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Weitere Informationen zur Entstehung und Planung

Städtebaulicher Ideenwettbewerb

Am 01.09.1994 wurde für das Gesamtgelände der ehemaligen Kaserne ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgelobt, an dem sich 104 Architekten und Stadtplaner beteiligten. Das in der Preisgerichtssitzung am 17.03.1995 ausgezeichnete Konzept der Münchner Arbeitsgemeinschaft Ottow, Bachmann, Marx, Brechensbauer, Kluska und Burgstaller (1. Preiträger) wurde Grundlage für die weitere Planung.

Der nachfolgende Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll bewertet die wesentlichen Merkmale der damaligen Planung.

„Der Entwurf baut in seinem städtebaulichen Grundriß auf den Strukturen und Maßstäben der gewachsenen Stadt auf und entwickelt daraus folgerichtig das funktionale System des neuen Stadtteils. In überzeugender Weise wird zugleich Bezug genommen auf den denkmalgeschützten Bereich der Garnisonsgebäude, deren räumliche und atmosphärische Qualität das bauliche Grundmuster der neuen Quartiere übertragen wird. Der neue Stadtteil erhält Gliederung und Orientierung durch die Struktur der öffentlichen Räume und Freiflächen. Vom Stadtplatz ausgehend öffnet sich ein großzügiger Freiraum, der durch abnehmende Nutzungsintensitäten und zunehmende Naturnähe gekennzeichnet ist. Von hier ausgehend ist der Grünzug durch abnehmende Nutzungspriorität und zunehmende Naturnähe gekennzeichnet. Die Randeinfassung dieses Grünzugs durch öffentliche Einrichtungen bzw. maßvoll hohe Punkthäuser ist funktional und stadträumlich gut. Die Freiräume insgesamt sind in ihren räumlichen Zusammenhängen und insbesondere in der Verbindung zum Reichswald richtig. Ihre Gestaltung reagiert sensibel auf die naturräumliche Situation und bildet abwechslungsreiche Erlebnismöglichkeiten. Die einzelnen Felder der Wohnquartiere zeichnen sich durch ein qualitätsvolles und sehr differenziertes Angebot an Wohnungen aus. Es gelingt einen hohen Anteil von privaten Gärten zuzuordnen und zugleich auch durch quartiersbezogene Zuordnung von halb-öffentlichen und öffentlichen Räumen eine gute Orientierung herzustellen. Die Erschließung des Gesamtbereichs ist funktional richtig gelöst, die Anbindung an das städtische Netz gewährleistet eine vernünftige Verteilung der Verkehrsströme. Die innere Erschließung über Schleifen mit innenliegenden Tiefgaragen ermöglicht außergewöhnlich großzügige, vom Autoverkehr freie Quartiere, ohne dass unzumutbare Fußwegelängen entstehen. Der Umgang mit dem Bestand ist prinzipiell richtig. Der stufenweise Ausbau ist gut möglich. Insgesamt stellt die Arbeit einen interessanten und auch in der sorgfältigen Bearbeitung überzeugenden Beitrag zur Lösung der Aufgabe.“

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