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Amtsvormundschaften, Pflegschaften, Unterhaltsberatungen, Beistandschaften und kindschaftsrechtliche Beurkundungen

Öffnungszeiten

Mo 8 -12 und 14 - 18 Uhr
Die 8 - 12 Uhr
Mi kein direkter Publikumsverkehr
Do 8 - 14 Uhr
Fr 8 - 12 Uhr

Mittwochs sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur über den Anrufbeantworter bzw. per E-Mail (beistandschaften@stadt.erlangen.de) erreichbar.

Service in Zeiten der Corona-Pandemie

Sofern möglich werden alle Anliegen vorrangig über Telefon oder E-Mail bearbeitet. Persönliche Besuche erfolgen nur in sehr dringenden Angelegenheiten und nur nach vorheriger Terminvereinbarung.

Amtsvormundschaft bzw. Amtspflegschaft für Minderjährige durch das Stadtjugendamt Erlangen

Die Ausübung des Sorgerechts oder von Sorgerechtsanteilen durch das Stadtjugendamt erfolgt kraft Gesetzes oder nach gerichtlichem Beschluss. Dies ist der Fall, wenn die Eltern zur Ausübung der elterlichen Sorge nicht mehr in der Lage sind oder ausfallen (Krankheit, dauernde Abwesenheit, Tod).
Es wird hierbei zwischen gesetzlicher (kraft Gesetzes) und bestellter (per Gerichtsbeschluss) Amtsvormundschaft unterschieden.
Bestellte Amtsvormundschaft tritt ein:

  • Wenn elterliche Sorge durch das Amtsgericht entzogen wurde oder sorgeberechtigte Elternteile an der Ausübung gehindert sind (§ 1779 BGB).

Gesetzliche Amtsvormundschaft tritt ein:

  • Wenn Mutter minderjährig ist (§ 1791c BGB) oder ein Adoptionsverfahren vorliegt (§1752 Abs. 1 BGB).

Amtspflegschaft (Übertragung einzelner Sorgerechtsanteile auf das Jugendamt) tritt ein:

  • Wenn sorgeberechtige Elternteile an der Regelung von bestimmten Angelegenheiten für das Kind gehindert sind, dies nicht anhaltend kindeswohldienlich vornehmen können bzw. wollen oder eine Interessenkollision vorliegt (§1909 BGB).

Das Jugendamt als Vormundschaftsbehörde übt ein öffentliches Amt aus, wendet dabei aber das Privatrecht an. Nach § 55 Abs. 2 SGB VIII überträgt es die Aufgaben eines Vormundes oder Pflegers auf einzelne geeignete Mitarbeiter im Fachdienst Vormundschaften.
Dem zuständigen Gericht muss regelmäßig über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Mündel bzw. Pfleglinge berichtet werden.
Der Amtsvormund/-pfleger ist ausschließlich dem Kindeswohl verpflichtet.
Das Jugendamt als Behörde wird nur bestellt, wenn eine als Einzelvormund geeignete Person nicht vorhanden ist.
Die Eignung von Einzelvormündern/ -pflegern wird auf Veranlassung des Amtsgerichts vom Fachdienst Vormundschaften überprüft. Zudem werden diese Einzelpersonen auch weiterhin beraten.
Fachdienst Vormundschaften: Tel. 86 – 2526 oder 86 – 1957

Unterhaltsberatungen (§ 18 Abs. 1 und Abs. 4 SGB VIII)

Das Stadtjugendamt berät und unterstützt alleinerziehende Elternteile bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen ihrer Kinder sowie ihrer eigenen Ansprüche. Auch junge Volljährige können bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres vom Stadtjugendamt bei der Geltendmachung ihrer Unterhaltsansprüche beraten und unterstützt werden. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Anfangsbuchstaben des Familiennamens des Kindes und ist folgendermaßen aufgeteilt:

Buchstabengruppe Telefon Zimmer
A - Gn 86-2525 605
Go, Ko - Kz * 609
Gp - Kn, M - O 86-2657 606
L, T - Z 86-2893 604
P - R 86-2102 605
S 86-1751 604

Gerne können Anfragen auch an die E-Mail-Adresse beistandschaften@stadt.erlangen.de gerichtet werden. 

* Bitte per E-Mail oder über eine andere der Telefonnummern Rückruf veranlassen.

Beistandschaften (§ 55 SGB VIII i.V.m. §§ 1712 ff BGB)

Alleinerziehende Elternteile können auf freiwilliger Basis eine Beistandschaft beim Stadtjugendamt schriftlich beantragen (entsprechende Antragsformulare werden nach Rücksprach übermittelt). Im Rahmen des kostenfreien Angebots erhält der Antragssteller Unterstützung bei der Feststellung der Vaterschaft und / oder bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen seines Kindes. Die Beistandschaft kann bereits vor der Geburt des Kindes beantragt und jederzeit widerrufen werden. Spätestens mit der Volljährigkeit des Kindes endet diese kraft Gesetzes. Durch die Beistandschaft wird das Sorgerecht des sorgeberechtigten Elternteils bzw. der sorgeberechtigten Elternteile nicht eingeschränkt. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Anfangsbuchstaben des Familiennamens des Kindes und ist folgendermaßen aufgeteilt:

Buchstabengruppe Telefon Zimmer
A - Gn 86-2525 605
Go, Ko - Kz * 609
Gp - Kn, M - O 86-2657 606
L, T - Z 86-2893 604
P - R 86-2102 605
S 86-1751 604

Der Bereich Beistandschaften ist zudem unter der E-Mail-Adresse beistandschaften@stadt.erlangen.de erreichbar.

* Bite per E-Mail oder über eine andere Telefonnummer Rückruf veranlassen.

Kindschaftsrechtliche Beurkundungen
Beurkundungen von Abstammungsverhältnissen, Unterhalt und Sorgerecht ( § 59 SGB VIII)

Im Rahmen seiner gesetzlichen Ermächtigung kann das Stadtjugendamt unter anderem folgende kindschaftsrechtliche Beurkundungen kostenfrei vornehmen:

  • Vaterschaftsanerkennung
  • Zustimmungserklärung der Mutter zur Vaterschaftsanerkennung
  • Sorgeerklärung
  • Unterhaltsverpflichtungsurkunde

Bitte beachten Sie, dass diese Auflistung nicht abschließend ist. Sollten Sie eine anderweitige Beurkundung wünschen, können Sie gerne auf uns zukommen und wir werden Ihr Anliegen prüfen. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Familiennamen des Kindes. Wenn das Kind bisher nicht geboren worden ist, nach dem Familiennamen des älteren Geschwisterkindes. Bei Erstgeborenen richtet sie sich nach dem Familiennamen der Mutter. Die Zuständigkeit ist folgendermaßen aufgeteilt:

Buchstabengruppe Telefon Zimmer
A, D, P, S, W, X, Y 86-2657 606
B, C 86-1751 604
E, F, G, H, N 86-2893 604
I, J, K, L, M, U, Z 86-2525 605
O, Q, R, T, V 86-1627 603

Beurkundungsanfragen können auch gerne an die E-Mail-Adresse beistandschaften@stadt.erlangen.de gerichtet werden.

Sorgeregister: Erstellen von Negativbescheinigungen (§ 58 a SGB VIII)

Mit einer Negativbescheinigung kann die alleinige elterliche Sorge der Mutter beweiskräftig nachgewiesen werden. Für die Ausstellung der Bescheinigung ist das Jugendamt zuständig, in dessen Bezirk die Mutter ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ein entsprechender Antrag kann am Montag-, Dienstag- und Mittwochvormittag unter der Telefonnummer 86 – 2546 fernmündlich sowie postalisch (Stadtjugendamt Erlangen, Sorgeregister, Rathausplatz 1, 91051 Erlangen) oder per E-Mail (beistandschaften@stadt.erlangen.de) gestellt werden. 

 

22.01.2021
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