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Kunstmuseum – Ausstellungsarchiv

Gute Orte – Judenfriedhöfe in Franken
Helmut Jahn | Helmut Lederer | Lothar Mayer | Robert Reiter

Ausstellung im Kunstmuseum Erlangen

18. Januar – 15. Februar 2015

AusstellungsplakatDie Ausstellung präsentiert Schwarz-Weiß-Photographien des Erlanger Künstlers und Kulturpreisträgers Helmut Lederer (aus seiner beeindruckenden Spätwerk-Serie „Graue Gärten“) und stimmungsvolle Farbaufnahmen im Wechsel der Jahreszeiten des Autors, Fotografen und Franken-Kenners Lothar Mayer aus Wendelstein. Dazu kommen Tempera/Graphitarbeiten des 2011 gestorbenen Fürther Künstlers Helmut Jahn sowie Radierungen und Gemälde des Coburger Künstlers Robert Reiter.

Helmut Lederer (1919 – 1999) hat es in den 70er Jahren mit seinem Auto oft ins Fränkische gezogen, vor allem zu den auf den letzten 200 bis 500 Metern zumeist nur per Fuß erreichbaren jüdischen Friedhöfen. In seinem Markenzeichen, den großen schwarzen Holzrahmen, präsentiert, beeindruckten seine „Porträts“ aus Ermreuth und Baiersdorf, Schnaittach und Fürth, Georgensgmünd und Hagenbach, Pappenheim und Ullstadt die zeitgenössischen Ausstellungsbesucher.

Die Fotografien von Lothar Mayer (*1950) entstanden während seiner Recherchen und Erkundungsfahrten für seine beiden verdienstvollen Bücher über Jüdische Friedhöfe in Unterfranken und in Mittel-/Oberfranken (Michael Imhof Verlag 2010 und 2012). Zu sehen  sind u.a. Aufnahmen der Friedhöfe bei Aschbach, Bechhofen, Hüttenheim, Kleinsteinach, Reistenhausen, Schwebheim und Walsdorf.

Die Variationen zum Motiv „Judenfriedhof“ von Helmut Jahn (1946 – 2011), zumeist von 1987, sind nicht betitelt und daher nur für Eingeweihte lokalisierbar, treffen aber exemplarisch die Anmutung der „Guten Orte“ als „Rand- und Schattenplätze“, wie der Künstler sie bezeichnet hat.

Die Gemälde und Radierungen mit Monotypie von Robert Reiter (*1932) stammen zumeist aus dem Jahr 2007und zeigen die Judenfriedhöfe bei Karlstadt, Kleinbardorf und Laudenbach in ihrer ganz eigenen Magie. „Dem religiösen Geist des „Guten Ortes“ erweist Reiter ebenso seine aufgeklärte Referenz wie dem atmosphärischen „sentiment“ der Grabsteine und der kulturhistorischen Perspektive, zu der leider bis in unsere Tage auch der Antisemitismus seinen fatalen Geschmack beisteuert“ (J. Sandweg).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einführenden Texten und ausgewählten Bildern (32 S.; 10 €).

Zur Vernissage am 18. Januar um 11 Uhr sprechen:
Begrüßung: Barbara Leicht M.A.
Einführung: Dr. Jürgen Sandweg

Ausstellung und Katalog sind Ilse Sponsel (1924 – 2010) gewidmet, der überaus verdienstvollen ehrenamtlichen Beauftragten der Stadt Erlangen für die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger 1980 – 2010.

Unter Downloads finden Sie die Einladung und den Katalog zur Ausstellung.

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 11 - 18 Uhr | Samstag/Sonntag/feiertags 11 - 16 Uhr

 

06.03.2017
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