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Weitere Informationen zum Wohnen im Röthelheimpark

Siedlungsmodell Erlangen

Im Rahmen des Programms „Offensive Zukunft Bayern“ wurde Erlangen als eines von 12 Projekten in Bayern 1995 von der Obersten Baubehörde Bayerns ausgewählt. Auf dem 130 Hektar großen Areal der ehemaligen Ferris-Barracks in Erlangen wurde auf einer Teilfläche von ca. 6 Hektar ein neuer, innenstadtnaher Stadtteil errichtet. Der Rahmenplan für den Röthelheimpark bildet dabei die Grundlage auf dessen Basis am 06.11.1995 ein Architektenwettbewerb als städtebaulicher Realisierungswettbewerb ausgelobt wurde. Als städtebauliches Konzept wurde der Entwurf des Architekturbüros A2 Fischer-Koronowski-Lautner-Roth aus Freising zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Berger zur Umsetzung empfohlen. Die Siedlung wurde in drei Bauabschnitten durch verschiedene Architekten umgesetzt. Insgesamt wurden rund 250 Wohnungen nach einer weitgehend autofreien Konzeption realisiert.

Parkierung im Siedlungsmodell

„Der Entwurfsgedanke der Gesamtanlage entwickelt sich aus der Vorstellung von der Unterbringung des ruhenden Verkehrs in zwei Parkhäusern. Eine Maßnahme, die auf der einen Seite bis auf die Busquerung vollständig fahrverkehrsfreie Wohnquartiere entstehen lassen, auf der anderen Seite höhere wirtschaftliche Aufwendungen erwarten lassen. Die Vorgaben des städtebaulichen Rahmenplans werden mit einer kammartigen Struktur in großen Zügen aufgenommen und mit der nach Süden und Osten offenen Gebäude- und Freiraumstrukturierung weiterentwickelt. Die Überspielung der Blockstruktur der Vorgabe im Westen ist folgerichtig. Die turmartigen Vorbauten an der Sophienstraße (Anm. Red. heute Luise-Kiesselbach-Straße) strukturieren sehr einfach und mit guter Nutzungszuordnung den langgestreckten Baukörper und markieren die Zugänge zu den einzelnen Quartieren. Die Idee von Quartierplätzen mit jeweils zugeordneten Gemeinschaftseinrichtungen überzeugt, ist jedoch im Gegensatz zu den jeweiligen Freibereichen im Süden der Quartiere, die gleichzeitig eine Verbindung zu den Freibereichen der Housing Area darstellen leider nicht ganz vollständig durchgehalten. Die Anordnung der Kindertagesstätte im Süden des gemeinsamen Grünbereichs ist denkbar, ist in der abriegelnden Ausformung jedoch nicht verständlich. Lage und Zuordnung der unterschiedlichen Wohntypen überzeugen insgesamt. Die Grundrisse vermitteln gute Wohnqualitäten, der größte Reihenhaustyp erscheint mit über 150 m² sehr groß, eine Reduzierung des Anteils ist jedoch möglich. Eine barrierefreie Erschließung ist nur für Erdgeschosswohnungen möglich.

In der Arbeit werden bekannte Möglichkeiten geschickt und optimiert eingesetzt. Die Beiträge zur Ökologie sind im Wesentlichen stimmig:

  • Autofreies Quartier, zentrale platzsparende Parkierung (erweiterbar bzw. rückbaubar, da keine Tiefgarage),
  • Lärmschutz gegenüber der Hartmannstraße (allerdings Zufahrtsverkehr entlang der verlängerten Sophienstraße der sich auch auf das nördlich angrenzende Wohnquartier auswirkt),
  • Regenwasserversickerung,
  • Das Beispielgebäude ist einigermaßen kompakt, der vorgesehene Wärmeschutz scheint knapp ausreichend zu sein,
  • Da die Versorgung mit Fernwärme vorgesehen ist, sind unter Kostengesichtspunkten Maßnahmen zur weitergehend passiven Sonnenenergienutzung nicht notwendig und zunächst auch nicht vorgesehen.

Kennzeichen: autofreies „freundliches“ Quartier.“ (Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll vom 19.04.1996).

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