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Informationen zu den einzelnen Baufeldern

Wohnquartier Marie-Curie-Straße

Das Wohnquartier ist Teil des Mischgebietes „Marie-Curie-Straße“, in welchem zum einen die planungsrechtliche Entwicklung eines neuen, gestalterisch hochwertigen Quartiers ermöglicht wird, das den heutigen Wohnansprüchen und der Nachfrage an Miet- und Eigentumswohnungen in zentrumsnaher Lage gerecht wird, zum anderen die Bereitstellung von Entwicklungsflächen für wohnortnahes nicht störendem Gewerbe ermöglicht. Der Wohnbereich ist Ergebnis eines 2008 gemeinsam von der Siemens Wohnbaugesellschaft und Sontowski und Partner ausgelobten und durchgeführten Wettbewerbs unter Beteiligung der Stadt Erlangen. Zugelassen waren 25 Teilnehmer, von denen 11 ausdrücklich eingeladen wurden. Es wurden 15 Arbeiten abgegeben. Als preisgekrönter Entwurf wurde das Konzept des Büro Wöhr Heugenhauser Architekten aus München als Grundlage für dieses Quartier herangezogen. In diesem Bereichwerden rund 80 Miet- und Eigentumswohnungen, ein Auszubildendenwohnheim sowie eine Wohnanlage für Senioren errichtet.

Animation Baufeld Marie-Curie-Straße

Das Quartier gliedert sich in fünf gut ablesbare Baublöcke. Die beiden nördlich gelegenen Baublöcke enthalten Sonderwohnformen wie Senioren- und Azubiwohnanlage, die drei südlich gelegenen Baublöcke werden aus Eigentums- und Mietwohnungsbauten gebildet. Das sogenannte „Stadtquartier“ bildet als einzige Bauherrengemeinschaft im Röthelheimpark den Abschluss eines südlich gelegenen Grünbereichs, zu dem sich alle Wohngebäude orientieren. Diese Grünfläche wird künftig einen Quartiersplatz und Spielflächen aufweisen.

„ Die Blockrandbebauung entlang der Marie-Curie-Strasse löst sich im Nordwesten auf, nachvollziehbar aufgrund der dort vorgeschlagenen Situierung der Sonderform Azubi-Wohnheim. Gestalt und Form der vorgeschlagenen Baukörper folgen der unterschiedlichen Nutzung und führen in ihrer Situierung zu einer einfachen Grundstücksteilung. Die verkehrliche wie auch fußläufige Erschließung der einzelnen Bauten ist sinnvoll angelegt. Besonders hervorzuheben ist die diagonale Durchwegungsmöglichkeit durch die grosszügigen Innenhöfe der Wohnungsbauten. Diese sorgt für eine innere Offenheit des gesamten Quartiers, ohne die Wohnqualität zu beeinträchtigen. Die Adressbildung der einzelnen Baublöcke ist eindeutig und differenziert ausgebildet.

Wettbewerbsplan Marie-Curie-Straße

Die Grundrissgestaltung aller Wohngebäude ist abwechslungsreich auf die jeweilige Lage im Baukörper ausgerichtet. Die Wohnungen sind überwiegend als fließende Raumfolgen konzipiert bei zumeist erreichter Aufteilung in Schlaf- und Wohnbereiche. Positiv hervorzuheben ist die Integration der Wohnungsfreiflächen als Loggien in das Volumen der Baukörper. Die Gestalt der Baukörper ist wohltuend beruhigt, wobei auch die Differenzierung des Azubi- Wohnheims gegenüber den Wohnbauten gelungen ist. Der einfache konstruktive Aufbau der Wohngebäude in Massivbauweise ist nachvollziehbar dargestellt und lässt eine wirtschaftliche Bauweise erwarten. Die konstruktive Ausformulierung im Bereich der großzügigen Öffnungen in den beiden Mietwohnungsbauten ist nicht ersichtlich. Ebenso bleiben Fragen beim Azubiwohnheim offen, dessen Darstellung in der Ansicht mit auskragenden Deckenplatten und zwischenliegenden raumhohen Fassadenelementen im Grundriss nicht ablesbar ist. Die Kompaktheit der Baukörper in Verbindung mit zumeist guten Belichtungs- und Belüftungsmöglichkeiten und dem Angebot der Solarnutzung lässt energetisch günstig zu bewertende Gebäude erwarten, ohne weiterführende Sonderwege einzuschlagen.

Eine insgesamt ausgewogene Arbeit mit einem differenzierten Freiflächenangebot, die das Grundstück angemessen belegt.“

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll

 

Gesamtfläche – 2,7 Hektar (ha)
Wohneinheiten – Geschosswohnungsbau 112 (zzgl. Azubiwohnen 146, zzgl. Seniorenwohnen 100) – Einwohner (EW) – 201 (zzgl. Azubiwohnen, zzgl. Seniorenwohnen 447) – Dichte (GRZ/ Überbauung) – 0,45/ 45 % – (EW/ha) – 74 (165)
Flächenanteile – Bauland 70 % - Öffentliche Verkehrsfläche 18 % - Öffentliche Grünfläche 12 %
Bauzeit – 2010 bis 2012
Beteiligte Architekturbüros – wwa architekten, Architekturbüro Schulz - Seissl - Partner
Beteiligte Bauträger – Sontowski & Partner GmbH, Mauss Bau Erlangen GmbH & Co. KG, BayernCare Immobilien GmbH & Co. KG, StadtQuartier Erlangen (GbR).

 

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