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Dachsanierung (energetische)

Neben der Außenwand bietet auch die nachträgliche Dachdämmung erhebliches Energieeinsparpotential. Grosse Wärmeverluste sind im Altbau durch das Dach vorprogrammiert. Die unzureichend starken Dämmmaterialien sind häufig zusammengesackt und wirkungslos. Auf Luftdichtigkeit wurde in der Regel kein Wert gelegt, wodurch sogar gravierende Bauschäden auftreten können. Gemütlichkeit stellt sich besonders im Sommer wegen der Überhitzung der Dachräume nicht ein, an heißen Tagen taugt das schlecht wärmegedämmte Dachzimmer als Schlafraum nur bedingt. Durch gute Wärmedämmung im Dachbereich wird es im Sommer deutlich kühler und im Winter gemütlich warm.

Zudem ist in der Energieeinsparverordnung vorgegeben, dass bei Dachausbau, Umbau oder Neueindeckung ein u-Wert von 0,30 W/m2K einzuhalten ist. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Unbedingt notwendig ist eine winddichte und Wasserdampf undurchlässige Ausführung, denn sonst kommt es zu gravierenden Bauschäden.

Egal, für welche Dachdämmung sie sich entscheiden, bei der Ausführung in Eigenregie könne gravierende Bauschäden entstehen. Lassen sie sich auf jeden Fall ausführlich von kompetenter Seite beraten.

Generell hat das Schrägdach einen mehrschichtigen Aufbau, jede Schicht erfüllt eine wichtige Aufgabe. Der Schichtaufbau von innen nach außen:

  • Innenverkleidung (Gipskarton, Holz), innenseitig tapezier- oder streichfähig
  • Luft- und dampfsperrende Ebene (PE-Folie, Baupapier oder OSB-Platte) zum Schutz vor Bauschäden durch Dampfdiffusion oder Konvektion (Luftdurchlässigkeit)
  • Sparren und Sparrenzwischenraum: Tragwerk und Dämmstoffebene
  • Winddichtungsebene: Unterspannbahn (Folie aus Pappe, PE oder Aluminium) oder Unterdach (zum Beispiel wasserabweisende OSB-Platte)
  • Konterlattung: zur Befestigung des Unterdaches und zur Belüftung zwischen Unterdach und Dacheindeckung
  • Dachlattung: Zur Befestigung der Dachziegel
  • Dacheindeckung: Dachziegel (Ton), Dachsteine (Beton), Schiefer, aber auch Bleche aus Zink oder Kupfer)

Die Zwischensparrendämmung

Die Dämmung zwischen den Sparren dürfte der Regelfall sein. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen belüfteten (hinterlüfteten) und unbelüfteten Dächern. Belüftete Dächer haben einen Hohlraum zwischen Dämmung und Unterdach (Unterspannbahn), der in jedem Sparrenfeld durch Öffnungen in der Dachfläche belüftet wird. Bei unbelüfteten Konstruktionen wird der gesamte Sparrenquerschnitt mit Dämmstoff (Vollsparrendämmung) ausgefüllte, die Unterspannbahn oder das Unterdach liegen direkt auf der Dämmung auf. Bei dieser Konstruktion ist ganz besonders auf innenseitig Luft- und Dampfdichtigkeit zu achten.

Allerdings genügt die Sparrentiefe bei Altbauten den heutigen Anforderungen an die Stärke einer Wärmedämmung nicht, außerdem bilden die Sparren eine Wärmebrücke. Daher ist die Zwischensparrendämmung zu kombinieren mit einer zusätzlichen Dämmung unter dem Sparren, die auf eine quer zu den Sparren verlaufende Lattung angebracht wird.

Die Aufdachdämmung (Aufsparrendämmung)

Die Aufdachdämmung ist dann zu empfehlen, wenn das Dach neu eingedeckt werden muss. Das Dämmpaket befindet sich oberhalb der Dachsparren. Hierfür gibt es fertige Systeme, die von innen lediglich tapeziert oder gestrichen werden müssen. Auch mehrschichtige Aufbauten sind üblich. Nach Abbruch der Dacheindeckung wird eine Sichtschalung (zum Beispiel Profilholzbretter) von außen auf die Sparren angebracht. Darüber folgen die Dampfsperre (Dachpappe oder Kunststofffolie) zur Luftdichtung, das Dämmpaket und eine wasserabweisende Deckfolie. Die Konterlattung wird durch die Dämmung hindurch mit dem Sparren verschraubt, darüber folgen Dachlattung und Eindeckung.

Die Wärmedämmung des Flachdaches

Der richtige Zeitpunkt für eine zusätzliche Wärmedämmung des Flachdaches ist immer dann, wenn eine Sanierung notwendig ist und wird auch vom Gesetzgeber so vorgegeben. Lassen Sie sich von Fachleuten über die verschiedenen Möglichkeiten beraten. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt eine Mindestdämmung mit einem U-Wert kleiner 0,25 W/m²K vor. Dieser Wert mit einer Dämmstoffdicke von etwa 20 cm erreicht.

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