Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

B

BHV1 - Bayern als BHV1-freie Region anerkannt

Ganz Bayern ist mit Beschluss vom 12. Oktober 2011 von der Europäischen Komission als BHV1-frei anerkannt worden. Weitere BHV1-freie Regionen sind Österreich, die Provinz Bozen (Italien), Dänemark, Finnland, Schweden und die Schweiz.

Die Anerkennung sichert langfristig Handels- und Exportmöglichkeiten. Außerdem werden die Bekämpfungskosten durch eine Reduzierung der Untersuchungen und den Wegfall der Impfungen minimiert.

Mit der Anerkennung sind zusätzliche Gesundheitsgarantien verbunden, die Rinder erfüllen müssen, die aus nicht BHV1-freien Regionen (z.B. andere deutsche Bundesländer, Tschechien, Frankreich etc.) in einem bayerischen Rinderbestand verbracht weden. Damit soll verhindert werden, dass BHV1 (Bovines Herpesvirus Typ 1) wieder nach Bayern eingeschleppt wird und zur Neuinfektion der Rinderbestände führt.

Ein Vorteil für die bayerischen Rinderhalter besteht u.a. darin, dass zwischen diesen Regionen und aus diesen Regionen heraus nun ein Handel mit Rinder ohne Beachtung von BHV1-Quarantänevorschriften möglich ist. Es bedeutet aber gleichzeitig, dass das Verbringen von Rindern aus anderen Regionen nach Bayern reglementiert ist und nur unter Einhaltung tiergesundheitlicher Garantien erlaubt ist.

Zucht- und Nutztierrinder müssen so vor dem "Import" in bayerische Bestände mindestens eine 30 -tägige Quarantäne sowie eine entsprechende Untersuchung (21 Tage nach Quarantänebeginn) durchlaufen haben. Es muss für jedes dieser Tiere eine BHV1-Bescheinigung vorliegen, auf der die Einhaltung der Quarantäne vom Veterinäramt bestätigt wird.

An der Untersuchungspflicht der Rinderbestände in Bayern ändert sich zunächst nichts, jedoch wurden bereits eine Reduzierung der Untersuchungshäufigkeit und Erleichterungen im Bescheinigungswesen in Aussicht gestellt. Impfungen gegen die BHV1-Infektion sind in Bayern verboten.

Für das Einstallen in reine Mastrinderhaltungen kann die Stadt Erlangen erleichterte Bedingungen genehmigen. Ausnahmen gelten auch für Schlachtrinder, die auf direktem Weg zum Bestimmungsschlachthof gebracht werden.

Viehhändler und Landwirte dürfen zur Vermeidung von Verstößen gegen das Tierseuchenrecht ab sofort keine Rinder aus anderen Bundesländern in bayerische Bestände verbringen, die diese Zusatzgarantien nicht erfüllen.

 

06.02.2012
» zurück zur Übersicht

Weiterführende Informationen

Tierseuchenbekämpfung

Die Abwehr gesundheitlicher Gefahren für die Bevölkerung und Tierbe-
stände durch Tierseuchen steht im Mittelpunkt der Tierseuchen-bekämpfung. Durch Tierseuchen können Verluste großen Ausmaßes sowie erhebliche ökonomische Schäden für unsere Landwirte entstehen (z. B. Ausbruch von MKS oder Geflügelpest).

» mehr lesen
Dienstleistungen der Stadt