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Sterbefall, Bestattung, Tod

Beschreibung

Das Erlanger Standesamt verfügt seit 1996 über eine zentrale Anlaufstelle in Bestattungsangelegenheiten. Von der Anzeige und Beurkundung eines Todesfalles, Anmeldung von Bestattungen, Vergabe von Grabstätten bis hin zur Zulassung von Gewerbetreibenden, werden alle Angelegenheiten, die mit einem Sterbefall bzw. einer Bestattung zusammenhängen in der Dienststelle neben dem Zentralfriedhof, Michael-Vogel-Str. 4, bearbeitet.

Durch die Bündelung der Aufgaben ist eine flexiblere und bürgerfreundlichere Bearbeitung von Sterbefällen/Bestattungen möglich, da alle Formalitäten in kurzer Zeit und in einer Dienststelle erledigt werden können.

Meist werden bei Sterbefällen von den Angehörigen die Bestattungsinstitute mit der Abwicklung der Formalitäten beauftragt. Diese Institute zeigen dann den Sterbefall bei uns an und erledigen die übrigen amtlichen Erfordernisse. Selbstverständlich werden Ihnen für diese Dienste Kosten in Rechnung gestellt. Sie können sich auf Wunsch aber auch selbst um die Formalitäten kümmern.

Der Tod eines Menschen muss dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich er verstorben ist, mündlich oder schriftlich spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag angezeigt werden.

Zur Anzeige verpflichtet sind:

  • jede Person, die mit dem verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat,
  • die Person, in deren Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat
  • jede andere Person, die bei dem Tod zugegen war oder von dem Sterbefall aus eigenem Wissen unterrichtet ist
  • der Träger der Einrichtung in der die Person verstorben ist (Krankenhaus, Alten- und Pflegeheim sowie sonstige Einrichtungen).

Ist mit der Anzeige ein anerkanntes Bestattungsunternehmen beauftragt, so kann die Anzeige auch schriftlich erstattet werden.

 
Dem Bestattungsunternehmen bzw. dem Standesamt sind immer die erforderlichen Urkunden im Original vorzulegen.  

Erforderliche Unterlagen:

  • für unverheiratete Verstorbene: Geburtsurkunde des Verstorbenen
  • für verheiratete Verstorbene: Eheurkunde (Heiratsurkunde), beglaubigte Abschrift des Eheregisters mit Hinweisen oder Familienstammbuch
  • für verwitwete oder geschiedene Verstorbene: wie Verheiratete, aber zusätzlich Sterbeurkunde des Ehegatten bzw. Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk
  • Lebenspartnerschaftsurkunde (falls eingetragene Lebenspartnerschaft geschlossen war)
  • für nicht in deutscher Sprache ausgestellte Urkunden ist immer eine Übersetzung, die von einem in Deutschland öffentlich bestellten und vereidigten Übersetzer verfasst wurde, vorzulegen (Adressen finden sie unter: www.justiz-dolmetscher.de/suche.jsp oder www.bdue-bayern.de/uebersetzersuche.html)
  • ggfs. Einbürgerungsurkunde, Flüchtlingsausweis, Registrierschein, Namensänderungsbescheide 
  • Personalausweis, Reisepass (dann zusätzlich mit einer Meldebescheinigung des letzten Wohnortes, falls der Sterbeort nicht Erlangen ist).

Das Standesamt kann die Vorlage weiterer Urkunden verlangen, wenn dies zum Nachweis von Angaben erforderlich ist.

Sollte die verstorbene Person in Erlangen gewohnt haben, so kann sie auch in Erlangen beerdigt werden. 

  • Vorzulegen ist der Grabbrief, wenn bereits ein Nutzungsrecht an einer Grabstätte besteht.
  • Der Termin für die Bestattung oder Aussegnungsfeier auf einem städtischen Friedhof wird von der Friedhofsverwaltung festgelegt.
  • Auskunft zu Grabneukauf, Grabrechtsverlängerungen und -umschreibungen, Errichten und Ändern von Grabanlagen, sowie Beratung in allen Friedhofsangelegenheiten erteilt die Friedhofsverwaltung.
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Kosten

Die Gebühr pro Sterbeurkunde beträgt 12,-- €. 

Sonstiges

Eine Genehmigung zur Beisetzung außerhalb eines Friedhofs erhalten Sie bei der zuständigen Stelle, in dessen Gebiet der vorgesehene Bestattungsplatz liegt. Voraussetzung für die Genehmigungserteilung ist, dass der Antragsteller einen wichtigen Grund anführen kann.

 

Rechtsgrundlagen

Bayerisches Bestattungsgesetz, Bestattungsverordnung, §§ 28 ff Personenstandsgesetz (PStG), §§ 38 ff Personenstansverordnung (PStV)

24.05.2019
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Weiterführende Informationen

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