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Aktuelles

Top bei ADFC-Fahrradklimatest

Erlangen ist beim Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) mit dem 2. Platz in der Kategorie „Spitzenreiter“ der Größenklasse 100.000 bis 200.000 Einwohner ausgezeichnet worden und verteidigt damit seinen Titel von 2018. Am Dienstagvormittag ist in Berlin das Ergebnis offiziell bekanntgegeben worden. Oberbürgermeister Florian Janik wohnte der virtuellen Auszeichnungsveranstaltung bei. Die Urkunde überreichten vor dem Bildschirm Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg. Mit im Rennen waren die Städte Göttingen (1. Platz) und Heidelberg (3. Platz). Bayernweit kann Erlangen seine Spitzenposition halten. Bereits 2018 lag die Universitätsstadt auf dem ersten Platz im bayerischen Fahrradklima-Ranking.

„Das Fahrrad ist das klimafreundliche Verkehrsmittel der Zukunft. Die Erlangerinnen und Erlanger wissen: Radfahren ist vernünftig und macht zudem Spaß. Unsere Ergebnisse sind eine tolle Bestätigung dafür, was schon erreicht ist. Und sie sind ein Ansporn, an den kritischen Stellen nachzuarbeiten und noch besser zu werden. Mit dem kürzlich beschlossenen ‚Zukunftsplan Fahrradstadt` haben wir uns auf den Weg gemacht“, kommentierten Oberbürgermeister Florian Janik und Baureferent Josef Weber die Platzierung. 79 Prozent der Befragten macht das Radfahren in Erlangen Spaß. 93 Prozent geben an, dass in ihrer Stadt Jung und Alt radeln. Drei Viertel (75 Prozent) fühlen sich beim Radfahren als Verkehrsteilnehmer akzeptiert und 73 Prozent der Radfahrenden sagen, dass in Erlangen fürs Radfahren geworben wird. 65 Prozent der Befragten berichten, dass sie sich beim Radfahren in Erlangen sicher fühlen und 50 Prozent geben an, dass auch junge und ältere Menschen auf den örtlichen Radwegen sicher fahren können. 60 Prozent meinen, dass es selten Konflikte mit Fußgängern gibt und knapp die Hälfte (49 Prozent) begegnet auf den Radwegen in Erlangen keinen Hindernissen.

Mit einer Gesamtnote von 3,3 ist jedoch auch in Erlangen noch Luft nach oben, was den Radverkehr betrifft. 57 Prozent der Radfahrenden sagen, es gibt häufig Konflikte mit Autofahrern, 67 Prozent bemängeln fehlende Kontrollen von Falschparkern auf Radwegen. Zudem finden 60 Prozent der Radler die Wege zu schmal. Bei den Ampelschaltungen sagen 64 Prozent, dass sie nicht auf Radfahrende abgestimmt sind 62 Prozent sind unzufrieden mit den Radwegeführungen an Baustellen, wo sie meistens zum Absteigen und Schieben gezwungen werden.Rund die Hälfte der Befragten (49 Prozent) gibt an, dass es in der Corona Zeit in Erlangen keine handfesten Signale für mehr Fahrradfreundlichkeit gegeben hat. Gleichzeitig hat die Bedeutung des Fahrrades nach Meinung von 61 Prozent während der Pandemie zugenommen.

„Dass die Verwaltung und die Stadtpolitik die aktuelle und zukünftige Bedeutung des Radverkehrs klar erkannt haben, zeigt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Radentscheid Erlangen“, meint Klaus Helgert vom ADFC Erlangen. „Es ist für uns alle eine große Chance, dass mit dem im Februar im Stadtrat verabschiedeten Zukunftsplan Fahrradstadt Erlangen“ nun klar die Weichen für mehr Fahrrad gesetzt wurden“, sagte er.

Im Februar hat der Stadtrat den Zukunftsplan Fahrradstadt beschlossen. Bis 2024 sollen die personellen Ressourcen für den Radverkehr deutlich ausgebaut, deutlich mehr Radabstellanlagen gebaut, die Lastenrad-Flotte für die kostenlose Nutzung soll erweitert werden und bis 2022 zwei Fahrradstraßen pro Jahr umgesetzt werden.

 

19.03.2021
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