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Geburten (Beurkundung)

Beurkundet werden sämtliche Geburten aller Kinder, die in Erlangen geboren wurden, unabhängig vom Wohnort der Eltern des Kindes.

Anzeige der Geburt

Die Geburt eines Kindes muss dem Standesbeamten, in dessen Zuständigkeitsbereich es geboren ist, binnen einer Woche schriftlich oder mündlich angezeigt werden. Ist ein Kind tot geboren, so muss die Anzeige spätestens am dritten auf die Geburt folgenden Werktag erfolgen. 

Anzeigepflichtig sind: jeder Elternteil des Kindes, wenn er sorgeberechtigt ist, jede andere Person, die bei der Geburt zugegen war oder von der Geburt aus eigenem Wissen unterrichtet ist. Die andere Person, ist zur Meldung nur verpflichtet, wenn kein sorgeberechtigtes Elternteil die Anzeige vorgenommen hat. Die Anzeige ist mündlich vorzunehmen.

Mündliche Anzeige bei Geburt zu Hause:
Eine Hausgeburt ist innerhalb einer Woche nach Geburt persönlich unter Vorlage der von der Hebamme oder dem Arzt ausgestellten Bescheinigung beim Standesamt am Wohnsitz anzuzeigen.

Bei Geburten in Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen in denen Geburtshilfe geleistet wird, ist der Träger der Einrichtung verpflichtet, die Geburt anzuzeigen. Die Eltern erhalten bereits bei ihrer Anmeldung ein Formular „Angaben der Eltern zur Geburtsanzeige zusammen mit dem Merkblatt zur Geburtsanzeige ausgehändigt.
Somit können die Eltern bereits zu Hause die für die Beurkundung wichtigen Daten selbst eintragen und die erforderlichen Unterlagen zur Abgabe im Krankenhaus bereitlegen.

Wichtig ist vor allem:

  • Eintrag sämtlicher Vornamen sowie
  • die Angabe des gewählten Familiennamens sowie
  • die Unterschrift der Mutter und des Vaters.

Die Verwaltung der Klinik vervollständigt dieses Formular mit den Angaben zum Kind. Im Anschluss daran werden die Unterlagen, die die Eltern bei ihrer Aufnahme im Krankenhaus abgegeben haben, mit dem Formblatt – frühestens drei Tage nach der Geburt - an das Standesamt zur Beurkundung durch einen Boten übergeben.

Aus diesem Grund bitten wir Sie um Verständnis, dass wir Ihnen einen Tag nach der Geburt noch nicht sagen können, ob evtl. noch weitere Unterlagen von Ihnen benötigt werden bzw. wann Sie die fertiggestellten Urkunden abholen können.

Das Standesamt meldet sich in jedem Fall selbst bei den Eltern; entweder um ergänzende Unterlagen anzufordern oder um mitzuteilen, dass die Urkunden zur Abholung bereit liegen. Bitte geben Sie zu diesem Zweck Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse gut lesbar auf dem Formular „Angaben der Eltern zur Geburtsanzeige“ an.

Deshalb möchten wir Sie hiermit nochmals auffordern, von persönlichen Anfragen Abstand zu nehmen.

In folgenden Fällen kann es erforderlich sein, dass die Eltern beim Standesamt vorsprechen müssen:

  • wenn ein Elternpaar verheiratet ist, aber keinen gemeinsamen Ehenamen führt.
  • wenn ein Elternpaar nicht verheiratet ist und der Name für das Kind auf Grund
  • gemeinsamer Sorge erklärt werden muss.
  • ein Elternpaar nicht verheiratet ist und das Kind den Familiennamen des
  • Vaters erhalten soll.
  • nicht alle erforderlichen Unterlagen vorgelegt wurden.

Ist ein Elternteil der deutschen Sprache nicht mächtig und sind dessen persönliche Angaben oder Erklärungen zur Beurkundung erforderlich (z. B. bei Vaterschaftsanerkennung oder Namenserteilung), dann ist zur Entgegennahme seiner Erklärung die Anwesenheit eines Dolmetschers erforderlich. Der Dolmetscher darf nicht als befangen gelten, d.h. vor allem kein näherer Verwandter sein, und muss sich durch Personalausweis oder Reisepass ausweisen (Adressen unter: http://www.justiz-dolmetscher.de/suche.jsp oder www.bdue-bayern.de/uebersetzersuche.html).

Benötigt werden grundsätzlich Originalurkunden.

Bei fremdsprachigen Urkunden ist außerdem eine Übersetzung in die deutsche Sprache durch einen in Deutschland ansässigen vereidigten Übersetzer vorzulegen (Adressen unter: http://www.justiz-dolmetscher.de/suche.jsp oder www.bdue-bayern.de/uebersetzersuche.html).

Ausländische Urkunden sollten zusätzlich mit Apostille oder Legalisationsvermerk versehen sein.

Abstammung und Namensführung des Kindes wiederum hängen u.a. von der Staatsangehörigkeit und dem Familienstand der Eltern ab. Für deren Nachweis sind je nach Einzelfall verschiedene Urkunden vorzulegen.

Beurkundung - Inhalt des Geburtsregisters

Nach Anzeige der Geburt nimmt der Standesbeamte die Beurkundung im Geburtenregister vor. Dabei werden folgende Daten über das Kind und seine Eltern eingetragen:

  • Ort sowie Tag, Stunde und Minute der Geburt
  • das Geschlecht des Kindes
  • die Vornamen und den Familienname des Kindes,
  • die Vor- und Familiennamen der Eltern, sowie auf Wunsch eines Elternteils seine rechtliche Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, die Körperschaft des öffentlichen Rechts ist.

Mutter des Kindes ist die Frau, die das Kind geboren hat.

Vater des Kindes ist der Mann,

  • der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, 
  • der die Vaterschaft anerkannt hat oder dessen Vaterschaft nach §1600d BGB durch Gericht festgestellt worden ist.

Ist das Kind nach dem Tod des Ehemannes geboren worden, gilt dieser Mann als Vater, wenn das Kind innerhalb von 300 Tagen nach dem Tod des Mannes geboren wurde. 

Ist die Mutter geschieden und ist das Kind nach Rechtskraft des Scheidungsurteils geboren worden, gilt der frühere Ehemann nicht als Vater des Kindes.

Ist die Mutter des Kindes im Zeitpunkt der Geburt des Kindes nicht verheiratet, kann der Standesbeamte bei der Geburtsbeurkundung einen Mann nur dann als Vater eintragen, wenn dieser die Vaterschaft anerkannt hat. Zu diesem Zweck ist es möglich, die Vaterschaft bereits vor der Geburtsbeurkundung anzuerkennen. Wird die Vaterschaft nach Abschluss der Geburtsbeurkundung anerkannt, trägt der Standesbeamte den Vater nachträglich in das Geburtenregister ein.  

Aus dem Geburtenregister erstellt der Standesbeamte auf Antrag eine Geburtsurkunde, in die die wesentlichen Daten aus dem Geburtenregister über das Kind und seine Eltern übernommen werden.

Kosten 

Die Gebühr pro Geburtsurkunde (auch in internationaler Form) bzw. beglaubigter Abschrift vom Geburtsregister beträgt 12,-- €.

Desweiteren erhalten Sie  drei gebührenfreie Urkunden zur Beantragung folgender Leistungen: 

  • Mutterschaftshilfe (Krankenkasse)
  • Elterngeld
  • Kindergeld

Rechtsgrundlagen

§§ 18 - 27 Personenstandsgesetz (PStG), §§ 31 - 36 Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes (PStV), § 4 Abs. 3 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)

24.05.2019
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