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Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen für ausländische Sprachkursbesucher/innen, Studienbewerber/innen sowie Studierende

(gilt nicht für Unionsbürger und Staatsangehörige von Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz)

 

 

1. Visumsverfahren

Für den längerfristigen Aufenthalt zu Studienzwecken benötigen Sie ein Einreisevisum der zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Ausnahme: Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, Republik Korea, Neuseeland und USA können visumsfrei nach Deutschland einreisen). Bei Einreise ohne entsprechendes Visum ist die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nicht möglich.

Erforderliche Unterlagen

Ihrem Visumantrag müssen Sie grundsätzlich immer beilegen:
a) Nachweis des konkreten Aufenthaltszwecks

  • Studium:
    Zulassungsbescheid der Hochschule/Immatrikulation mit Angabe der Fachrichtung;
  • Promotion:
    Schreiben Ihres Doktorvaters/mutter über Thema und voraussichtliche Dauer der Promotion sowie die Zulassung zur Promotion oder eine Äquivalenzbescheinigung
  • Deutschkurs:
    Bescheinigung des Deutschinstituts über einen Deutschintensivkurs mit Angabe der Dauer, Wochenstundenanzahl und Kursstufe. Der Kurs muss verbindlich gebucht sein; bei Studienabsichten: Zeugnisanerkennungsbescheid
  • Studienbewerberinnen/Studienbewerber:
    Studienbefähigung in Form des Zeugnisanerkennungsbescheides
  • Wissenschaftliche Tätigkeit:
    Bestätigung der Hochschule bzw. des wissenschaftlichen Instituts über die Dauer und Art der Beschäftigung sowie Vergütung; Vertragsentwurf
  • Stipendium:
    Stipendienbescheinigung der jeweiligen öffentlichen Einrichtung mit Angabe über Dauer und Höhe des Stipendiums

Die alleinige Angabe z. B. des Begriffs Studium ist zu ungenau und kann zur Ablehnung des Visumantrages führen.
 

b) Nachweis des ausreichenden Lebensunterhalts

  • Eltern:
    Verpflichtungserklärung und Darlegung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse:
    a) schriftliche Erklärung der Eltern über eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 720,-- € monatlich für mindestens 1 Jahr oder länger und
    b) geeignete Belege zur Darlegung des Einkommens und/oder Vermögens der Eltern, z.B. Gehaltsnachweise der letzten 3 Monate, aktueller Bankauszug etc..
    Die Nachweise müssen von der Deutschen Botschaft/Konsulat in Ihrem Heimatland beglaubigt sein.
  • Sparbuch/-konto:
    Original/beglaubigte Kopie des Sparbuchs/-kontos mit einem aktuellem Saldo in Höhe von mindestens 8.640,-- €. Grundsätzlich ist es ausreichend, wenn Sie im Visumsantrag nachweisen, dass Sie über finanzielle Eigenmittel in Höhe von 8.640,-- € verfügen. Die Eigenmittel müssen in der Regel erst nach erfolgter Einreise auf einem Sparbuch oder Sparkonto (nicht Girokonto) eines deutschen Geldinstitutes nachgewiesen werden, welches mit einem Sperrvermerk zur Begrenzung der monatlichen entnehmbaren Mittel zu versehen ist.
  • Stipendium:
    Stipendienbescheinigung eines deutschen öffentlichen Trägers/Institution mit Angabe über die Dauer und Höhe des Stipendiums
  • Verpflichtungserklärung:
    Der Verpflichtungsgeber erhält das Original der Verpflichtungserklärung ausgehändigt. Dieses ist bei der Visumsantragstellung bei der Deutschen Botschaft/Konsulat in Ihrem Heimatland
    vorzulegen. Das Original verbleibt nach erfolgter Einreise bei der zuständigen Ausländerbehörde.
  • Bürgschaft einer Bank im Bundesgebiet

In Einzelfällen kann die Botschaft/Konsulat oder die Ausländerbehörde weitere Unterlagen verlangen.

Wichtige Hinweise:

1. Das Visumsverfahren dauert in der Regel 8 Wochen. Bitte berücksichtigen Sie dies unbedingt in Hinblick auf den Beginn Ihres Deutschkurses, Immatrikulationstermins sowie bei der Flugbuchung.

2. Auf Grund der Vielzahl an Visumanträgen (ca. 1000/Jahr) bittet die Ausländerbehörde von Anfragen zu laufenden Visaanträgen, die noch nicht älter als 8 Wochen sind, abzusehen.

3. Es besteht auch bei Vorlage der vollständigen Unterlagen kein Anspruch auf Erteilung eines Visums.

 

2. Nach der Einreise

2.1 Anmeldung des Wohnsitzes

Nach der Einreise (unter den o.g. Voraussetzungen) nach Deutschland sind Sie verpflichtet, sich an Ihrem Wohnort innerhalb einer Woche bei der Meldebehörde anzumelden. Die Anmeldung erfolgt in Erlangen im Bürgeramt im Rathaus.

2.2 Beantragung eines Aufenthaltstitels

Nach erfolgter Anmeldung können Sie bei der Ausländerbehörde die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis beantragen. Der Antrag muss innerhalb der Gültigkeit Ihres Visums (bzw. spätestens drei Monate nach Einreise bei den o.g. nicht visumpflichtigen Ländern) bei der zuständigen Ausländerbehörde gestellt werden. Die Zuständigkeit der Ausländerbehörde richtet sich nach ihrem Hauptwohnsitz. Sofern Sie ihren Hauptwohnsitz im Stadtgebiet Erlangen nehmen betreut Sie die Ausländerbehörde der Stadt Erlangen.

2.3. Erteilung eines Aufenthaltstitels

Sie benötigen grundsätzlich folgende Unterlagen:
a) vollständig ausgefülltes Antragsformular
b) gültiger Nationalpass,
c) 1 aktuelles, biometrietaugliches Passfoto,
d) Nachweis zum momentanen Aufenthaltszweck (siehe zu d),
e) ausreichender Krankenversicherungsschutz,
f) gesicherte Finanzierung für mindestens 1 Jahr.

Zu d) Aufenthaltszwecke/Aufenthaltsabschnitte

  • Sprachkurse zum Erlernen der deutschen Sprache (ohne anschließendes Studium)
    Die Aufenthaltsdauer ist auf längstens 1 Jahr beschränkt. Eine Erwerbstätigkeit ist nicht gestattet. Erforderlich ist der Besuch von Deutschsprachintensivkursen (täglicher Unterricht montags bis freitags, tagsüber, mindestens 18 Stunden/24 Unterrichtstunden je Woche).
  • Vorbereitende Maßnahmen auf ein beabsichtigtes Studium im Bundesgebiet
    Die Studienvorbereitung kann folgende Einzelmaßnahmen beinhalten: Besuch von Deutschintensivkursen zur Vorbereitung auf die Sprachprüfung (DSH oder TestDaF), Besuch des Studienkollegs oder ein für das beabsichtigte Studium zwingend erforderliches Vorpraktikum.
    Die Aufenthaltsdauer für studienvorbereitende Maßnahmen ist in der Regel auf längstens zwei Jahre ab Einreise beschränkt, wobei für die Sprachkurse höchstens 18 Monate zulässig sind. Es liegt hierbei in der Verantwortung der/des einzelnen Studierenden, die Vorbereitungsphase zielgerichtet zu planen und durchzuführen als auch insbesondere die Zulassungsvoraussetzungen sowie Bewerbungsfristen für das Fachstudium zu beachten.


    Während der Studienvorbereitung ist im Allgemeinen eine Beschäftigung von 120 Tagen bzw. 240 halben Tagen je Kalenderjahr zugelassen; diese ist zeitlich beschränkt auf die Wochenenden/Feiertage während der Sprachkursvorbereitung bzw. auf die Zeitdauer der Ferien des Studienkollegbesuchs. Voraussetzung hierfür ist, dass die Studienbefähigung durch den Zeugnisanerkennungsbescheid nachgewiesen wurde. Sofern ein zwingend vorgeschriebenes Vorpraktikum (bei FH-Studium) beabsichtigt ist, setzt dies den erfolgreichen Abschluss der anderen Vorbereitungsmaßnahmen voraus.
  • Fachstudium
    Die Aufenthaltserlaubnis kann um jeweils bis zu längstens zwei Jahren verlängert werden, wenn der Aufenthaltszweck noch nicht erreicht ist und in angemessener Zeit noch erreicht werden kann. Aufenthaltszweck ist der konkret in den Auflagen zum Aufenthaltstitel genannte Ausbildungsgang (z.B. Studium in der Fachrichtung Informatik).

    Als zeitlich angemessen gilt die durchschnittliche Studiendauer im jeweiligen Studiengang an der jeweiligen Hochschule zuzüglich drei Semester. Während der akademischen Ausbildung wird insbesondere an Hand der bislang gezeigten
    Ausbildungsbemühungen und erbrachten Leistungen eine Zukunftsprognose getroffen, ob ein erfolgreicher Studienabschluss innerhalb der angemessenen Zeitdauer zu erwarten ist.

    Während des Fachstudiums wird generell eine Beschäftigung von 90 Tagen bzw. 180 halben Tagen je Kalenderjahr sowie zusätzlich eine studentische Nebentätigkeit an Hochschulen/öffentlichen wissenschaftlichen Einrichtungen gestattet. Es darf nicht zu Beeinträchtigungen des Studiums durch die Beschäftigung kommen.
  • Promotion
    Für ein Promotionsstudium gelten die obigen Ausführungen sinngemäß. Die Themenfestlegung und voraussichtliche Dauer des Promotionsverfahrens bis zum endgültigen Abschluss sind vom Doktorvater mitzuteilen. Sofern die Promotion nicht am Lehrstuhl der Hochschule, sondern in wissenschaftlichen Einrichtungen oder der freien Wirtschaft absolviert wird, ist zusätzlich zu belegen, von wem die Dissertation betreut wird und an welcher Hochschule die Arbeit eingereicht wird. Eine Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft wird ausländerrechtlich wie eine - oben dargestellte - studentische Hilfskrafttätigkeit angesehen.
  • Arbeitplatzsuche/Beschäftigung nach Studienende
    Nach erfolgreichem Studienabschluss an der deutschen Hochschule ist der Zugang zum Arbeitsmarkt abhängig von der Arbeitsmarktsituation grundsätzlich möglich. Zur Suche und Bewerbung für einen dem Studienabschluss angemessenen Arbeitsplatz kann die Aufenthaltserlaubnis bis zu einem Jahr verlängert werden. Der erfolgreiche Studienabschluss und die Finanzierung einschließlich ausreichendem Krankenversicherungsschutz müssen belegt sein. Abweichend von den oben genannten Finanzierungsnachweisen kann auch Einkommen aus einer minderqualifizierten Tätigkeit (z.B. eines Praktikums oder Hilfsjobs) akzeptiert werden, sofern die erforderliche Zustimmung der Agentur für Arbeit für diese Überbrückungstätigkeit gegeben wird.

Zu e) Krankenversicherung

Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz liegt vor, wenn dieser Leistungen mindestens im Umfang des deutschen gesetzlichen Versicherungsträgers umfasst. Der Nachweis eines bestehenden Krankenversicherungsschutzes ist vorzulegen.

Zu f) Finanzierung

Die gesicherte Finanzierung liegt vor, wenn monatliche Mittel zur Sicherung des Lebensunterhalts, mindestens in Höhe des BaFöG-Satzes zur Verfügung stehen. (Siehe oben Nr. 1 b)

2.4. Verlängerung des Aufenthaltstitels 

Bei derVerlängerung des Aufenthaltstitels werden neben den unter 2.2 und 2.3. genannten Unterlagen außerdem der Nachweis des Ausbildungsverlaufes/Ausbildungsstandes verlangt, z.B. bislang besuchte Sprachkurse mit Ergebnis, Scheine, abgelegte Prüfungen. Auf die nach § 82 Abs. 1 AufenthG bestehende gesetzliche Mitwirkungspflicht wird hingewiesen.

Die Auflistung der genannten Unterlagen ist nicht abschließend. Im Einzelfall kann darüber hinaus noch die Vorlage zusätzlicher Unterlagen erforderlich sein.

 

3. Sonstiges

3.1 Wechsel des Studienganges / der Hochschule

Ein Wechsel des Studienganges und/oder der Hochschule wird im Allgemeinen eine Verzögerung der Ausbildung darstellen und wird zumeist die Prognose eines zeitlich angemessenen Studienabschlusses negativ beeinflussen. Erkundigen Sie sich daher auf jeden Fall vor einem beabsichtigten Wechsel, ob dieser ausländerrechtlich gestattet werden kann und beachten Sie, dass Ihr Aufenthaltstitel in diesem Fall vorzeitig erlischt. In der Regel zulässig ist ein einmaliger Wechsel des Studienganges/Hochschule innerhalb der ersten 18 Monate nach Fachstudienbeginn.

3.2. Wichtige gesetzliche Beschränkungen/Auflagen

 

Erlöschen des Aufenthaltstitels

Die Aufenthaltserlaubnis zu Ausbildungszwecken ist stets an einen ganz konkreten Aufenthaltsgrund gebunden und erlischt vorzeitig bei Abbruch oder Beendigung des in den Auflagen zum Aufenthaltstitel genannten Zwecks. Bei erfolgreichem Studienabschluss endet der Zweck regelmäßig mit Ablauf des Semesters, in welchem das Abschlusszertifikat (u.a. Diplom. Magister, Bachelor, Master) ausgestellt wurde. Bei Exmatrikulation auf eigenen Antrag erlischt der Aufenthaltstitel zum genannten Zeitpunkt, bei endgültig nicht bestandener Prüfung mit Bekanntgabe des Prüfungsbescheides. Wenn Sie nicht mehr im Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels sind, sind Sie zur unverzüglichen Ausreise aus Deutschland verpflichtet. Ein unerlaubter (illegaler) Aufenthalt kann strafrechtlich verfolgt werden und unabhängig davon ausländerrechtliche Konsequenzen haben. Wenn Sie den Aufenthalt im Bundesgebiet fortsetzen wollen, müssen Sie stets zeitgerecht einen erneuten Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels stellen. Beachten Sie daher unbedingt die Auflagen im Aufenthaltstitel.

Wechsel des Aufenthaltszwecks 

Während der Studienvorbereitung und des Fachstudiums wird in der Regel keine Aufenthaltserlaubnis für einen anderen Zweck (sonstige Ausbildung, Familiennachzug, Erwerbstätigkeit) erteilt, sofern nicht ein gesetzlicher Anspruch besteht. Es wird erwartet, dass die ursprünglich angestrebte und zumeist teure akademische Ausbildung zunächst erfolgreich und in angemessener Zeit beendet wird.

Aufenthaltszeiten nach § 16 AufenthG

Während des Aufenthaltszwecks Studium - § 16 AufenthG - kann keine Niederlassungserlaubnis nach § 9 AufenthG erteilt werden. Die Zeitdauer der Aufenthaltserlaubnis für das Studium wird bei Erteilung der Niederlassungserlaubnis nicht angerechnet.

4. Gebühren

Ersterteilung der Aufenthaltserlaubnis:

- bis zu einem Jahr: 100,-- €

- von mehr als einem Jahr: 110,-- €

Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis

- um bis zu drei Monate: 65,-- €

- um mehr als drei Monate: 80,-- €

- bei einem Wechsel des Aufenthaltszwecks: 90,-- €

- Auflagenänderung: 30,-- €

- Ausstellung einer Fiktionsbescheinigung (vorläufiger Aufenthalt): 20,-- €

 

Stand: 14.09.2011

27.06.2018
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