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Archiv "Partnerstädte"

Der Tag der Einheit mit Freunden aus Jena

Es ist nie zu spät für einen Blick zurück in Freundschaft auf Begegnungen mit Gästen aus Jena. Heute deshalb ein Bericht von Ruth Sych und Silke Zieten auf die Begegnungen am 25. Jahrestag der deutschen Einheit:

Kartengruß aus Jena

An dieser Festveranstaltung nahmen selbstverständlich auch Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft SPD 60 + aus beiden Partnerstädten teil, wie es seit der Gründung der Partnerschaft zwischen Erlangen und Jena guter Brauch ist. Einige der Erlanger Genossen nahmen die Gäste aus Jena an der Bushaltestelle „Altstadtmarkt“ in Empfang, während ein Mitglied als „Stallwache“ Plätze im Redoutensaal freihielt, um den Gästen einen ungehinderten Blick auf das Programm zu ermöglichen.

Nach den obligatorischen Begrüßungsreden, lenkte Altoberbürgermeister Peter Röhlinger aus Jena zielstrebig auf ein aktuelles Thema. Er entschuldigte den amtierenden Oberbürgermeister Albrecht Schröter für sein Fernbleiben von dieser Veranstaltung, da er, just zur selben Zeit, wegen einer „rechtsextremer Demonstrationen“ unabkömmlich sei. Der Beifall der Anwesenden war sehr stark und signalisierte Zustimmung.

Besuch aus Jena SPD 60 +
Die nun folgende Veranstaltung wurde von allen, die von der Autorin dieser Zeilen befragt wurden, als äußerst gelungen bezeichnet. Vor allem gefielen die Turnerinnen aus Jena, die mit einem hervorragenden Programm ihr Können zeigten, sowie das frei nach Friedrich Schiller inszenierte Stück über den Lebenslauf des Dichters. Die freiheitliche Idee des Klassikers aus Jena und sein Aufbegehren gegen jede Art von Fremdbestimmung, die der Spielleiter hervorragend in die heutige Zeit versetzen konnte, riß zu Begeisterungsstürmen hin, und am Ende scheuten sich die Anwesenden nicht, gemeinsam die „Hymne an die Freude“ zu singen.

Nach dem Festakt und einer kleinen Verschnaufpause gingen die 60-plus-Mitglieder zum Mittagessen in ein vor kurzem eröffnetes „Lesecafé“, ein alternatives Restaurant im Altstadtmarkt, das vegetarische und vegane Speisen anbietet. Durch einen organisatorischen Fehler war das Lokal durch den Seniorenbeirat bereits besetzt, da die Sonne jedoch schien, erlaubten es die Temperaturen, draußen zu sitzen. Der Wirt war mit der Menge der Kunden nicht überfordert. So konnten wir noch aufmerksam den Ausführungen des Stadtrats Robert Thaler über den geplanten Campus der Firma Siemens lauschen.

Nach dem gedanklichen Streifzug zu den alten und bald neuen Gefilden von Technik und Forschung zog es uns an diesem Tag der Begegnungen und diesem Fest der Freundschaft zur Abschieds-Veranstaltung in die Sankt-Matthäus-Kirche gegenüber dem “Platz der deutschen Einheit“ und dem Ohm-Brunnen.
Zunächst eine kurze ökumenische Andacht, musikalisch gestaltet von der Matthäus-Kantorei gemeinsam mit dem Jenaer Knabenchor. Darauf dann der angekündigte und tatsächliche kulturelle Höhepunkt: das Konzert des Jenaer Knabenchores. Seit seinem Bestehen - 2016 wird er 40 - hat er sich einen guten Platz unter den großen und namhaften Knabenchören gesichert. Auch an diesem Abend zeigte er sich unter dem umsichtigen Dirigat von Berit Walther in bester Kondition. Müde Zuhörer wurden da schnell munter, angesteckt vom frischen Elan der jungen und jüngsten Sänger. Besonders aufhorchen ließ der ganz eigene Klang und besondere Glanz der Knabenstimmen, beeindruckend die ausgefeilte Gesangs- und subtil-differenzierte Ausdruckskunst.

Im Programm war eine Folge kleiner aber feiner, internationaler Chorsätze von volksliedhaftem Charakter und künstlerischem Anspruch, a cappella gehalten oder instrumental akzentuiert. Johann Sebastian Bach durfte nicht fehlen. Anrührend schlicht der pastorale Choral "Jesu bleibet meine Freude". Eher überbordende Freude beim rhythmischen Temperament dann zuletzt beim “afrikanischen Alleluja“

Große Begeisterung, nicht enden wollender Befall Vor der Kirche aber warteten schon die Busse zur Heimfahrt nach Jena.

Ein herzliches Auf Wiedersehen!

Ruth Sych und Silke Zieten

07.11.2015
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