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Weitere Informationen zur Entstehung und Planung

Der Rahmenplan

Auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses des städtebaulichen Ideenwettbewerbs wurde am 27.03.1996 der Rahmenplan für den Röthelheimpark durch den Stadtrat beschlossen. Seither stellt er als sogenannte informelle Planung die Grundlage für alle weiteren Planungen im neuen Stadtteil dar.

Vorausgegangen waren zahlreiche Anregungen aus der Politik, den einzelnen Fachbereichen sowie der Bürgerschaft. Dabei war die behutsame Anpassung des Wettbewerbsentwurfes ein Prozess, in den ebenfalls eine Breite Öffentlichkeit mit einbezogen wurde.

Angeregt durch die Empfehlungen des Preisgerichtes, durch Anträge aus der Bürgerversammlung, Empfehlungen des Naturschutzbeirates, Vorschläge der AG sozialverträgliche Stadtplanung Röthelheimpark sowie durch Ergebnisse von diversen Abstimmungsgesprächen mit der Projektgruppe Röthelheimpark, mit städtischen Ämtern sowie dem Universitätsbauamt wurde das Planungsgebiet überarbeitet. Das Wettbewerbsergebnis blieb dabei in seiner Grundstruktur erhalten, konnte darüber hinaus jedoch wesentlich verbessert werden. Die im Wettbewerb angebotene Baustruktur wurde im Wesentlichen beibehalten. Die Blockränder der Wohngebiete wurden in der Höhenentwicklung reduziert (auf 12,0 m) um die Nutzungsvariabilität der Blockinnenzonen zu erhöhen. Ebenso wurden die zwölfgeschossigen Punkthäuser am Westrand der zentralen Grünzone auf angemessene fünf Geschosse herabgesetzt, die für die gewünschte Rhythmisierung der Kante des Stadtbaufeldes ausreichen. Die Vorgaben bei Wettbewerbsauslobung sahen einen neuen Stadtteil für ca. 9.000 Einwohner vor. Aufgrund der Regionalenentwicklung, der sozialräumlichen Entwicklung innerhalb der Stadt und der statistischen Daten für die Stadtentwicklung Erlangen wurde die Einwohnerzahl reduziert. Zum heutigen Stand wird eine Einwohnerzahl von ca. 5.000 neuen Einwohnern prognostiziert.

Urbanes innenstadtnahes Wohnen in familien- und kinderfreundlichem Umfeld mit kurzen Wegen zu Grünbereichen, Infrastrukturen und Arbeitsplätzen ist das Ziel der Planung gewesen. Es ist eine klare Gliederung der öffentlichen Räume zu halb privaten und privaten Flächen entstanden. Fast allen Gebäuden können Gärten oder „grüne Zimmer“ zugeordnet werden. 

Rahmenpläne 1996 und 2011

Es sind autofreie Stadtquartiere entstanden, ohne jedoch dass diese Quartiere ihren urbanen Charakter verloren haben. Die individuelle Anfahrbarkeit der einzelnen Gebäude blieb weitgehend erhalten, wobei die Parkierung teilweise oberirdisch an die Ränder der jeweiligen Quartiere gelegt wurde teilweise in den Tiefgaragen der Geschosswohnungsbauvorhaben der Blockrandbebauung vorgesehen wurde.

Entlang der Erschließungsstraßen sind drei- bis viergeschossige Wohnungsbauten bzw. gewerbliche Einheiten entstanden. Im Innern der Quartiere wurden zwischen zwei- und dreigeschossige Reihen- oder Stadthausbebauungen errichtet. Somit konnte eine Vielzahl von Wohnformen vom Geschosswohnungsbau bis zur verdichteten Einfamilienhausbebauung ermöglicht werden. Für die Mischgebietsflächen entlang der Allee am Röthelheimpark wurden grundsätzlich dieselben Höhenvorgaben gemacht.

Die vorhandene Nutzungsmischung aus Wohnen einschließlich der dazugehörigen Gemeinbedarfseinrichtungen, Gewerbe, Büros sowie Dienstleistungen, Handel und Einrichtungen der Universität, tragen mit zu einem lebendigen und städtisch geprägten Stadtquartier bei und entsprechen der Idee der kompakten Stadt.

Der Rahmenplan für die bauliche Entwicklung des neuen Stadtteiles Röthelheimpark, basiert auf einem homogenen Stadtgrundriss, der die städtebauliche Grundidee und die Elemente der barocken Planstadt der historischen Innenstadt Erlangens mit einer dem Stadtteil angemessenen und den Städtebau gliedernden Freiraum- und Landschaftskonzept verbindet. Der Stadtgrundriss wird geprägt durch eine traditionell geometrische Struktur der Erschließung und Bebauung und durch die klar strukturierten Bauquartiere mit Betonung der Straßenrandbebauung. Wesentliches Merkmal der städtebaulichen Gliederung im Röthelheimpark ist eine ausgeprägte Nord-Süd-Grünachse, räumlich begleitet von einer ausdrucksstarken Allee als Wege- und Sichtverbindung. Die geplanten Neubauten der Universität im Süden sollen städtebaulich deutlich aus dem Waldbereich heraustreten. 

Die Grünachse weitet sich nach Süden flächig und räumlich wirksam aus. Sie integriert damit die ost-/westorientierte Biotopschutzzone in das landschaftliche Gesamtkonzept. Am Beginn der grünen Achse steht als urbane Mitte des neuen Stadtteiles der zentrale Bereich mit einem Stadtplatz an der Allee am Röthelheimpark. Die der grünen Achse östlich und westlich angegliederten Wohnbereiche partizipieren an ihrer „grünen Flanke“ unmittelbar von den sich daraus ergebenden Freiraum-, Nutzungs- und Erholungsqualitäten.

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