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Archiv "Partnerstädte"

Bürgerreise zur Modernen Kunst nach Beşiktaş/Istanbul im Herbst 2011

In der Zeit von 28. September  bis 3. Oktober wird eine zwanzigköpfige Gruppe zu einer Bürgerreise zur modernen Kunst nach Istanbul und Besiktas reisen. Die beiden Organisatoren, die Städtepartnerschaftsbeauftragte Silvia Klein und der für die inhaltliche Vorbereitung verantwortlich zeichnende Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins ERBES e.V., Michael Greissel haben ein großartiges und spannendes Programm für die Gruppe zusammengestellt, der erstmals auch vier Kulturverantwortliche aus der schwedischen Partnerstadt Eskilstuna angehören.

Nach der Ankunft am Mittwoch Abend und dem Treffen mit den schwedischen Teilnehmern geht es am Donnerstag Morgen in zwei neue spektakuläre Kunsträume  in der Istiklal Caddesi in Beyoglu: den Kunstraum ARTER mit einer Ausstellung "5 Person Bufet" von Deniz Gül und einer Videoinstallation des türkisch-britischen Künstlers Kutlug Ataman.

http://www.arter.org.tr/W3/

In der gegenüberliegenden Galerie SALT, die erst im April 2011 eröffnet wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, kritische und zeitgemäße Themen der visuellen und materielln Kultur zu erkunden und innovative Programme für Foschung und experimentelles Denken zu entwickeln, werden u. a. Arbeiten von Ahmet Ögüt  gezeigt, der erst kürzlich im Erlanger Kunstpalais in der Ausstellung IRONIC mit einem Werk vertreten war.

http://www.saltonline.org/tr/anasayfa

Nach einer mittäglichen Bopsorus-Tour besucht die Gruppe danach das am Ufer des Bosporus gelegene Sakip-Sabanci-Museum, das zur Biennale die Ausstellung "Across - The Cyclades and Western Anatolia during the 3rd Millennium BC".

http://muze.sabanciuniv.edu/homepage

Der Freitag Vormittag führt die Gruppe in den Central Business District von Istanbul, den Bezirk Besiktas, der seit 2003 die Partnerstadt von Erlangen ist. In einem der Hochhäuser befindet sich das Kunstmuseum Proje 4L, das anlässlich seines 10jährigen Bestehens mit der Ausstellung  "Elgiz 10 Istanbul" aufwartet.

http://www.proje4l.org/

Im Anschluss an das moderne Istanbul taucht die Gruppe ein in die historischen Orte: der Besuch des alten Friedhofs in Eyüp am Goldenen Horn und die Moscheen und Baudenkmäler in der Altstadt stehen auf dem Programm.
Ein spannender Kontrast erwartet die Gruppe im historischen Tahtakale Hamam aus dem Jahr 1481, das lange als eines der größten und schönsten der osmanischen Badehäuser galt: Dort besucht die Gruppe die Ausstellung "Unheimliche Spiele" .

http://pgartgallery.com/1860226/Untitled-project

Eine der beteiligten Künstlerlinnen, Neriman Polat, hat bereits 2008 an der Ausstellung "Istanbul 7" im Erlanger Kunstmuseum teilgenommen und Michael Greissel konnte sie für ein Künstlergespräch gewinnen.

Am Samstag ist ganztägig der Besuch der 12. Istanbul Biennale eingeplant, die in diesem Jahr als Referenz an den verstorbenen kubanisch-amerikanischen Künstler Felix Gonzales-Torres mit  "Untiteld"  überschrieben ist.
Der Veranstalter der Biennale, die Istanbul Stiftung für Kultur und Künste, wurde 1973 unter der Leitung von Dr. Nejat F. Eczacıbaşı gegründet, um jedes Jahr ein internationales Kunstfestival auszurichten (Musik, Jazz, Film, Theater, visuelle Künste). Die einzigartige Lage der Stadt als Brücke zwischen Europa und Asien, zwischen Ost und West, schien sie als Ort des kulturübergreifenden Dialogs zu prädestinieren.
1987 fand erstmals eine Biennale der visuellen Künste statt. Für diese und auch die folgende war die in Istanbul beheimatete Beral Madra als Generalkoordinatorin und Kuratorin zuständig. Da es der Stadt an ausreichend großen Ausstellungsorten mangelte, machte man ab der zweiten Biennale aus der Not eine Tugend und bezog unter dem Thema "Zeitgenössische Kunst in traditionellen Räumen" historische Bauten konzeptionell ein. Seitdem ist das ein spezieller und besonders reizvoller Aspekt der Biennale Istanbul.
Auf den ehemaligen Docks von Istanbul, dort wo heute nur mehr Kreuzfahrtschiffe vor Anker gehen, hat die zwölfte Biennale ihr Quartier: Zum ersten Mal sind alle Kunstwerke an einem Ort konzentriert - in zwei ehemaligen Lagerhallen,
Die Hallen sind nach fünf Themen gegliedert, in die sich so gut wie alles hineinpacken lässt, was Menschen bewegt: Es geht ums Fremdsein, um Gewalt, um Geschichte und natürlich um Beziehungen in jeder Form.

http://12b.iksv.org/en/index.asp

Am Sonntag Vormittag besucht die Gruppe das Museum Istanbul Modern http://www.istanbulmodern.org/en/f_index.html und trifft dort auf die mittlerweile international renommierte Künstlerin Canan, die ebenfalls 2008 in Erlangen vertreten war. Sie ist eine der Künstlerinnen, die die aktuelle Ausstellung "Dream and Reality, Modern and Contemporary Women Artists from Turkey" präsentieren.

Am Nachmittag besucht die Gruppe die Prinzeninseln und am Montag Vormittag ist ein Empfang bei der Stadt Besiktas eingeplant mit anschließendem Besuch des Erlangen-Parks, bevor die Gruppe die Rückreise antritt.
 

22.03.2018
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