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Vogelgrippe - Fragen und Antworten

Fragen und Antworten zur Geflügelpest  (Stand 24.01.2017)

 

1. Was versteht man unter Geflügelpest?

Die Geflügelpest wird auch als Aviäre Influenza oder umgangssprachlich als Vogelgrippe bezeichnet. Sie ist eine durch verschiedene Influenza-Virus-Typen hervorgerufene anzeigepflichtige Tierseuche, an welcher Hausgeflügel wie z.B. Hühner, Puten, Gänse und Enten, aber auch Wildvögel erkranken können.

2. Wo wurden Fälle von Geflügelpest  aktuell festgestellt?

Das Geflügelpest-Virus wurde bereits in 23 europäischen Staaten und in derzeit 15 betroffenen Bundesländern Deutschlands bei Wildvögeln nachgewiesen. In Deutschland kam es bisher in 36 Geflügelhaltungen und sechs Zoos/Tierparks zu Geflügelpest-Ausbrüchen. Aktuelle Informationen über die Verbreitung der Geflügelpest finden Sie unter folgender Adresse: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/klassische-gefluegelpest/

3. Wo wurde die Wildvogel-Geflügelpest im Stadtgebiet Erlangen aktuell festgestellt?

Bei einem am 03.02.2017 am Ostufer des Dechsendorfer Weihers tot aufgefundenen Schwan wurde das hoch-pathogene Geflügelpest-Virus H5N8 nachgewiesen.

4. Welcher Typ Influenzavirus wurde bisher in Deutschland gefunden?

Es wurde bisher vor allem der Typ H5N8 festgestellt. Seit Mitte Dezember 2016 zirkuliert unter den Wildvögeln ein weiterer Subtyp des Virus, H5N5.

5. Sind H5N8 und H5N5 auf den Menschen übertragbar?

Fälle von H5N8- oder H5N5-Infektionen beim Menschen sind bisher nicht bekannt. 

6. Welche Vogelarten sind empfänglich für Geflügelpest?

Hausgeflügel: Hühner, Puten, Enten, Gänse, Fasanen, Wachteln, Strauße, Emus

Wildvögel: bisher vor allem Wildenten, Zwerg- und Haubentaucher, Möwen, Schwäne, Reiher oder Blässhühner, aber auch Greifvögel und Eulen

Singvögel erkranken in der Regel nicht an Geflügelpest.

7. Sind Hunde und Katzen gefährdet?

Eine Übertragung auf Hunde und Katzen ist sehr unwahrscheinlich. Wir empfehlen jedoch bei Spaziergängen im Uferbereich und Wiesen, Hunde und Katzen nicht freilaufen zu lassen, um eine Weiterverbreitung der Geflügelpest durch Aufjagen von Wildvögeln zu vermeiden.

8. Wie wird Geflügelpest übertragen?

Grundsätzlich findet die Ansteckung über den direkten Tier-zu-Tier-Kontakt statt. Jedoch können die Viren auch über Ausscheidungen, Fahrzeuge, Personen, Futter oder Trinkwasser übertragen werden.

Virusträger sind nicht nur verendete oder sichtlich kranke Vögel, sondern auch symptomlos infizierte, gesund erscheinende Wildvögel. Viele Wasservogelarten (z.B. Gänse, einige Entenarten) bewegen sich zwischen Ackerflächen, auf denen sie sich tagsüber aufhalten, und Rastgewässern, die sie abends und nachts aufsuchen. Sie können das Virus mit dem Kot ausscheiden und die aufgesuchten Landflächen und Gewässer kontaminieren.

Darüber hinaus können tote Wasservögel von anderen Tieren, wie z.B. Fuchs und Marder, aber auch Greifvögel und Krähen geöffnet und virushaltiges Material verschleppt werden, so dass mit einer beträchtlichen Umweltkontamination gerechnet werden muss. Personen, die kontaminierte Flächen betreten, und Fahrzeuge, die sie befahren, können das Virus weiterverbreiten und auch in Geflügel haltende Betriebe eintragen.

9. Wie hoch wird die Gefahr einer Übertragung auf Nutzgeflügelbestände eingeschätzt ?

Es ist von einem hohen Eintragsrisiko in Nutzgeflügelhaltungen durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel auszugehen, insbesondere bei Haltungen in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen, einschließlich Ackerflächen, auf denen sich Wildvögel sammeln.

10. Wie kann ich meinen Geflügelbestand schützen ?

Die seit dem 21.11.2016 in Bayern bestehende Aufstallungspflicht für Geflügel und weitere Schutz-Maßnahmen sollen das Risiko eines direkten und indirekten Kontakts von Hausgeflügel mit infizierten Wildvögeln vermindern. Verhindert werden muss der direkte Kontakt zu Wildvögeln sowie auch die indirekte Eintragung von Geflügelpest-Viren in den Bestand, z.B. durch Wildvogel-verunreinigtes Futter, Wasser oder verunreinigte Einstreu und Gegenstände (Schuhwerk, Schubkarren, Fahrzeuge usw.). Zudem sind geeignete Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen. Vor allem Jäger, die  mit Federwild in Berührung gekommen sind, sollten den Kontakt zu Geflügel-Beständen unbedingt meiden.

Die für Geflügelhalter verpflichtenden Maßnahmen sind der Allgemeinverfügung der Stadt Erlangen vom  21.11.2016 zur entnehmen
( www.erlangen.de/das, Archiv, Amtsblatt 1. Dezember 2016 )

11. Was mache ich, wenn ich einen toten Vogel finde?

Bei Auffinden von toten Wildvögeln im Stadtgebiet Erlangen verständigen Sie bitte das Amt für Veterinärwesen und gesundheitlichen Verbraucherschutz der Stadt Erlangen unter der Telefonnummer 09131-861725 oder die Feuerwehr Erlangen unter der Telefon-Nummer 09131-862512. Bitte versuchen Sie den Standort möglichst genau zu beschreiben. Singvögel müssen nicht gemeldet werden, nur Wassergeflügel, Hühner-, Gänse- und Greifvögel.

12. Ich bin Geflügelhalter und habe meine Tierhaltung noch nicht beim Veterinäramt gemeldet?

Melden Sie Ihre Geflügelhaltung umgehend unter Angabe von Name, Adresse und Anzahl der gehaltenen Tiere unter der Telefonnummer 09131-861725, der Faxnummer 09131-861726 oder per E-Mail an veterinaeramt@stadt.erlangen.de .

 

27.03.2017
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Weiterführende Informationen

Stallpflicht für Geflügel aufgehoben

Vogelgrippe Huhn

Die seit November 2016 verfügte allgemeine Stallpflicht sowie das Verbot von Märkten und Ausstellungen für Geflügel im Stadtgebiet werden aufgrund rückläufiger Fälle von Wildvogel-Geflügelpest ab sofort aufgehoben und die Schutzmaßnahmen gelockert. Die Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass die Geflügelhalter weiterhin verpflichtet sind, erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen bis zum 20. Mai 2017 einzuhalten.

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Die Abwehr gesundheitlicher Gefahren für die Bevölkerung und Tierbe-
stände durch Tierseuchen steht im Mittelpunkt der Tierseuchen-bekämpfung. Durch Tierseuchen können Verluste großen Ausmaßes sowie erhebliche ökonomische Schäden für unsere Landwirte entstehen (z. B. Ausbruch von MKS oder Geflügelpest).

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