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Kunstmuseum – Ausstellungsarchiv

Hasenlager
Regionale Kunst aus der Sammlung Sandweg

Ausstellung im Kunstmuseum Erlangen

6. Mai – 3. Juni 2012

Vernissage am Sonntag 6. Mai um 11 Uhr
Finissage am 3. Juni um 16 Uhr: „Sandhasen-Halali für einen Hörl-Hasen”

Spätestens alle zwei Jahre präsentiert das Kunstmuseum Erlangen die Sammlung eines Kunstsammlers aus der Region, weil ohne solche Persönlichkeiten die Existenz vieler Künstler noch fragiler wäre.

Diesmal erlaubt der Kurator des Kunstmuseums Dr. Jürgen Sandweg in der Ausstellung „Hasenlager“ den Besuchern Blicke auf 50 Jahre seiner Sammeltätigkeit (1962 – 2012). Diese Ausstellung ist mit seinem Entschluss verbunden, nach dem Ende der Ausstellung, zahlreiche Werke der regionalen Kunst der Sammlung des Kunstmuseums zu schenken.

Er hofft auf wenigstens zwei/drei Nachahmer aus dem Erlanger Bürgertum.

Zur Vernissage sprechen:

Begrüßung: Barbara Leicht
Einführung: Dr. Jürgen Sandweg: „Von Lust und Leid eines Sammlers”

Unter „Downloads” finden Sie nachstehend eine Liste der ausgestellten Werke von ca. 70 Künstler/innen.

Blick in die AusstellungBlick in die Ausstellung

Aus der Rezension von Kurt Jauslin
„Erlanger Nachrichten", 10.5.2012:

„Fränkische Kunst von der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts bis zur Gegenwart zu sammeln – das ist auch der Auftrag, den sich das Kunstmuseum seit seiner Eröffnung vor dreizehn Jahren verordnet hat. Der Fundus, den Sandweg dazu beiträgt, demonstriert weitläufig den Reichtum einer vielfältigen Kunstlandschaft, die ihre Eigenart auch in der Auseinandersetzung mit den internationalen Kunstrichtungen seit dem Beginn der Moderne bewahrt hat, befruchtet nicht zuletzt auch durch die Zuwanderung zahlreicher auswärtiger Künstler seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Der Ausschnitt aus dem künstlerischen Schaffen einer ganzen Region kann durchaus als repräsentativ betrachtet werden, nicht nur wegen der großen Zahl bekannter und weniger bekannter Namen. Anschaulich wird die fränkische Eigenart, sich vor allem an die greifbare Wirklichkeit und an die von ihr vermittelten Assoziationen zu halten. Landschaft und Figur sind das Fundament für die Experimente mit Farbe und Form und die Fluchten der Fantasie.

Selbstverständlich geht in dieser Vielfalt die Handschrift des Sammlers nicht unter. Sie ist verbürgt durch die Gestalt des Hasen, den Jürgen Sandweg wie Joseph Beuys zu seinem Wappentier erklärt hat, weil er „ängstlich, standorttreu und abenteuerlustig“ sei, Eigenschaften die zweifellos dem Sammler von Nutzen sind. Die ganze Sammlung wird damit zum „Hasenlager“. 

Dem Hasen ist ein eigener Raum gewidmet, in dem als einziges nicht regionales Kunstwerk auch eine Bleistiftzeichnung von Beuys hängt. 

Durch Jürgen Sandwegs detektivische Spurensuche in der Region ist das Kunstmuseum zugleich eine Einrichtung zur Förderung fränkischer Kunst geworden. Ermöglicht wird das nur mit Hilfe öffentlicher und privater Sponsoren und den Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter – nach dem von Sandweg formulierten Ziel, die Künstler und ihre Werke im Bewusstsein der Menschen zu verankern."
 


 

07.04.2014
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