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Aktuelles

Ein doppeltes Jubiläum

Nicht nur die Städtepartnerschaft Erlangen-Beşiktaş, sondern auch der Förderverein ERBEŞ feierten Ende September 2018 das fünfzehnjährige Jubiläum. Freilich, wie Oberbürgermeister, Florian Janik, in seinem Grußwort bedauerte, in schweren Zeiten. Aber gerade da, so machte er gestern beim Festabend im Redoutensaal den Gästen Mut, brauche es Menschen, die eine gewisse Durststrecke durchhalten und bereit stehen für einen Neuanfang, wenn man auch im Rathaus von Beşiktaş wieder "Lust auf den Austausch mit Erlangen" bekomme. Auch wenn der wegen der gesamtpolitischen Lage gegenwärtig de facto zum Erliegen gekommen ist und über der Veranstaltung ein Hauch von Wehmut hing, sorgte die Notis Band für beste Stimmung und richtige Tanzlaune. Und schließlich gab es ja auch jede Menge Wiedersehensfreude mit alten Freunden. Dafür haben sich Aufwand und Mühe der Veranstalter allemal gelohnt!

Mit dem Abend und dem Auftritt von Mualla Mezhepoğlu im Stadtarchiv beim Beşiktaş-Divan eröffnete der Förderverein ERBEŞ die zweitägigen Feierlichkeiten zum fünfzehnjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Beşiktaş. Sehr zur Zufriedenheit des Publikums wie des Vereinsvorsitzenden, Michael Greißel, der die Veranstaltung mit wachen Sinnen moderierte und sich glücklich zeigte, die Autorin aus Istanbul für die Lesung gewonnen zu haben.

Besiktas Jubiläum 2018

Die Chronistin der eigenen illustrierten Familiengeschichte, die sie bis ins 19. Jahrhundert, als die ersten Photographien ihrer Großmutter entstanden, rekapituliert, aber auch in der Zeit der Besetzung Istanbuls im Jahr 1918 verortet, als das bis dahin unbekannte Silvesterfeuerwerk der Franzosen und Engländer zunächst klang, als würde scharf geschossen, die weltgewandte Augenzeugin einer versunkenen Welt mit einer zugewandten aristokratischen Aura, versteht es, ebenso gewinnend wie bestimmt das Publikum, darunter viele, die sie bereits aus persönlichen Begegnungen und Besuchen kennt, zu fesseln und mit immer neuen Anekdoten und Erinnerungen für ihre Sache, die Bewahrung einer verlorenen Zeit, einzunehmen. Nicht von ungefähr rückte Michael Greißel in der Diskussionsrunde den Gast in die Nähe von Orhan Pamuk, was Mualla Mezhepoğlu humorvoll mit dem Hinweis parierte, sie sei dem Kollegen zwar noch nie begegnet, sei aber doch noch jung genug, um auf die Verleihung des Nobel-Preises warten zu können.

Merh Bilder unter: hier und hier.

26.10.2019
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