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Kunstmuseum – Ausstellungsarchiv

Wer bin ich? Béla Faragó + Botond

Ausstellung im Kunstmuseum Erlangen

30. März 27. April 2008

Vernissage am Sonntag, 30. März, um 11 Uhr

Botond
geboren am 3.3.1949 in Pécs (Südungarn)
Bildhauer

1967 - 1975 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Budapest
1975 - 1979 freischaffender Künstler in Ungarn
1979 Übersiedelung nach Deutschland
1993 und 2007 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten
lebt und arbeitet seit 1979 in Nürnberg.

Botond zeigt neueste Arbeiten aus drei Werkgruppen:

Figuren stellen Puppen im Sinne von Verpuppung dar. Sie sind in vernähte Folie gewickelt und wollen gedanklich ‚entwickelt’ werden. Die transparente Verpackung bietet ihnen Schutz. Ein Liegender und ein Aufstrebender symbolisieren auf diese Weise Schutzbedürfnis wie Freiheitsdrang in einem.

Schnitte nennt Botond seine Arbeiten auf Papier. Sie sind mit Kaffee und Mineral-farbe gemalt. Ihr farblicher Ausdruck ist Rot und Braun. In ihnen kommt die Verletzbarkeit des Künstlers als Schnitt durch seine Seele zum Ausdruck.

Gehirne stehen für Leben, das aus dem Zusammenhang gerissen ist. Es sind verklebte, gewickelte und eingefärbte Kunststofffolien, die in transparente Verpackungen eingenäht sind. Die Loslösung von Gehirnen aus dem körperhaften Zusammenhang erlaubt ihre anatomische Betrachtung. Sie gestattet die Suche nach dem Ich.

Die Frage „Wer bin ich?“ äußert sich bei Botond vor dem Zwang zur entkleideten Vereinzelung.

BotondBéla Faragó

Béla Faragó
geboren am 23.9.1958 in Kiskunfélegyháza (Mittelungarn)
Zeichner

1980 Übersiedelung nach Deutschland
Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
1981 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Georg Baselitz
1985 – 1986 Fortsetzung des Studiums und Studienabschluss an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
seit 1987 freischaffend als Restaurator, Zeichner und Maler tätig
2001 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten
lebt und arbeitet in Nürnberg.

Béla Faragó zeigt neueste Arbeiten in zwei Werkgruppen:

Rote Köpfe, weiß gehöht in Öl auf Leinwand. Es gibt sie einzeln und in Serie. Ihr Ausdruck ist individuell und vermasst zugleich. Die Physiognomie ist alles andere als sympathisch. Diese Antlitze sind Phantasiegeburten des Künstlers.

Menschenmengen in extrem entfernter Draufsicht oszillieren in nichtssagenden Braun-Schwarz-Tönen. Die Individualität der Typen ist aus dem Bild verbannt. Motive für die Ansammlungen sind nicht erkennbar. Dennoch geht davon eine nicht bestimmbare Bedrohung aus.

Masse-Mensch ist der das Werk Béla Faragós kennzeichnende Dualismus von den vielen Einzelnen und dem Vereinzelten. Die Menschenmasse ist ein unbestimmtes Wesen, das ungleichartige Bestandteile aufweist, die sich miteinander verbinden können. Ob sie ein gemeinsames Ziel entwickeln, lässt Béla Faragó offen. Bei ihm stellt sich die Frage „Wer bin ich?“ vor dem Hintergrund allgemeiner Vermassung.

Zur Vernissage sprechen:

Begrüßung: Dr. Jürgen Sandweg
Einführung: Barbara Leicht und Dr. Claus Pese

08.09.2013
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