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Umgebungslärmrichtlinie

Für viele Erlanger Bürgerinnen und Bürger stellt der Umgebungslärm, insbesondere der Verkehrslärm, die am häufigsten genannte Umweltbelastung dar. Umweltpolitisch gehört der Lärmschutz zu den dringendsten und schwierigsten Aufgaben der Kommunen.

Die Stadtverwaltung erstellt zurzeit einen Aktionsplan zur Verminderung des Lärms für das Erlanger Stadtgebiet. Dieser Plan soll dazu beitragen, die Lärmbelastung in den lautesten Stadtbereichen zu vermindern und somit die Lebensbedingungen in unserer Stadt zu verbessern. Die Stadt Erlangen ist bei der Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie für die Bereiche Stadtstraßen (ohne Autobahnen und Eisenbahnen), Industriegelände und Häfen zuständig. Zusätzlich zu diesen Aufgaben ist die Stadt Erlangen aufgefordert, ruhige Gebiete und Maßnahmen zu deren Erhaltung zu definieren.

Die Lärmkartierung

Das bayerische Landesamt für Umwelt hat die Daten über die Erlangen betreffenden Straßen und Anlagen bekommen und daraus folgende Ergebnisse ermittelt:

Die Karte Umgebungslärmrichtlinie Verkehr:

Umgebungslärmrichtlinie Karte und die dazugehörige Legende zeigen für Erlangen an, welche Gebäude von einer Lärmpegelüberschreitung von 67 dB(A) am Tage oder 57 dB(A) in der Nacht betroffen sind.

Lärmpegel für Erlangen:

Die Tabelle Wer ist betroffen?: Von Pegeln LDEN betroffene Einwohner nach VBEB

  • Von Pegeln LNight LDEN betroffene Einwohner nach VBEB
  • Von Pegeln LDEN betroffene Schulgebäude nach VBEB
  • Von Pegeln LDEN betroffene Drankenhäuser VBEB
    LDEN: Ein berechneter Lärmpegel für den ganzen Tag, mit besonderer Gewichtung der Abend- und Nachtstunden (englisch: Level day-evening-night)

VBEB: Vorläufige Berechnungsmethode zur Ermittlung der Belastetenzahlen durch Umgebungslärm von 2007.

Die Lärmkarte IVU-Anlagen:

Hier finden Sie die Lärmkarte IVU-Anlagen und die Namen und Adressen der Standorte.

Die ebenfalls vom Landesamt erstellten Isophonenkarten können jederzeit im Amt für Umweltschutz, Schuhstraße 40, eingesehen oder per E-mail auf Wunsch übermittelt werden.

Die Lärmaktionsplanung

Mit diesen Ergebnissen ausgestattet, steht die Kommune Erlangen vor der Aufgabe, für die von Grenzwertüberschreitungen betroffenen Straßenzüge Lärm-Minderungsmaßnahmen auszuarbeiten.

Gleichzeitig ist sie durch Artikel 1, Nr. (1), Punkt c der Umgebungslärmrichtlinie gefordert, ein Konzept zum Schutz bisher schon ruhiger Gebiete auszuarbeiten.

Anhaltspunkte zu möglichen Maßnahmen bieten die LAI-Hinweise zur Lärmaktionsplanung"  (LAI = Länderausschuss für Immissionsschutz) und, etwas zusammengefasst, eine Liste der Stadtverwaltung Erlangen. Diese Listen sind nicht abschließend, das heißt, wenn Sie darüber hinaus gehende Ideen haben, zögern Sie nicht, diese einzubringen.

Ihre Mitwirkungsmöglichkeiten

Vom 8. Juli 2014 bis zum 30. Juli 2014 konnten alle Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen einbringen. Die dazu vorgesehene interaktive Karte steht danach nicht mehr für Eintragungen zur Verfügung, die Vorschläge können allerdings weiterhin eingesehen werden.

Am 7. Juli 2014 fand die erste Bürgerversammlung zu dem Thema statt. Einladung EN . Hier finden Sie das Protokoll und die EN-Berichterstattung über diesen Termin.

Die eingegangenen Bürgervorschläge wurden Ende November 2014 nach Sichtung beantwortet. Danach hat das federführend mit der Erstellung des Lärmaktionsplans betraute Umweltamt auf dieser Basis Vorschläge eingeholt und entwickelt, mit welchen Maßnahmen wo in den nächsten fünf Jahren der Lärm in der Stadt Erlangen insgesamt reduziert werden kann.

Am 13.07.2015 um 18:30 Uhr fand im Technischen Rathaus, Schuhstraße 40, Erdgeschoss, die zweite Bürgerbeteiligung zur Umgebungslärmrichtlinie der europäischen Union statt. Es wurden die Ergebnisse der Bürgerbefragung vom 08. Juli 2014 bis zum 30. Juli 2014, die Stellungnahmen der Ämter der Stadtverwaltung und sonstige Beiträge vorgestellt und der Aktionsplan im Entwurf zur Kenntnis gegeben. Weiterhin wurde ein kurzer Maßnahmenkatalog vorgestellt, der im Stadtrat beschlossen werden soll und der die Lärmschutzaktivitäten der nächsten Jahre bestimmen wird.

Allen Bürgerinnen und Bürgern wurde damit noch einmal Gelegenheit gegeben, die Planung kritisch zu begleiten. Einzelvorschläge konnten zu diesem Anlass allerdings nicht mehr in den aktuellen Plan eingearbeitet werden. Sie werden auf dem üblichen Weg behandelt oder in die Fortschreibung des Lärmschutz-Aktionsplans aufgenommen. Alle Unterlagen, auch den Aktionsplan und den Maßnahmenkatalog, finden Sie nebenan unter Downloads.


größere Ansicht

Lärmaktionspläne weiterer Behörden:

Eisenbahnen
Die Zuständigkeit für die Lärmkartierung der Haupteisenbahnstrecken liegt beim Eisenbahn-Bundesamt. Die Bahnstrecke Nürnberg – Ebensfeld wird derzeit im Zuge des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Schiene Nr. 8 vierspurig ausgebaut. Die Lärmkarten für die Bahnlinie im Bereich der Stadt Erlangen können Sie hier einsehen. Lärmaktionspläne für Bahnstrecken erstellt die Regierung von Mittelfranken.

Autobahnen
Auf Erlanger Stadtgebiet verlaufen die Bundesautobahnen (BAB) A 3 und A 73. Die Zuständigkeit für Aktionspläne für die Autobahnen liegt bei der Regierung von Mittelfranken. Der 6-spurige Ausbau der A 3 ist vom Kreuz Fürth/Erlangen bis nördlich der Ortslage Häusling planfestgestellt. Beim Ausbau sind zusätzliche Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Hierfür gibt es allerdings noch keine Internetauftritte. Sie können sich über Planfeststellungsverfahren, Verkehrsmengen und andere interessante Details informieren.

Flughafen Nürnberg
Die Zuständigkeit für den Flughafen Nürnberg liegt beim Luftamt Nordbayern. Für die Aktionsplanung ist die Regierung von Mittelfranken zuständig.

Anschrift:
Regierung von Mittelfranken
Promenade 27
91522 Ansbach
Telefon: 0981/53-0 (Zentrale)
Telefax: 0981/53-1206 oder -1456
E-Mail: poststelle@reg-mfr.bayern.de

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27.02.2019
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Weiterführende Informationen

Umgebungslärmrichtlinie

Umgebungslärmrichtlinie für Stadtstraßen

Bürgerbeteiligungplattform zur EU-Richtlinie. Das Ziel der Richtlinie ist, die Gewährleistung eines hohen Gesundheits- und Umweltschutzniveaus.

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