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Weitere Informationen zur Entstehung und Planung

Der Stadtteil

Der Röthelheimpark ist ein neu gebildeter Stadtteil. Statistisch handelt es sich um den Bezirk 33 der Stadt Erlangen. Der statistische Stadtteil erstreckt sich im Osten bis zur Kurt-Schumacher- Straße, im Westen bis zur Hartmannstraße, im Norden bis zur Drausnickstraße und im Süden bis an den Röthelheimgraben.

Diese Fläche ist nahezu identisch mit dem in dieser Veröffentlichung beschriebenen neuenStadtteil Röthelheimpark. Dessen Fläche erstreckt sich nach Norden bis zur Artilleriestraße. Der Streifen zwischen Drausnickstraße und Artilleriestraße war bereits vor 1994 besiedelt.

Die Fläche des neuen Stadtteils wiederum unterteilt sich in mehrere Bereiche. Am 16.02.1998 wurde der Erwerb der Hauptfläche – dem sogenannten Neuordnungsgebiet - durch die Beurkundung der Ausübung des städtischen Vorkaufsrechtes zum Erwerb der Konversionsliegenschaft abgeschlossen. Insgesamt weist der neue Stadtteil Röthelheimpark eine Fläche von rund 151 Hektar auf, welche grundsätzlich neu entwickelt und neu beplant werden musste.

Zunächst wurde die gesamte neue Stadtteilfläche bewertet. Dies bedeutete unter anderem alle baulichen Anlagen, die Infrastruktur (oberirdisch wie auch unterirdisch) die naturräumlichen Gegebenheiten und natürlich auch die möglichen Bodenbelastungen.

Die gesamte Fläche wurde auf Altlasten und Munitionsreste untersucht. Insgesamt wurden an über 180 Standorten Verdachtsflächen festgestellt. Auf Grundlage dieser Untersuchungen wurden genauere Altlastenuntersuchungen veranlasst und die vorhandenen Altlastenstandorte fachgerecht saniert. Ferner wurden vor Entwicklung der einzelnen Baufelder jeweils rasterförmige Probegrabungen vorgenommen und die dort zusätzlich vorgefundenen Altlasten ebenfalls saniert. Schließlich wurden auch im Rahmen der Umsetzung der Bebauung die Baustellen regelmäßig beobachtet und - sofern der Fall - hier ebenfalls vorhandene Altlasten saniert. Heute kann der neue Stadtteil Röthelheimpark als vollständig saniert bezeichnet werden.

Die vorhandene oberirdische und unterirdische Infrastruktur wurde in weitenTeilen als nicht erhaltenswert eingestuft. Die technische Infrastruktur wurde vollständig neu errichtet. Insbesondere im Bereich der Energieversorgung wurde auf eine Versorgung mit hohem Effizienzgrad Wert gelegt. So wurde der gesamte Stadtteil an das Wärmenetz aus der städtischen Kraft- Wärme-Erzeugung angeschlossen - also mit Fernwärme versorgt. Um möglichst vielen Bewohnern eine günstige Versorgung zu ermöglichen, wurde hier ein verpflichtender Anschluss per Grunddienstbarkeit festgelegt.

Im Bereich der Einzelgebäude wurde jedes Gebäude untersucht und abgewogen, ob eine vertretbare Anpassung an moderne Bedürfnisse möglich war oder nur ein Abbruch in Frage kommen konnte. Zahlreiche Einzelgebäude konnten so erhalten werden.

Im Bereich der Bewertung der naturräumlichen Begebenheiten wurde der neue Stadtteil ebenfalls untersucht und bewertet. Dabei wurde festgestellt, dass sich insbesondere im Bereich der ehemaligen Übungsflächen im südlichen Teil eine einzigartige Fauna und Flora entwickelt hatte. Die Bewertung führte schließlich zur Ausweisung des heutigen Naturschutzgebietes „Exerzierplatz“.

Durch die intensive Begutachtung der freigewordenen Flächen, konnten die Grundlagen für die Vorbereitung des städtebaulichen Ideenwettbewerbs erarbeitet werden.

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