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Zusätzliche Artikel

Baugebiet 411:
Energie-Plus-Siedlung – Was ist das und was bedeutet das für die Bauherren?

In der Jahresgesamtbilanz soll in der Siedlung mehr Energie produziert werden, als die Wohnhäuser für Heizung, Warmwasserbereitung, Kühlung, Hilfs- und Haushaltsstrom verbrauchen. Dies gilt sowohl für die Endenergie als auch die Primärenergie.
 

Voraussetzungen für „Energie-Plus“:

  • möglichst geringer Energieverbrauch
    hierfür Festlegung des Energieeffizienzstandards für jedes Gebäude
     
  • möglichst hoher Energieertrag
    hierfür Vorgabe eines jährlichen Mindestertragswertes durch Photovoltaik pro m² Wohnfläche
     

Auf den meisten Grundstücken sind Häuser zu errichten, die den Passivhausstandard gemäß den Förderrichtlinien des KfW-Effizienzhauses 40 (Passivhaus) erfüllen (im Plan rot gekennzeichnet). Der Jahres-Primärenergiebedarf (QP) dieser Häuser darf nicht mehr als 30 kWh pro m² Gebäudenutzfläche (AN) betragen, der Jahres-Heizwärmebedarf nach dem Passivhaus Projektierungspaket (PHPP) nicht mehr als 15 kWh pro m² Energiebezugsfläche.

Bei Grundstücken mit leichten Einschränkungen hinsichtlich der passiven solaren Energiegewinnung (im Plan blau gekennzeichnet) darf der Heizwärmebedarf der Gebäude bis zu 25 KWH/(m²a) betragen. In allen übrigen Punkten müssen diese Häuser die Vorgaben eines KfW-Effizienzhauses 40 einhalten.

Zur Gebäudetechnik werden keine Vorgaben gemacht. Wie der geforderte Energiestandard erreicht wird, liegt demnach in der Entscheidungsfreiheit der Bauherren. Beispiele und Modellrechnungen für Gebäudetechnikkonzepte enthält das Energiekonzept des Architekten Dr. Burkhard Schulze Darup, das die Grundlage der projektierten Energie-Plus-Siedlung bildet.
 

Geforderte Energiestandards

Baugebiet 411, Energiestandards

Vorgaben zum Ertrag der Photovoltaikanlagen

Durch den Betrieb von Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Wohngebäude soll ein möglichst hoher Energieertrag erzielt werden. Vertraglich vereinbart wird ein jährlicher Ertrag von

  • 55 kWh/m² Wohnfläche für Einzelhäuser und Doppelhaushälften
  • 45 kWh/m² Wohnfläche für Reihen- und Mehrfamilienhäuser


Um diese Erträge realisieren zu können, müssen die Photovoltaikmodule fast flächendeckend auf den Hausdächern angebracht werden. Dabei wirkt sich nicht nur die Qualität der Module auf den Ertrag aus, sondern auch die Kombination von Dachform und Ausrichtung. Berechnungsbeispiele zum Energieertrag für verschiedene Alternativen enthält das Energiekonzept des Architekten Dr. Burkhard Schulze Darup.

Kostenfreie Energieberatung

Zur Unterstützung bei der individuellen Planung erhalten die Erwerber von Grundstücken im Baugebiet 411 eine kostenfreie Energieberatung durch das Amt für Umweltschutz und Energiefragen. Damit die Inhalte der Beratung von Anfang an in die Planungen einfließen können, ist die Inanspruchnahme der Energieberatung Voraussetzung für den Abschluss des Kaufvertrages.

Fragen zu Energieeffizienz und regenerativer Energiegewinnung beantwortet das städtische Amt für Umweltschutz und Energiefragen.

Kontakt:
Dipl.-Geol. Konrad Wölfel
Schuhstraße 40
91052 Erlangen
Tel: 09131 86-2323
Fax: 09131 8677-2323

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Monitoring

Ein dreijähriger Monitoringprozess soll zeigen, ob in der Energie-Plus-Siedlung tatsächlich eine positive Energiebilanz erreicht wird. Er beginnt nach Ablauf der Frist für die Fertigstellung der Gebäude. Genutzt werden dafür die bei der Erlanger Stadtwerke AG verfügbaren Daten für die Gesamtsiedlung, also der Gesamtstromverbrauch der Siedlung und die insgesamt im Siedlungsbereich in das Netz eingespeiste Strommenge. Es werden keine Einzeldaten an die Stadt Erlangen weitergeleitet.

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zum Artikel "Baugebiet 411: Energie-Plus-Siedlung "Häuslinger Wegäcker Mitte"

02.10.2014
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