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Spielsucht

Die Glücksspielsucht zählt zu den eher "stillen" Süchten. Den Spielern gelingt es oft sehr lange Zeit ihr Spielen vor allen nahen Bezugspersonen zu verheimlichen. Selbst Ehefrauen (bei Spielsüchtigen handelt es sich vorwiegend um Männer) erfahren meist erst sehr spät von der Sucht und der damit oft verbundenen hohen Verschuldung. Heimlichkeit und Lügen zählen zu den wichtigsten Merkmalen. Weiterhin ist die Sucht durch den unzähmbaren Zwang, mit allem Geld, das gerade greifbar ist, zu spielen. Man rechnet in Deutschland mit zur Zeit ca. 80.000 bis 140.000 glücksspielabhängigen Menschen. Wobei bei schlechter wirtschaftlicher Lage der Glücksspielmarkt Zuwachsraten verzeichnet (0,6 % im Jahr 2003).

Auch hier gibt es, wie bei allen anderen Süchten, die Unterscheidung zwischen Gebrauch, Missbrauch und Sucht (oder Abhängigkeit), mit jeweils fließenden Übergangen. Bei Vorliegen von mehreren der im folgenden genannten Anzeichen sollten Sie dringend eine Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe aufsuchen:

  • Sie können das Spielen nicht für längere Zeit einstellen
  • Sie verspielen mehr Geld als geplant und benötigen dafür mehr Zeit als geplant.
  • Sie spielen mit geliehenem Geld.
  • Sie spielen, um Verluste auszugleichen.
  • Erzielte Gewinne werden gleich wieder eingesetzt.
  • Es tritt Unruhe auf, wenn keine Möglicheit zum Spielen vorhanden ist.
  • Sie haben oft ein schlechtes Gewissen nach dem Spielen.
  • Sie denken häufig ans Spielen.
  • Soziale Kontakte werden wegen des Spielens vernachlässigt.
  • Sie verkaufen persönliche Dinge, um an Geld zu kommen.

Bevor sie an eine Spielsucht denken, vermuten Partner und Freunde von Spielsüchtigen eher ein Drogenproblem oder ein Fremdgehen als Hintergrund des auffälligen Verhaltens. Für Außenstehende sind folgende Symptome am deutlichsten:

  • Der Betroffene hat nie Geld und nie Zeit.
  • Geld spielt in seinem Leben eine entscheidende Rolle.
  • Gereiztheit, Verschlossenheit, Aggressivität, unruhiger Schlaf oder psychosomatische Beschwerden sind weitere wichtige Merkmale. Letztere können jedoch auch Anzeichen für andere Störungen sein und sie können nur im Zusammenhang mit den erstgenannten Symptomen Aufschluss geben.

Wir beraten bei allen Formen der Spielsucht: Spiel mit Geldautomaten, Casinospiel, Computerspiele, Internetspiele. Wir beraten Betroffene und deren Angehörige. Die Beratung ist kostenfrei und überregional, d.h. Sie müssen nicht in der Stadt Erlangen oder im Landkreis wohnen, um beraten werden zu können. Die Vertraulichkeit der Gespräche ist zugesichert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Sie können sich telefonisch beraten lassen, oder in einem persönlichen Beratungsgespräch ein offenes Ohr finden. Oft ist es notwendig, eine längerfristige begleitende Beratung durchzuführen, um einen Veränderungsprozess einzuleiten. Falls dies notwendig ist, übernehmen wir die Vermittlung in eine stationäre Langzeittherapie oder die Durchführung einer ambulanten Rehabilitationsbehandlung.

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