Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

Informationen zu den einzelnen Baufeldern

Wohnquartier Petra-Kelly-Weg

Für das Wohngebiet „Petra-Kelly-Weg" (Nördlich Thomas-Dehler-Straße) wurde von der Auslobergemeinschaft bestehend aus der Mauss Bau Erlangen GmbH & Co. KG, der Joseph-Stiftung sowie der Sontowski & Partner Stadtbau GmbH & Co. KG ein städtebaulicher Realisierungswettbewerb durchgeführt. Der erstplatzierte Entwurf der ARGE Rößner und Waldmann, Franke und Messmer - Erlangen/Emskirchen - wurde entsprechend der Empfehlung des Preisgerichtes als Grundlage des Baufeldes gewählt. Zwischenzeitlich wurde der Entwurf überarbeitet und hinsichtlich der Belange der städtischen Fachämter angepasst. Der Rahmenplan wurde in Anlehnung an die Bebauung nördlich des Quartiers ergänzt. Als Vorgabe wurde östlich und westlich des Quartiers eine bis zu viergeschossige Wohnbebauung vorgegeben. Nach Süden sollte eine Reihenhausbebauung mit erhöhtem Sockelgeschoss realisiert werden. Im Innern sollten verdichtete Einfamilienhausbebauung errichtet werden. Die Bebauungsstruktur im Innern sieht vier ähnliche Hausgruppen vor, welche aus drei Hauszeilen bestehen: einer größeren Hauszeile in Nord-Süd-Richtung sowie zwei kleinere südorientierte Hauszeilen. Ebenso wie beim nördlich liegenden Wohnquartier ist die Parkierung des Bereichs vollständig in Tiefgaragen unterhalb der Blockrandbebauung vorzusehen. Das Innere des Quartiers ist als verkehrsberuhigter Bereich entwickelt und mit mehreren Freiraumelementen gegliedert: Vier den Hausgruppen zugeordnete Grünflächen mit Baumstandorten lockern das Blockinnere auf.

Animation Baufeld nördlich Thomas-Dehler-Straße

„Die Arbeit ergänzt die nördlich vorhandene Bebauung zwar prinzipiell, setzt diese aber in variierter Weise fort. So ist die Blockrandstruktur vollständig geschlossen. Durch das Angebot von Geschosswohnungstypen mit hoher Qualität und Beachtung der natürlichen Belichtungsverhältnisse ergeben sich an den Ecksituationen sinnvolle und gut gelöste Übergänge von C zu A und B. Der Blockinnenbereich wird jedoch in sympathischer Weise gegliedert, wodurch eine große Anzahl attraktiver und besonderer Grundstücke entsteht. Gut dimensionierte Wohnwege bilden die Erschließung der Reihenhausgruppen, wobei darüber hinaus die Fahrbahnsituation für Sonderfahrzeuge und die Belange der Feuerwehr überlegt sind. Die angemessen dimensionierte Platzaufweitung im Verlauf dieser Wohnwege schafft eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Anzahl der Tiefgaragenausgänge ist nicht ausreichend im Hinblick auf die Erreichbarkeit der Reihenhäuser.

Die Fahrerschließung und Zufahrt zu der Tiefgarage der Geschosswohnungen A und B, sowie für die Eigenheime im Blockinneren erfolgt an den jeweilig nördlichen Enden der Blöcke A und B, wodurch die Lärmbelastung der Wohnungen weitestgehend reduziert wird. Die erforderliche Stellplatzanzahl ist nachgewiesen. Die für den Block C angebotenen Stellplätze unter den Gebäudeecken werden positiv bewertet. Die zugehörige Erschließung wird in schlüssiger Weise neben dem südlichen Hauptwohnweg angeordnet, Funktionskollisionen werden dadurch vermieden.

Die Schaffung unterschiedlicher Hausgruppen auf dem Grundstück D, sei es hinsichtlich der Ausrichtung wie auch der Anzahl der Häuser auf den Grundstücken, schafft nicht nur vier individuelle Hausgruppen, sondern auch ein differenziertes Wohnangebot. Die geforderte Fläche für die Eigenheime wird vom Verfasser in wirtschaftliche und attraktive Hauskonzepte auf selbstverständliche Weise umgesetzt. Das gleiche gilt für die Reihenhäuser im Block C. Die jeweils erforderlichen Zusatzfunktionen, wie Fahrradstellplätze, Müllplätze, Geräteschuppen etc. sind funktional und unaufdringlich zugeordnet. Es entstehen zugleich schön angelegte, öffentliche und private Außenbereiche. Auch die Erreichbarkeit der vertikalen Erschließung der Geschosswohnungen, mit jeweils zugehörigen Räumen für Müll und Fahrräder, ist sinnvoll von der Willy-Brandt-Straße, wie auch der Ludwig-Erhard-Straße, aber auch aus dem Innenbereich des Quartiers nachvollziehbar und gut gelöst. Das Grundrissangebot ist weitestgehend durchgearbeitet. Gut proportionierte Grundrisse ermöglichen hohe Nutzungsvielfalt. Durch die Anordnung der Erschließungszonen der Geschosswohnungen in den Blockinnenecken lässt sich eine optimale Belichtungssituation für die dortigen Wohnungen erreichen. Die dargestellten Fassaden vermitteln eine moderne, gelassene Haltung. Sie sind der Nutzung entsprechend angemessen gestaltet und spiegeln die hohe Qualität der Grundrisse nach außen wider. Die konstruktive Struktur und kompakte Bauweise verspricht, wirtschaftlich umsetzbar und mit der angebotenen Energietechnik nachhaltig nutzbar zu sein.

Insgesamt stellt die Arbeit eine hochwertige Lösung für das gesamte Quartier am Rötelheimpark dar.“ Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll vom 19.07.2010

Wettbewerbsplan nördlich Thomas-Dehler-Straße

 

Gesamtfläche – 3,3 Hektar (ha)
Wohneinheiten – Verdichtete Einfamilienhausbebauung 62 - Geschosswohnungsbau 156 – Einwohner (EW) – 391 – Dichte (GRZ/ Überbauung) – 0,41/ 41 % – (EW/ha) – 162
Flächenanteile – Bauland 66 % - Öffentliche Verkehrsfläche 27 % - Öffentliche Grünfläche 6 % -
Bauzeit - 2011 bis 2014
Beteiligte Architekturbüros – ARGE Rößner und Waldmann, Franke und Messmer Architekten GbR
Beteiligte Bauträger – Joseph-Stiftung Kirchliches Wohnungsunternehmen, Sontowski & Partner GmbH, Mauss Bau Erlangen GmbH & Co. KG

» zurück zur Übersicht

Weiterführende Informationen

Kontakt