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Namen der Eheleute

Beschreibung

Die Namensführung der Verlobten/Ehegatten richtet sich nach dem jeweiligen Heimatrecht. Sind beide Verlobte deutsch, so können sie

  • ihre jeweiligen bisherigen Familiennamen/Geburtsnamen weiterführen 

  • einen der beiden Geburtsnamen oder den zur Zeit geführten Namen des Mannes oder der Frau zum gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen) bestimmen
    Der gemeinsame Ehename erstreckt sich dann auch auf die Kinder (unter 5 Jahre). Anschlußerklärung für Kinder (über 5 Jahre) möglich, auch wenn diese volljährig und/oder bereits verheiratet sind.
    Diese Entscheidung kann während einer bestehenden Ehe nicht mehr rückgängig gemacht werden.  

  • im Falle der Bestimmung eines Ehenamens kann der Ehegatte, dessen Geburtsname nicht Ehename geworden ist, dem Ehenamen den Geburtsnamen oder den früher geführten Familiennamen hinzufügen (voranstellen oder anfügen) = Doppelname mit Bindestrich.
    Eine Dreifach-Namensführung ist nicht möglich. Die Kinder erhalten den Doppelnamen jedoch nicht.
    Diese Doppelnamensführung kann jederzeit wieder zurückgenommen werden. Der Ehegatte führt dann in der Ehe nur seinen Ehenamen. Nach dieser Rücknahme kann jedoch nicht erneut eine Doppelnamensführung bestimmt werden. 

Die Namenswahl kann bereits im Rahmen der Anmeldung zur Eheschließung getroffen werden.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt (ohne zeitliche Einschränkung) eine Erklärung zu einem gemeinsamen Ehenamen oder Doppelnamen abzugeben.

Ist ein Verlobter ausländischer Staatsangehöriger, so stehen bei einer Eheschließung im Inland folgende Möglichkeiten zur Abgabe einer Namenserklärung zur Verfügung:

  • Rechtswahl in das jeweilige Heimatrecht (Staatsangehörigkeit) eines jeden Verlobten

  • Rechtswahl in das deutsche Recht, wenn einer der Verlobten seinen Aufenthalt in Deutschland hat

Zuständigkeit:

  • Im Rahmen der Anmeldung zur Eheschließung: das Standesamt, das die Anmeldung entgegennimmt. 

  • Wird eine Namenserklärung nach der Eheschließung abgegeben, ist das Standesamt zuständig, das das Eheregister, in dem die Eheschließung beurkundet wurde, führt. Die Namensänderung kann auch bei dem Wohnsitzstandesamt abgegeben werden, das die Erklärung an das Eheregister führende Standesamt weiterleitet. Erst mit dem Eintrag in das Eheregister wird die Namensänderung wirksam.

  • Ist die Eheschließung nicht in einem deutschen Eheregister beurkundet, so ist das Standesamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich einer der Erklärenden seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

  • Ergibt sich keine Zuständigkeit, ist das Standesamt I in Berlin zuständig.

Bei Fragen zur Rechts- oder Namenswahl wenden Sie sich bitte an das Standesamt Ihres Wohnsitzes. Wir sind auch gerne behilflich, Ihnen die besonderen Bestimmungen des ausländischen Namensrechts zu erläutern.

 

weitere Namensänderung in bzw. nach der Ehe​

  • Wiederannahme eines früheren Namens nach Auflösung der Ehe, wenn in der Ehe ein Ehename geführt wurde.

  • Der verwitwete oder geschiedene Ehegatte kann durch Erklärung seinen Geburtsnamen oder den Namen, den er bis zur Bestimmung des Ehenamens geführt hat, wieder annehmen.

  • Wiederannahme eines früher geführten Familiennamens beim Fortbestehen einer Ehe, wenn in der Ehe getrennte Familiennamen geführt wurden.

  • Angleichungserklärung der Ehegatten, deren bisheriges Namensrecht keine Vor- und Familiennamen kennt (Namensketten oder Eigennamen, die z. B. in Algerien, Ägypten, Indien, Sri Lanka). Dies ist möglich bei Einbürgerung und sonstigem Statutenwechsel (Asylberechtigung, Anerkennung als ausländischer Flüchtling, usw.)

 

Erforderliche Unterlagen 

Bitte erkundigen Sie sich telefonisch bei den zuständigen Standesbeamten welche Unterlagen zur Namensänderung erforderlich sind.

 

Kosten

Die Namenserklärung im Rahmen der Anmeldung zur Eheschließung ist in der Anmeldegebühr enthalten. 

Sollte ein gemeinsamer Ehename oder eine Doppelnamensführung nach der Eheschließung gewählt werden, bzw. eine Doppelnamensführung wieder rückgängig gemacht werden, fallen Kosten für diese Namensbestimmung in Höhe von 30,-- € an. 

Abschrift einer Eheurkunde 12,-- €

 

Rechtsgrundlagen

§ 41 Personenstandsrechtsgesetz (PStG),  § 1355 BGB, Art. 10 Abs. 2 EGBGB)

 

Bitte beachten:

Das Standesamt ist nur nach Terminvereinbarung erreichbar.
Terminanfragen sind telefonisch unter 09131/86-2828 oder per E-Mail unter standesamt@stadt.erlangen.de möglich.

24.05.2019
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