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Kunstmuseum – Ausstellungsarchiv

Otto Grau & seine Kollegen 1965 – 1975

Ausstellung im Kunstmuseum Erlangen

15. September – 13. Oktober 2013
 

Ausstellungsplakat mit einem Bild von Otto Grau, Atomregen (1971)Grund für diese kunst- und kulturhistorische Ausstellung sind der 100. Geburtstag von Otto Grau, das 20-jährige Wirken der „Otto und Hildegard Grau-Kulturstiftung“ und das 25-jährige Bestehen des Kunstmuseums Erlangen.

Die Ausstellung zeigt Werke von insgesamt 39 lokalen und regionalen Künstlern, die in den Jahren zwischen 1965 und 1975 in der Erlanger Kunstszene mehr oder weniger gewichtige Worte mitgesprochen haben. Kuratiert wurde sie von Dr. Jürgen Sandweg und Kirsten Schaper M.A.

Die Exponate, die überwiegend aus Privatbesitz stammen, vertreten in Malerei, Zeichnung und Druckgraphik Themen wie Figuratives, Landschaftsmalerei, Abstraktes, Ungegenständliches/ Informelles, Politisches, Phantastisches/Surreales. Auch Fotografie, Glasmalerei und regionale Keramik-Kunst, die besonders in den 50er und 60er Jahren populär war, finden sich hier.

Die künstlerischen Präferenzen von Otto Grau werden hier als eine Art These verstanden, zu denen die Werke der anderen Künstler antithetisch und synthetisch gruppiert werden. Den einzelnen Themenschwerpunkten sind entsprechende Räume zugeordnet.

Da nur Werke seinerzeit lokal präsenter Künstler ausgestellt werden, steht – neben Otto Grau – auch die Stadt Erlangen im Fokus der Wahrnehmung. Hochschulreform und Ausbau der Universität waren in den späten 60er und frühen 70er Jahren wichtige Themen, weshalb es auch in der Universitätsstadt vermehrt zu Demonstrationen kam.

Besucht man die Ausstellung, wird man bemerken, dass in diesem unruhigen Zeitraum drei Generationen von Künstlern aufeinandertreffen: jene, die noch von der Weimarer Republik geprägt waren, jene, die mit Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg groß werden mussten und schließlich diejenigen, die, im Krieg und kurz danach geboren, dem Wiederaufbau und dem Wirtschaftwunder als einer Art Restauration ein wenig skeptisch gegenüberstanden. Diese Generationsunterschiede spiegeln sich auch in den Exponaten wider. Ein konservatives trifft auf ein modernes und ein postmodernes Kunstverständnis.

Zur Ausstellung erscheint ein 56-seitiger Katalog mit über 30 Schwarz-Weiß- und über 100 Farb-Abbildungen zum Preis von 13,50 €, der als preiswertes kultur- und kunsthistorisches Nachschlagewerk dienen mag und im Kunstmuseum erhältlich ist.

Zur Vernissage am Sonntag 15. September um 11 Uhr sprechen:

Bernd Nürmberger, 1. Vorsitzender des Kunstmuseums (Begrüßung)
Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister (Grußwort)
Heinz Brenner, Siemens AG, Regionalreferat (Grußwort)
Dr. Dietmar Hahlweg: „Zum 100. Geburtstag von Otto Grau“
Dr. Jürgen Sandweg: „In jenem konfliktträchtigen Jahrzehnt gab es auch spannende Kunst in Erlangen“

Begleitprogramm:

Matinee am Sonntag, den 22. September, um 11 Uhr
Texte „damals & heute“
Heinz Ehemnann, Koschka Hildenbrand, Fitzgerald Kusz und Wolf Peter Schnetz

Finissage am Sonntag, den 13. Oktober, um 17 Uhr
Werner Heider „Vier Hasen-Tänze“ für Bläser-Quartett (2013) UA
Johann Adam Stupp: „Erlangens Kunstszene damals“
Jürgen Sandweg: „Erlangens Kunstszene übermorgen?“

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag 11 - 18 Uhr | Samstag/Sonntag/feiertags 11 - 16 Uhr

Führungen auf Anfrage: Tel. 09131 / 20 41 55

Das Ausstellungs- und Katalogprojekt des Kunstmuseums wurde unterstützt von:

Otto und Hildegard Grau-Kulturstiftung, Stiftungsvorstand: Bezirk Mittelfranken
Kulturstiftung Erlangen
Adler-Apotheke Erlangen (Bernd Nürmberger)
Mauss-Daeschler Stiftung


Unter Downloads auf dieser Seite finden Sie die Einladungskarte mit den Namen der beteiligten Künstler/innen und allen Veranstaltungsterminen, außerdem die Begleitbroschüre zur in memoriam Otto Grau-Ausstellung des Kunstmuseums im Jahr 2010 mit Würdigungen Otto Graus und der Preisträger/innen der Otto und Hildegard Grau-Kulturstiftung.

 

 

 

 

 


 



 

07.04.2014
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