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Häufig gesuchte Dienstleistungen

Baumschutz

Bäume stehen unter Schutz

Bäume stehen unter Schutz

Mit dem Erlass der Baumschutzverordnung 1975 hat die Stadt Erlangen die besondereBedeutung des Baumbestandes im Stadtgebiet herausgestellt. Bäume haben vielfältige Wohlfahrtswirkungen für alle Bewohner der Stadt und sind gleichzeitig ein wichtiger Lebensraum für Vögel, Kleintiere und Insekten. Bäume wirken beruhigend durch ihr Grün im Sommer und erfreuen durch ihr leuchtend gelbes Laub im Herbst. Denken Sie daran, wenn es um den Erhalt der Bäume geht. Das besondere Ziel ist es, die Bäume im Stadtgebiet zum Schutz und zur Pflege des Stadtbildes sowie zur Klimaverbesserung zu erhalten.

Grundsätzlich gilt: Durch die Baumschutzverordnung ist bis auf Obstbäume jeder Baum im bebauten Bereich geschützt, der in einem Meter Höhe mehr als 80 Zentimeter Stammumfang hat. Egal ob Stadt, Staat oder Privatmensch: Wer Bäume fällen will, braucht dafür eine Zustimmung und je nach Zustand des Baumes ist Ersatz zu pflanzen. In sehr wenigen Fällen ist eine Ersatzpflanzung nicht möglich. In diesen Ausnahmefällen kann auch eine Dachbegrünung bzw. eine Ersatzzahlung anerkannt werden.

Fällen und Rückschnitt

Geschützt sind Bäume ab einem Stammumfang von 80 cm, gemessen in einer Höhe von einem Meter und alle Ersatzpflanzungen. Fällungen oder über reine Pflegeschnitte hinausgehende Rückschnitte bedürfen daher der Genehmigung.

Ausnahmen

Nicht unter Schutz stehen Obstbäume, außer Walnuss und Esskastanie. Weitere Ausnahmefälle sind in §2 der Baumschutzverordnung beschrieben.

Tote/abgestorbene Bäume

Aus Gründen der Verkehrssicherheit dürfen tote/abgestorbene Bäume genehmigungsfrei gefällt werden, dies ist nur anzeigepflichtig. Hierfür senden sie bitte eine Email mit Standort des Baumes, und wenn möglich, aussagekräftigen Fotos an baumschutz@stadt.erlangen.de

Kosten

Die Kosten für einen rechtsmittelfähigen Bescheid belaufen sich auf 50 Euro für den ersten beantragten und 15 Euro für jeden weiteren Baum.

Artenschutz (auch) bei genehmigten Baumarbeiten

Wichtig! Beachten Sie, dass es zwischen 1. März und 30. September verboten ist Bäume - hierzu zählen auch tote Bäume - außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen (gärtnerische Pflege allein stellt keine gärtnerische Nutzung dar) abzuschneiden oder zu beseitigen. Dies gilt ebenfalls für Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze (§ 39 Bundesnaturschutzgesetz). Ungeachtet der erteilten Fäll- oder Rückschnittgenehmigung nach Baumschutzverordnung müssen somit auch immer die Vorschriften des allgemeinen Artenschutzes eingehalten werden. Insofern ein triftiger Grund für die Rodung im Verbotszeitraum vorliegt, kann eine Befreiung beim Umweltamt der Stadt Erlangen beantragt werden.

Darüber hinaus ist stets der besondere Artenschutz nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz zu beachten. Auch die Vorgaben des besonderen Artenschutzes gelten immer. Dies bedeutet, dass Maßnahmen an Bäumen und Gehölze - auch Maßnahmen zur Verkehrssicherung - nur vorgenommen werden dürfen, wenn keine Lebensstätten (z.B. Nist- und Brutstätten, Winterquartiere) besonders geschützter Tierarten beeinträchtigt werden. Hierzu zählen beispielsweise alle europäischen Vogel- und Fledermausarten, Bilche (z.B. Gartenschläfer), Hornissen sowie totholzbewohnende Käferarten (z.B. Eremit). Auch außerhalb der Vogelbrutzeit bleibt der Schutz von Baumhöhlen und ähnlichen Strukturen (z.B. Spalten) bestehen. Vergewissern Sie sich deshalb zu jeder Jahreszeit, rechtzeitig vor Einleitung der beabsichtigen Maßnahmen, ob Lebensstätten vorhanden sind. Sollte dies der Fall sein, benötigen Sie zur Fällung (zusätzlich) eine Genehmigung der zuständigen Höheren Naturschutzbehörde (Regierung von Mittelfranken).

Gerne beraten wir Sie zum Thema Artenschutz bei Baumfällungen.

Nähere Informationen können Sie auch unserer Internetseite www.erlangen.de/artenschutz entnehmen.

Bäume spenden Leben

 

23.06.2020
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