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Nachbeurkundung einer im Ausland erfolgten Geburt oder eines Sterbefalles

Beschreibung

Ist ein Deutscher im Ausland geboren oder gestorben, so kann dieser sog. Personenstandsfall auf Antrag im deutschen Geburten- oder Sterberegister beurkundet werden.  Die Staatsangehörigkeit ist zum Zeitpunkt der Antragstellung maßgebend. Gleiches gilt für Staatenlose, heimatlose Ausländer und ausländische Flüchtlinge im Sinne des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge mit gewöhnlichem Aufenthalt im Inland.

Antragsberechtigt sind bei der Geburt die Eltern des Kindes, das Kind, dessen Ehegatte, Lebenspartner oder Kinder.
Antragsberechtigt bei einem Sterbefall die Eltern und Kinder sowie der Ehegatte oder Lebenspartner des Verstorbenen.

Ein Ehepartner oder Lebenspartner ist nur dann antragsberechtigt, wenn die Ehe oder Lebenspartnerschaft noch besteht. Weitere Personen sind nicht antragsberechtigt, auch dann nicht, wenn sie ein rechtliches Interesse an der Ausstellung einer Personenstandsurkunde glaubhaft machen können (§§ 36, 62 Abs. 1 PStG).

Die Zuständigkeit liegt bei dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich die im Ausland geborene Person ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat; hatte der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland, so beurkundet das für diesen Ort zuständige Standesamt den Sterbefall. 
Ergibt sich danach keine Zuständigkeit, so beurkundet das Standesamt den Personenstandsfall, in dessen Zuständigkeitsbereich die antragsberechtigte Person ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ergibt sich keine Zuständigkeit, so beurkundet das Standesamt I in Berlin die Geburt bzw. den Sterbefall.

 Vorzulegende Unterlagen: 

  • Personalausweis bzw. Reisepass der Antragsteller und des Betroffenen
  • ausländische Geburtsurkunde oder Sterbeurkunde im Original mit einer evtl. Überbeglaubigung (Apostille oder Legalisation - je nach Geburtsland) mit einer hier in Deutschland gefertigten Übersetzung von einem öffentlich bestellten und vereidigten Übersetzer (Adressen unter: www.justiz-dolmetscher.de/suche.jsp). oder in internationaler Form
  • evtl. Heiratsurkunde im Original mit einer evtl. Überbeglaubigung (Apostille oder Legalisation - je nach Heiratsland) mit einer hier in Deutschland gefertigten Übersetzung von einem öffentlich bestellten und vereidigten Übersetzer (Adressen unter: www.justiz-dolmetscher.de/suche.jsp). oder in internationaler Form
  • bzw. beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister erhältlich bei dem Standesamt der Eheschließung bzw. Stammbuch
  • evtl. Namensänderungsurkunden
  • Nachweis über die Vaterschaftsanerkennung und oder gemeinsamen Sorgeerklärung

Kosten: 

Für die Beurkundung einer Geburt im Ausland wird eine Gebühr in Höhe von 70,-- € fällig.
​Für die Beurkundung eines Sterbefalles im Ausland wird eine Gebühr in Höhe von 50,-- € fällig.

Für die Ausstellung einer Geburts-/Sterbeurkunde, einer internationalen Geburts-/Sterbeurkunde oder einer beglaubigten Abschrift des Geburten-/Sterberegisters je 12,-- €.

 

Rechtsgrundlagen

§ 36 Personenstandsrechtsgesetz (PStG), Kostengesetz, Kostenverzeichnis

24.05.2019
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