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Kunstmuseum – Ausstellungsarchiv

in memoriam – Hartmut (Max) Beck

Ausstellung im Kunstmuseum Erlangen

28. Dezember 2006 — 6. Januar 2007

Finissage am Samstag, 6. Januar, um 18 Uhr

„Nicht lang, hoffe ich!“ schrieb Hartmut Beck im März 1967 aus Berlin über seine Absicht, sich „einige Zeit“ in Erlangen niederzulassen. Es sollte anders kommen: Über 35 Jahre blieb er in dieser Stadt, die er als Galerist so überreich und mutig mit Kunst beschenkte, dass sein plötzlicher und viel zu früher Tod 2003 bewusst machte, was Weggefährten in den Nachruf schrieben: „Ohne dich ist Erlangen nicht mehr die gleiche Stadt“. An den Badener, der sich nach Erlangen verirrte, erinnert das Erlanger Kunstmuseum in seiner diesjährigen, nach dem Galeristenpaar Margot und Heinz Redmann (2005/06) nun zweiten „in memoriam“-Ausstellung. [...]

Galerie Beck Erlangen Theaterstr.1

Zu den Ausstellungs- kamen bald Werkstatträume, denn ab 1973 war „Max” Beck, wie er sich rufen ließ, Galerist und Siebdrucker. Wer sich seiner wundervollen Plakate – ein Teil ist in der Ausstellung zu sehen – erinnert, weiß, dass er tiefstapelte, wenn er zu seinen Druckkünsten lapidar bemerkte, er habe sich ein Buch und eine Maschine gekauft und einfach angefangen. Was seine Siebdruckwerkstatt verließ, hatte Qualität, die sich herumsprach und gefragt war.

An die 200 Künstler in etwa 400 Veranstaltungen, Bilder- und Skulpturausstellungen, Filme, Performances, Konzerte und – nicht zu vergessen – Feste, hat Max Beck präsentiert, darunter seit 1969 auch viele Künstler aus der Region. Er stand hinter dem, was er machte. Gefälligkeiten lagen ihm nicht, und Besucher ließen sich gerne von seinem kompromisslosen Blick für ungewöhnliche wie auch verspielte oder auch politische Kunst verführen. „Wenn alles schäbiger wird, dann muss ich Diamanten setzen“, sagte der Galerist.

(aus dem Begleitheft zur Ausstellung von Klaus Springen)

08.09.2013
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