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Kunstmuseum – Ausstellungsarchiv

in memoriam: Lothar Strauch und seine Zeit

Ausstellung im Kunstmuseum Erlangen

27. Dezember 2007 – 6. Januar 2008

Finissage am Sonntag, 6. Januar, 18 Uhr

„'in memoriam Lothar Strauch' ist mehr als das Erinnern an einen lokalen Bildhauer, dessen Geburtstag sich zum 100. Mal jährt: In Zeiten allgemeiner  Beliebigkeit in künstlerischen wie politischen Dingen kann die Ausstellung am Beispiel Lothar Strauch ein mit Schicksalen spielendes Jahrhundert beleuchten, das lehrte, dass Widerstehen Haltung braucht. „Ehrlich, ehrlich, ja unerbittlich ehrlich zu sein“, war das Leitwort von Lothar Strauchs Akademielehrer Wilhelm Gerstel, der in den 20er Jahren eine bis heute nachlebende Schule von Bildhauern begründete, die sich nicht verbiegen ließen, nicht im „Dritten Reich“ und nicht im geteilten Deutschland, das im Osten mit Sozialistischen Realismus und im Westen mit Abstraktion Künstlerexistenzen belastete. Nun, inzwischen sind die scharfen Waffen in der Kunstauseinandersetzung eingemottet worden, und der Kalte Krieg trennt nicht mehr die Welt in Realismus = Unfreiheit (Diktatur) und Abstraktion = Freiheit (Demokratie). Menschliche Figur und Gegenstandslosigkeit dürfen wieder gleichwertig gesehen werden: eine Chance für die  Wiederentdeckung von Lothar Strauch und seinem Schaffen!” (Einleitungstext des Begleitheftes)

Für die Ausstellung wurden rund 50 Plastiken und über 70 Grafiken (davon auch mehrere verkäuflich) zusammengetragen. Dazu kommen Dokumente (unter anderen Kataloge) und Fotos, die an verschiedene Lebensstationen erinnern, darunter den Aufenthalt in Italien (Villa Mas­simo), die Spanienreise von 1927 oder die Verleihung des ersten Erlanger Kunstpreises 1962.
 
Werke von Freunden
Werke der Bildhauer Wilhelm Gers­tel, Christiane Naubereit, Ernst Balz, Fritz Cremer, Waldemar Grzimek, Gustav Seitz und Hans Steger geben Einblick in eine bis heute lebendig gebliebene Bildhauertradition, zu der auch Lothar Strauch gehörte. Von Bekannten und Freunden aus den Erlanger Jahren sind Bilder von Hans Otto, Paul Plontke, Oskar Stanik und Hermann Wilhelm zu sehen.

Das Begleitheft (Autor und Kurator: Klaus Springen; 20 S., Abb.) kostet 5 € und kann in der Ausstellung erworben werden.

Die Ausstellung ist nach Weihnachten vom 27. Dezember bis 6. Januar täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Eintritt: 2 €

Plakatmotiv: Lothar Strauch, April 1949

08.02.2015
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