürdigt.

Nachbarschaftsgarten Bruck

Am Kulturpunkt Bruck entstand auf einer vorher kaum genutzten Grünfläche ein „Urban Gardening“-Projekt. Etwa 15 Aktive gestalten die Fläche im Sinne einer gemeinschaftlichen Tätigkeit und Verantwortung, beziehen Nachbarn und Flüchtlinge ein und verstehen sich als Teil eines größeren sozialen und ökologischen Netzwerkes. Es werden Gemüse und Obst auf ökologischer Basis angebaut. Neben der kontinuierlichen Gartenarbeit gibt es gemeinsame Aktionen und gesellige Veranstaltungen. Nicht zuletzt aufgrund der Vielfalt der Aktivitäten und der langfristigen Zukunftsperspektive wird der Nachbarschaftsgarten Bruck mit einem Preisgeld von 500 € bedacht.

Schulimkerei der Eichendorffschule

Die Imkerei beeindruckt dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler das Leben und die Bedeutung der Honigbiene kennen lernen und dabei auch eine Menge über Insekten und Pflanzen und über ökologische Zusammenhänge lernen. Lernen durch eigenes Handeln erfolgt intensiver und anschaulicher als im Unterricht. Die praktische Arbeit fördert nicht nur die Sensibilität gegenüber der natürlichen Umwelt, sondern gibt auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und Bestätigung zu erfahren. Nachfolgeprojekte an vielen Schulen im Stadtgebiet sind wünschenswert. Das Projekt wird mit einem Preisgeld von 1500 € ausgezeichnet.

„Grüner Pausenhof“ an der Grundschule Brucker Lache

Die Grundschule an der Brucker Lache und ihre Außenanlagen zeugen von einer Zeit, in der Funktionalität vorgezeigt werden sollte und die Natur eher als störend empfunden wurde. Nach einer Vorarbeit durch die AG Schulgarten hat nun hier das Projekt „Unser Grüner Pausenhof“ angesetzt und das Ambiente grundlegend verändert; es entstanden

  • ein Insektenhotel, das aus Naturmaterialen gebaut wurde: Es soll sowohl Unterschlupf für Insekten bieten wie auch Anschauungsobjekt für die Schulkinder sein.
  • Sitzgelegenheiten, die vor Ort aus Naturholzstämmen und Bretter angefertigt wurden,
  • ein Treffpunkt unter einem Weidenzelt,
  • ein Riechbrunnen, der Kräuter und Gewürze enthält und
  • ein mobiler Hühnerstall, der den Kindern den Umgang mit lebenden Tieren und die Übernahme von Verantwortung näherbringen soll.

Die Vielfalt des Projektes und das beispielgebende Engagement werden mit einem Preisgeld von 2000 € ausgezeichnet.

Fünf Preisträger 2015

Interkultureller Garten Erlangen

Der Interkulturelle Garten widmet sich der Integration von Bürgerinnen und Bürgern mit ausländischen Wurzeln. Das Gärtnern erfolgt nach ökologischen Kriterien. Mit dem Umweltpreis wurde besonders die Zusammenarbeit mit der Mönauschule ausgezeichnet, in deren Folge vier Projekte realisiert wurden:

  • die Entstehung eines japanischen Gartens,
  • ein Foto-Workshop zum Thema „Kulturpflanzen“,
  • das Flechten eines Gartenobjektes mit Naturmaterialien und
  • das Gestalten der Metallskulptur eines Baums mit Früchten.

Der Interkulturelle Garten bietet auch in kleinem Maßstab eine Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen, z.B. gibt es eine Hecke als Unterschlupf und Nahrungsquelle für Kleinlebewesen sowie einen naturnahen Teich. Der Interkulturelle Garten wurde mit einem Preisgeld von 500 € ausgezeichnet.

Waldkindergarten „Mooswichtel“

Das Konzept der Waldkindergärten umfasst etwas, was vielen Kindern heute fremd geworden ist:  Naturerfahrung als selbstverständlichen Bestandteil des täglichen Lebens. Da man nur wertschätzen kann, was man auch kennt, kann die Bedeutung eines frühkindlichen  Umgangs mit der natürlichen Umgebung gar nicht überschätzt werden. Die „Mooswichtel“ haben sich beworben mit einem vielgliedrigen Projekt, das Naturbeobachtung und –erfahrung verbindet. Es umfasst eine „Regenwurmfarm“, Wildtierkunde, Insektenbestimmung, Keschern im Gewässer sowie die Herstellung von Tee, Sirup und anderen Nahrungsmitteln aus selbst gesammeltem Material. Ausgezeichnet mit einem Preisgeld von 500 € hat die Jury aber auch das grundsätzliche Konzept des Waldkindergartens.

Projekt „Foodsharing und Lebensmittelretten in Erlangen“

Die Initiative thematisiert unsere Lebensmittelverschwendung, die Ressourcen kostet und die Umwelt unnötig belastet. Ihr Ausmaß ist schlicht nicht zu verantworten: In Deutschland werden pro Person und Jahr etwa 83 kg Lebensmittel weggeworfen. Die Initiative will die Problematik in das öffentliche Bewusstsein rücken. So werden Konsumenten und der Handel beraten zur Vermeidung von Lebensmittelmüll, es wird ein regelmäßiges „Foodsharing Dinner“ veranstaltet, und im Kulturpunkt Bruck wurde ein „Fairteiler“ eingerichtet, der den direkten Austausch fördert. Der wichtigste Aspekt aus Sicht der Jury ist die Tatsache, dass das Problem öffentlich thematisiert wird und damit bei verantwortungsbewussten Menschen Verhaltensänderungen bewirkt werden. Die Initiative wurde deshalb mit einem Preisgeld von 1000 € bedacht.

Garten-AG der Hermann-Hedenus-Mittelschule

Die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5a und 7a haben in ihrem Gartenprojekt „Ab durch die Hecke“ einen vormals unansehnlichen Bereich des Schulgeländes durch kräftige Arbeit aufgewertet, und der so entstandene neue Schulgarten dient nicht nur zur Zier, sondern auch zur Ernte und ist durch seine Vielfalt ein Lebensraum für viele Insektenarten, aber auch für Vögel und kleine Säugetiere.

Der Jury hat an diesem Projekt gefallen, dass es konkret und praktisch ist und derart beispielhaft, dass ihm ähnliche Nachfolgeprojekte an vielen Schulen im Stadtgebiet zu wünschen sind. Dieses Projekt wurde mit einem Preisgeld von 1000 € ausgezeichnet.

Projekt „Stadtgarten Altstadtmarktpassage Erlangen“

Die Initiative „Erlangen im Wandel“ hinterfragt unser aktuelles Wirtschaftshandeln. Im Vordergrund steht dabei der Verzicht auf die Nutzung fossiler Rohstoffe und ein stärkerer regionaler Austausch von Gütern. Das Urban-Gardening-Projekt in der Altstadtmarktpassage ist ein Teil dieses Ansatzes, der den öffentlichen Raum aufwerten möchte: Von nun an werden Tomaten, Zucchini, Kürbisse, Paprika, Kapuzinerkresse und Zitronenmelisse den Ton angeben. Diese Art von Stadtgarten ist kein abgetrennter Bereich, sondern für alle zugänglich. Jeder darf ernten, jeder darf mitmachen. Das beispielgebende Engagement wurde mit einem Preisgeld von 2000 € ausgezeichnet.

 

Fünf Preisträger 2014:

Der Kurs „biologisch-chemisches Praktikum“ des Christian-Ernst-Gymnasiums

Professionell und langfristig haben die Schülerinnen und Schüler eine wichtige Frage der Stadtökologie bearbeitet. Gerade in dichtbebauter Innenstadtlage ist die Frage nach Nistplätzen für viele Vogelarten elementar, und die Anlage solcher Nistkästen auf dem Schulgelände erfolgte in vorbildlicher Weise. Das Projekt wurde von der Jury mit einer Auszeichnung und einem Preisgeld von 500 € bedacht.

Der Waldkindergarten „Die Pfifferlinge“

Das Konzept der Waldkindergärten umfasst etwas, was heutzutage Mangel geworden ist: Naturerfahrung als selbstverständlichen Bestandteil des täglichen Lebens. Da man nur wertschätzen kann, was man auch kennt, kann die Bedeutung eines frühkindlichen  Umgangs mit der natürlichen Umgebung gar nicht überschätzt werden. Der Waldkindergarten hat sich beworben mit einem vielstufigen Projekt zum Thema „Kartoffeln“. Ausgezeichnet mit einem Preisgeld von 500 € hat die Jury aber nicht nur dieses, sondern auch das Waldkindergarten-Konzept selbst.

Das Projekt „Erlanger Schools go fair“ des Emil-von-Behring-Gymnasiums

Ein bewusster, fairer und ökologischer Konsum gehört zu einem nachhaltigen Verhalten. Bislang wird diese Thematik im schulischen Kontext nur selten bearbeitet. Das Projekt geht mit einer Reihe von Aktionen deutliche Schritte auf dem Weg zur „Fairtrade-Schule“.  Nachhaltig hergestellte Produkte werden angeboten, und als Einstieg wird faire Schulkleidung beschafft. Der Jury hat an diesem Projekt gefallen, dass es konkrete und praktische Handlungen umfasst und derart beispielhaft ist, dass ihm hoffentlich sofort viele Schulen im Stadtgebiet folgen. Die Jury zeichnete dieses Projekt mit einem Preisgeld von 1000 € aus.

Das Projektseminar „Naturlehrpfad Sandlebensräume“ des Gymnasiums Fridericianum

Das Projektseminar zielt auf einen der Schwerpunkte der Naturerfahrung in Erlangen. Die Schülerinnen und Schüler haben über die geologischen und biologischen Grundlagen der hiesigen Sandoberflächen recherchiert. Es hat die Jury stark beeindruckt, wie fundiert und selbständig das Thema bearbeitet wird, und dass es in Form eines kleinen Lehrpfades im Schwabachtal auch in der Öffentlichkeit zum Ausdruck kommt. Das Seminar wurde ebenfalls mit einem Preisgeld von 1000 € ausgezeichnet.  

Das „Repair-Cafe“ Erlangen

Eine der Schattenseiten unseres Konsums ist die Wegwerfmentalität. Viele Gebrauchsgegenstände werden weggeworfen, obwohl dies nicht sinnvoll ist: Die in dem Produkt enthaltenen Ressourcen sollten uns eher zu einer Reparatur veranlassen. Um dies zu propagieren und praktisch in die Tat umzusetzen, hat sich mit dem „Repair Cafe“ eine Initiative gebildet. Dies ist innovativ, ausbaufähig und vorbildhaft. Das beispielgebende Engagement wurde mit einem Preisgeld von 2000 € ausgezeichnet.

Preisträger 2012 ist die Lehrwerkstatt EStW - Die "Uhr" zum Stand der Energiewende in Erlangen.

Wandtafel Energieerzeugung in ErlangenDie Lehrwerkstatt der „Erlanger Stadtwerke AG“ fertigt eine Wandtafel aus Stahl an, die mittels farbiger LED-Anzeige den Anteil und die Art der in Erlangen genutzten regenerativen Energieerzeugung veranschaulicht. Die Tafel, die im Rathaus installiert wird, weist damit auf die Errungenschaften und die Ziele hin. Sie wird in Zukunft eine Art Uhr darstellen zum Stand der Energiewende in Erlangen.

Der Jury hat an diesem Projekt gefallen, dass hier - in bestätigender oder auch mahnender Weise - vor Augen geführt wird, inwieweit die Stadt Erlangen Energie umweltfreundlich erzeugt.


Der Preis 2011 wurde an ErlangenTreeView - Stadtbäume erkunden - vergeben

Sie möchten etwas über Erlanger Stadtbäume erfahren? Die Erlanger Jugendfarm und Schülerinnen und Schüler der Montessori-Schule haben das Projekt ErlangenTreeView ins Leben gerufen. Hier bekommen Sie Anregungen und Informationen. Wir laden zu Baumexkursionen und einer Baumrallye ein.  Aktuell sind 24 Baumstandorte mit 17 verschiedenen Baumarten erfasst. Haben Sie einen besonderen "Baum-Vorschlag" für die Erweiterung der TreeView-Version? info@jugendfarm-er.de

Preisträger 2010 wurde Modelabel "Kolibri". Gebrauchte Kleidung - ganz neu

Das Modelabel Kolibri mit seinen beiden Initiatorinnen Claudia Schnupp und Carolin Hofer thematisiert unseren Umgang mit Textilien. Deren Produktionsweisen stehen häufig in Widerspruch zu ökologischen und sozialen Standards; ein Recycling von Kleidung wirkt dem entgegen und macht globale Entwicklungen bewusst. Gebrauchte Kleidung wird umgenäht und mit Siebdruck bedruckt; so wird jedes Kleidungsstück zum Unikat. An „Kolibri“ beeindruckte die Jury vor allem, dass hier ein noch weitgehend unbeachteter Aspekt umweltfreundlichen Wirtschaftens ins Blickfeld gerät. Darüber hinaus ist es ein Projekt, das vollkommen eigenständig von den Schülerinnen entwickelt und umgesetzt wird. www.kolibri-mode.de,

Preisträger 2010 ist die Staatliche Berufschule Erlangen - Schülerinnen und Schüler als Lehrende

Die Staatliche Berufsschule Erlangen hat mit ihren „Umweltwochen“ neue Wege beschritten. Mit ihrer Neugestaltung dieses Projektes werden Schülerinnen und Schüler zu Wissensvermittlern. Zu den Themen

  • Ökologische Abfallwirtschaft,
  • Mobilfunk,
  • Wasser und Boden,
  • Luft,
  • Klima und Energie,
  • Naturschutz und
  • Lärm

wurden – nach einem fachlichen Einführungsvortrag durch das Umweltamt - jeweils von einer Klasse Unterrichtsmaterialien erarbeitet; das erarbeitete Wissen wurde anschließend an andere Klassen der Berufsschule weitergetragen – durch Ausstellungen, Referate und Unterricht. Am Projekt der „Umweltwochen“ fand die Jury besonders den Wechsel der Perspektive bemerkenswert: Schülerinnen und Schüler wirken als Lehrende und bringen somit ein hohes Engagement und erarbeitetes Wissen ein, und die Aufmerksamkeit und Breitenwirkung innerhalb der Schule ist enorm.

2009 ging der Preis an den Arbeitskreis Jugend-Umwelt-Zukunft-Erlangen. "Untätigkeit ist keine Lösung" - Handeln ist gefragt.

Die Bewerbung des „Arbeitskreises Jugend – Umwelt – Zukunft – Erlangen“ besticht durch ihre thematische Breite und Vielfalt. Überzeugt hat die Jury vor allem, dass durch konkretes Handeln Einstellungen und Konsumgewohnheiten hinterfragt, und letztlich durch Ressourcenschonung das Klima, die Luft, das Wasser und den Boden geschützt werden. Die Projekte umfassen:

  • „Untätigkeit ist auch keine Lösung“: Ausstellung zur Umwelteinstellung und Umweltsensibilität;
  • „Umsonst-Laden“: dauerhafte Verschenk- und Tauschmöglichkeit;
  • „Made by me“: regelmäßige Workshops zur Herstellung von Kleidung;
  • „Artgerechte Tierhaltung“: Dokumentation über artgerechte und konventionelle Tierhaltung, Aktion mit eigenen Hühnern in der Innenstadt;
  • „Umwelt-Sommer-Camp“: Zeltlager mit Workshops zu Solarkochern, Windrad, Energiesparen, gesunder Ernährung, ökologischen Baustoffen, Fahrrädern und Anhängern; „Es geht auch ohne Sonntagsbraten“: Ausstellung und Straßentheater zum Fleischkonsum unter ökologischen, ethischen und gesundheitlichem Blickwinkel;
  • „Unsere samtige Kleidung und ihr steiniger Weg“: Ausstellung zur Herstellung von Textilien;
  • „Ansichten, Verantwortungsbewusstsein und Aktivismus im Umweltschutz“: Workshop zur Ethik und Motivation;
  • Buchausstellung zum Umweltschutz
02.09.2019
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