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Naturschutz im Röthelheimpark

Als die US-Army im Juli 1994 Erlangen verließ, blieb nicht nur das 136 Hektar große, vielfältig nutzbare Exerzierplatz-Areal zurück, sondern auch ein bayernweit bedeutsames Biotop. Am 14. März 2001 wurde das 25 Hektar große Naturschutzgebiet im Röthelheimpark offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Vor allem haupt- und ehrenamtliche Naturschützer hatten sich früh für den Erhalt des Biotops eingesetzt. Bereits 1992 hat auch schon das Bayerische Umweltministerium in seinem Arten- und Biotopschutzprogramm die hohe Qualität der heideähnlichen Sandfläche am Rand des Reichswaldes herausgestellt und dessen naturschutzrechtliche Sicherung langfristig als notwendig erachtet.

Als Anfang 1998 der städtische Umweltausschuss dann für die Ausweisung des Naturschutzgebietes votierte, ist man einer Initiative Erlanger Umweltschützer gefolgt. Im Herbst 2001 trat dann die Verordnung zu Ausweisung des Biotops als Naturschutzgebiet in Kraft.

Das kleine Öko-Paradies auf dem alten Exerzierplatzgelände ist auch wesentlicher Bestandteil des größten Bayerischen Naturschutzprojektes, der „Sand - Achse Franken“, mit dem so genannte Sandlebensräume zwischen Weißenburg und Bamberg miteinander verbunden werden sollen. Das Naturschutzgebiet beherbergt über 380 Pflanzenarten – Moose und Flechten nicht einmal mitgezählt - 172 verschiedene Käfer, 40 Vogelarten, 19 Typen von Heuschrecken und nicht zu vergessen eine Reihe seltener Eidechsen und Kröten. Am 14.03.2002 erfolgte die Einweihung des Natur- und Umweltpavillons am Silbergrasweg, welcher als Ziel hat, das Naturschutzprojekt einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen.

Info-Pavillon im Naturschutzgebiet

Natur- und Artenschutz im Röthelheimpark
Während der Entwicklungsphase und auch heute liegen im Bereich Natur- und Artenschutz Herausforderungen für die Stadtplanung. Für jede Fläche, welche versiegelt und bebaut wird, muss ein angemessener Ausgleich geschaffen werden. Diese sogenannte Bilanzierung des Eingriffs und des erforderlichen Ausgleichs wurde auch im Röthelheimpark vorgenommen.

Für den gesamten Stadtteil Röthelheimpark wurde im Zuge der Neuentwicklung eine Gesamtbilanz erstellt. So wurde zum Beispiel der hohe Versiegelungsgrad der Militärflächen berechnet. Diese wurden nahezu vollständig abgebrochen und entsorgt (z.B. Panzerhallen mit Parkplatz). Durch die Beseitigung der stark versiegelten Flächen und die Bebauung mit überwiegend durchgrünten Wohnquartieren sowie die Anlage großzügiger Freiflächen konnte eine positive Eingriffs- und Ausgleichsbilanz gezogen werden.

Es ist durch die Gärten und Alleen und den Erhalt des Naturschutzgebietes ein stark durchgrünter Stadtteil entstanden.

Auch im Bereich des Artenschutzes wurden Maßnahmen umgesetzt. Durch den Erhalt und die Pflege besonders bedrohter Tierarten im Naturschutzgebiet kommt es regelmäßig vor, dass auch geschützte Tierarten innerhalb des Stadtteils aufzufinden sind. Hier wurden in der Vergangenheit Umsiedelungsmaßnahmen durchgeführt (z.B. 2009 und 2010 für die geschützte Kreuzkröte) und es wurden Maßnahmen zur Verbesserungen der Lebensbereiche dieser Tierarten innerhalb des Naturschutzgebiets durchgeführt.

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