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Kunstmuseum – Ausstellungsarchiv

Manfred Hürlimann
Wollust und Vergänglichkeit

Gemälde und Zeichnungen

Ausstellung im Kunstmuseum Erlangen

6. Juli 3. August 2008 

Vernissage am Sonntag, 6. Juli um 11 Uhr

Die Ausstellung „Wollust und Vergänglichkeit" präsentiert Gemälde und Zeichnungen des bekannten Nürnberger Malers Manfred Hürlimann, in dessen Werk „die Üppigkeit der Malerei mit morbiden Endzeitgefühlen korrespondiert".

Nach einer Lehre als Kirchenmaler studierte Manfred Hürlimann Mitte der 80er Jahre an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg. 2005 erhielt er den Kunstpreis der „Nürnberger Nachrichten”.

Inspiriert von barocker Lyrik (Paul Fleming, Friedrich von Logau u.a.) und von den frühen Gedichten Gottfried Benns, zeichnet der Künstler in der Schau des Kunstmuseums ein Psychogramm der menschlichen Gesellschaft in all ihren Abgründen.

Auf ihr Abwesen

Zur Vernissage sprechen:

Bauchtanz

Begrüßung: Bernd Nürmberger
Einführung: Barbara Leicht M.A.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begleitprogramm

 

Midisage am Sonntag, 20. Juli um 12 Uhr

 

„Wollust und Verwesung"Lyrik des deutschen Barock

Lesung von Friedhelm Kröll und Petra Nacke

 

WurfsendungOratorium

 

 

 

Der Tod und das Mädchen


„Hürlimann ist ein literarischer Maler, aber er illustriert die literari­schen Vorbilder nicht, sondern ver­birgt sie im Hintergrund seiner eige­nen Bilderzählungen. Zu diesem Anspielungshorizont gehören auch Motive aus den zahlreichen Vanitasbil­dern der alten Malerei und – man möchte fast sagen: selbstverständlich – der „Garten der Lüste“ des Hierony­mus Bosch, über dessen Bedeutung seit 500 Jahren gerätselt wird.

Im Gegensatz zu Bosch lässt Hürli­mann über die physische und sinnli­che Qualität der Körper keine Zweifel aufkommen, nicht nur was die expo­nierten Brüste und Hinterteile betrifft, sondern auch die Stadien des Zerfalls: eine Sterbende, die formlos zerfließt, eine Leiche, die sich in ihre Bestandteile zerlegt, abgerissene Kör­perteile, die aus dem Nichts in die Bildfläche fließen.”

Kurt Jauslin, Erlanger Nachrichten vom 8.7.2008

08.09.2013
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