Sie haben Javascript deaktiviert und können somit nicht alle Funktionen dieser Website benutzen. Um Ihnen ein bestmögliches Surferlebnis zu ermöglichen, sollten Sie Javascript in Ihrem Browser aktivieren.

L

Lösungen für die Autobahnen

Die A 73 ist das Hauptlärmproblem, weil sie sehr nahe an der Stadtmitte vorbeiführt. Nach der derzeitigen Rechtslage ist der Straßenbaulastträger nur beim Bau oder einer wesentlichen Änderung bestehender Straßen verpflichtet, nach den Grundsätzen der Lärmvorsorge Lärmschutzmaßnahmen vorzusehen. Für bestehende Straßen, dazu zählt auch die BAB A 73 im Bereich Erlangen, besteht keine derartige Verpflichtung.
Seit 2003 wurden an der A 73 streckenweise Standstreifen umgebaut und als sogenannte Verflechtungsstreifen zwischen den Anschlussstellen für den Verkehr freigegeben. Für alle Fahrbahnen von der Anschlussstelle Erlangen/Mitte bis zum Autobahnkreuz Fürth/Erlangen wurde dabei als Fahrbahnbelag Splittmastix mit einer Pegelminderung von 2 dB(A) verwandt, für die Strecke vom Autobahnkreuz bis Anschlussstelle Erlangen/Mitte wurde ein lärmoptimierter Asphalt mit einer Lärmminderung von 4 dB(A) verwandt.
Diese Maßnahmen senken die Lärmbelastung spürbar, sie können aber noch nicht für die Einhaltung der einschlägigen Grenzwerte sorgen.
Im Jahr 2005 wurde der Bundesverkehrswegeplan geändert. Für die A 3 und die A 73 wurden die Mittel zur Planung für einen sechsstreifigen Ausbau bereitgestellt. Bis auf die Bereiche Eltersdorf und Tennenlohe sind damit in Erlangen alle notwendigen Planungen für lärmschutztechnische Verbesserungen an Autobahnen auf den Weg gebracht. Die Planung für die A 3 ist fertig, die Planung für die A 73 befindet sich noch im Stadium des Vorentwurfs, der noch nicht öffentlich diskutiert werden kann.
In Fällen bestehender Belastung bietet die Bundesrepublik Deutschland als Baulastträger unter bestimmten Voraussetzungen als freiwillige Leistung Zuschüsse zu passiven Lärmschutzeinrichtungen (Lärmschutzfenster) im Rahmen der so genannten Lärmsanierung an. Ein Rechtsanspruch hierauf besteht allerdings nicht. Die Zuschüsse werden nur für Anlieger von Bundesfernstraßen vergeben.

19.12.2012
» zurück zur Übersicht