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Berichte

Wiedersehen in der Patenstadt Erlangen

Vom 17. bis 19. September 2010 veranstalteten die heimatvertriebenen Komotauer in ihrer Patenstadt Erlangen das 29. Bundestreffen. Rund 250 Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland kamen in ihre neue Heimstatt, dem Freizeitzentrum „Frankenhof“ in Erlangen zusammen.

Komotau-Treffen 4

(Am Heimatabend: Hedwig Gemmrig, Sepp Schaffer und Inge Lang)

Es ist gut, einen festen Treffpunkt zu haben, wo die Heimattage auch künftig stattfinden können. Der Frankenhof mit seinen Übernachtungsmöglichkeiten, seinen Aufenthaltsräumen und dem Rundumservice von Verwaltung und Küche wurde denn auch gerne und dankbar angenommen.

Komotau-Treffen 2

(Landsleute im Gespräch)

In diesem bestens vorbereitetem Rahmen konnte der Festabend im Saal des Frankenhofs ja nur gelingen. Die Begrüßung der Landsleute und Gäste übernahm die erst am Vortag wiedergewählte Heimatkreisbetreuerin, Hedwig Gemmrig. Besonders herzlich begrüßt wurde Stadträtin Gerlinde Stowasser. Sie überbrachte Grußworte von Oberbürgermeister Siegfried Balleis sowie des Stadtrats Erlangen und konnte mit ihrer überzeugenden Begrüßungsrede viel Sympathie gewinnen. Unter den Erlanger Gästen auch Ilse Günther–Mayer, Kulturreferentin der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Kreisgruppe Erlangen.. Museumsdirektor Stanislav Ded mit Familie vom Gebietsmuseum Komotau / Chomutov wurde ebenso willkommen geheißen.

Ein besonderes Erlebnis an diesem Abend zum „Tage der Heimat“ vermittelte die neue Sudetendeutsche Heimatpflegerin, Zusana Finger, mit ihrem Bildvortrag "Die Heimat lebt in den Herzen der Menschen“. Einfühlsam vermochte sie aus ihrer Kulturarbeit zu berichten und ließ die Komotauer Heimat mit dem Erzgebirge und seinen Menschen anschaulich lebendig werden.

Komotau-Treffen 5

(In der Heimatstube Dr. Zuzana Finder, Hedwig Gemmrig)

Die musikalische Gestaltung des Heimatabend übernahmen Komotauer Landsleute. Es spielte Sepp Schaffer auf seiner Hammond-Orgel, und Sopranistin Inge Lang bot in gekonnter Weise heimatliche Lieder dar, die von allen mitgesungen wurden.

Auch das Rahmenprogramm des Treffens sorgte für Abwechslung. Man traf sich in der Heimatstube im 7. Stock des Gästehauses, vertiefte sich in die gesammelte Heimatliteratur, in Kunstwerke und Dokumente. Am Sonntagnachmittag fanden weitere interessante Vorträge statt: über heimatliche Mundart, Liedgut, Landschaft und Menschen des Erzgebirges sowie eine dazu passende Videovorführung.

Komotau-Treffen 3

(Stadträtin Gerlinde Stohwasser im Gespräch mit Dr. Zuzana Finger, Heimatpflegerin der Sudetendeutschen Landsmannschaft, und Cornelia Hufeisen, Bürgermeister- und Presseamt)

Am Samstag begab man sich gemeinsam zur Gedenkstunde am Komotauer Denkmal an der Adalbert-Stifter-Schule in der Sieglitzhofer Straße, wo auch Stadträtin Gerlinde Stowasser zugegen war und einen Kranz der Stadt Erlangen niederlegte. Am Sonntag waren die Komotauer gemeinsam beim Gottesdienst in der Bonifazkirche, wo Pfarrer Karl Brünnler, ebenfalls Heimatvertriebener aus Komotau, die Messe für alle Kirchenbesucher hielt.

Komotau-Treffen 1

(Am Komotauer Ehrenmal bei der Adalbert-Stifter-Schule mit Pfarrer Karl Brünnler)

So wurde das Treffen in Erlangen für alle Anwesende ein heimatliches Wiederfinden und Begegnen mit vielen Erinnerungen – auch an Treffen in den zurückliegenden Jahrzehnten. Mit guten Wünschen und der Hoffnung auf ein gesundes Wiedersehen im kommenden Jahr zur 60-Jahr-Feier der Patenschaft nahm man schließlich Abschied voneinander.

Hedwig Gemmrig, 30.09.2010

21.04.2012
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